Umstritten

„Stillfoto“ sorgt für Aufregung im Netz

„Stillfoto“ sorgt für Aufregung im Netz

Dass das Stillen in der Öffentlichkeit und jegliche Art von Stillfoto im Internet gerne mal für Empörung sorgen, ist längst bekannt. Gerade in den USA scheint es immer wieder Ärger zwischen Befürwortern und Kritikern zu geben. Ein Foto von einem kleinen Jungen, der beim Spielen sein Baby-Geschwisterchen „stillt“, ruft besorgte Internetnutzer auf den Plan.

Die Facebook-Seite „Breastfeeding Mama Talk“ lud am 8. Januar ein Bild von einem Kleinkind hoch, das versucht, sein kleines Geschwisterchen zu stillen. Daneben prangt der Text „Keine Sorge, Mama, ich mach das schon!“ Das niedliche „Stillfoto“ zeigt, dass Kleinkinder nun einmal gerne die Menschen imitieren, die sie am meisten lieben.

Obwohl das Stillfoto offensichtlich als lustige Anspielung darauf gemeint ist, wie sehr das Stillen die Kleinen prägt, rief es eine Menge Kritiker auf den Plan. Während einige sich in den Kommentaren zu dem Facebook-Post einfach sorgen, dass der kleine Junge das Baby aus Versehen ersticken könnte, wenn er ihm die Brust über den Mund legt, sehen andere sogar Kinderpornografie in dem Bild: „Das ist krank und kinderpornografisch. Diese Kinder sollten den Eltern abgenommen und der Fotograf festgenommen werden“, schreibt ein User.

Viele posten eigene „Stillfotos“ ihrer Kinder

Doch nicht alle zeigen sich so besorgt angesichts des Fotos. Schließlich ist nicht davon auszugehen, dass die beiden Kinder beim Spielen alleine waren. Um die Organisation „Breastfeeding Mama Talk“ weiterhin zu unterstützen, teilen deshalb viele Eltern ihre eigenen Bilder und Geschichten von ihren Kindern, die entweder die jüngeren Geschwister, die Lieblingspuppe oder auch die Mami stillen wollen. „Wer darin Pornografie sieht, sollte keine Kinder haben“, schreibt eine Leserin. „Warum ist es okay, dass es Schwangerschafts-Barbies und stillende Puppen gibt, aber wenn ein Kleinkind stillen möchte, rasten die Leute aus?“

Ob positiv oder negativ, das Stillfoto hat auf jeden Fall eine Menge Aufmerksamkeit erlangt. Es wurde über 15.000 Mal geteilt und gute 21.000 Mal mit „Gefällt mir“ markiert. Wir finden: Solange die Sicherheit beider Kinder gewährleistet ist, sollten sie spielen dürfen, was sie möchten!

Bildquelle: iStock/AnnaOmelchenko

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