Steuervereinfachungsgesetz: Bundesrat stimmt zu

Die deutschen Steuerzahler müssen weiterhin jedes Jahr eine Steuererklärung abgeben. Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat hat die Zwei-Jahres-Regelung aus dem Steuervereinfachungsgesetz gestrichen.

Die Zwei-Jahres-Steuererklärung ist endgültig vom Tisch. Der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat einigte sich darauf, den Vorschlag aus dem Steuervereinfachungsgesetz zu streichen, um den Weg für das Gesetz zu ebnen. Bereits im Vorfeld hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble angedeutet, dass er bereit sei, die Steuererklärung im Zweijahrestonus zu streichen, um die Zustimmung des Vermittlungsausschusses zum Steuervereinfachungsgesetz zu bekommen. Nachdem der strittige Part gestrichen wurde, stimmte der Bundesrat am Freitag dem Steuervereinfachungsgesetz zu. Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorgelegt.

Steuervereinfachungsgesetz kommt ohne Zwei-Jahres-Steuererklärung

Die im Steuervereinfachungsgesetz vorgesehene Zwei-Jahres-Regel für die Steuererklärung war der Hauptgrund für das Scheitern des Gesetzes im Juli. Der Bundestag stimmte einer zweijährigen Steuererklärung nicht zu. Dennoch bringt das Steuervereinfachungsgesetz zahlreiche Erleichterungen für den Steuerzahler mit sich. So steigt beispielsweise der Arbeitnehmerpauschbetrag von 920 Euro auf 1.000 Euro. Rund 550.000 weitere steuerpflichtige Arbeitsnehmer können sich damit das Belegesammeln sparen. Die finanzielle Entlastung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beträgt etwa 330 Millionen Euro pro Jahr.

Steuervereinfachungsgesetz

Steuervereinfachungsgesetz: Bundesrat stimmt zu


Steuervereinfachungsgesetz: Kinderbetreuungskosten einfacher absetzbar

Ab 2012 wird es für Steuerzahler zudem einfacher, Kinderbetreuungskosten abzusetzen. Es spielt dann keine Rolle mehr, ob die Betreuungskosten für das Kind aus beruflichen oder privaten Gründen anfallen. Mit dieser Neuregelung muss nicht nur eine Seite der „Anlage Kind“ weniger ausgefüllt werden, die neue Regelung hat auch eine Entlastung von 60 Millionen Euro im Jahr zur Folge.

Auch entfällt ab 2012 die Einkommensüberprüfung bei volljährigen Kindern unter 25 Jahren für Kindergeld und Kinderfreibeträge. Das erspart Eltern beim Kindergeldantrag und bei der Einkommensteuererklärung aufwendige Nachweise. Eltern bekommen ab 2012 auch dann weiter volles Kindergeld, wenn das Kind während seiner ersten Berufsausbildung oder während des Erststudiums Geld dazuverdient.

Auch wer abwechselnd mit dem eigenen Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt, kann sich ab 2012 freuen: Ab dann müssen die Kosten nicht mehr für jeden Tag einzeln nachgewiesen werden. Das Finanzamt vergleicht die angegebenen Kosten künftig auf Jahresbasis.


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Was denkst du?

  • Maxismama_75 am 26.09.2011 um 16:25 Uhr

    Schade, alle 2 Jahre eine Steuererklärung machen hätte mir auch gereicht!

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