Streit als Chance

In der aktuellen Themenwoche beschäftigt sich die ZEIT ONLINE mit dem Thema „Endlich richtig streiten“. Streit-Experten raten Eltern dazu, einen Streit in der Familie und vor allem mit dem Kind auszutragen. Eine gesunde Streitkultur sei wichtiger als unreflektiertes Einigen um des lieben Friedens Willen.

Streiten gehört zu unserem Alltag, ob mit dem Partner, mit dem Arbeitskollegen oder den Behörden. Gerade Eltern fällt es im Streit mit ihren Kindern schwer, ihre Bedürfnisse auszudrücken. Dabei ist Streiten wichtig für unsere eigene Identität und die Beziehung zu Anderen. Im SPIEGEL ONLINE stand das Thema Streit letzte Woche im Fokus. Im Rahmen dessen sprach das Team mit Elternberatern und Konflikt-Coaches.

Streit ist Bestandteil bedeutungsvoller Beziehungen

„Wer nicht mindestens 25 Konflikte am Tag hat, hat keine bedeutungsvollen Beziehungen“, so das Zitat von Familientherapeut Jesper Juul. Diesen Satz liest jeder, der die Seminarreihe „familylab“ für Eltern in der Praxis der Elternberater Wolfgang Bergmann und Britta Kolbe in Bielefeld besucht. Juul gründete „familylab“ und ist wie Bergmann und Kolbe auch der Meinung, dass Streit ein wichtiger Bestandteil von Beziehungen ist, die Bestand haben. Gerade Eltern haben oft falsche Vorstellungen von ihrer Rolle oder der Freiheit, die eigenen Bedürfnisse ihren Kindern gegenüber klar zu formulieren.

Mit mehr Streit zu mehr Harmonie?

Streiten will gelernt sein.

Streit in der Familie sollte ausgetragen werden.


Die Elternberater in der Bielefelder LeichtSinn Praxis empfehlen Eltern, öfter „ich will“ zu sagen. Sie sollten ihre Angst davor, egoistisch zu sein, überwinden und stattdessen zu ihren Bedürfnissen stehen. Indem Eltern ihre Bedürfnisse klar aussprechen, eröffnen sie den Dialog. Kinder reagieren dann oft ähnlich und äußern die eigenen Bedürfnisse, was zu mehr Streit führen kann. Doch das ist nichts Schlechtes. Streit ist laut Bergmann und Kolbe eine Chance, Nörgeleien und Machtkämpfe aus dem Weg zu räumen und sich stattdessen deutlich und wenn nötig auch vehement auszutauschen, um am Ende einen Kompromiss zu finden.
Ob diese Tipps aus der LeichtSinn Praxis in der Praxis umzusetzen sind, bezweifeln laut SPIEGEL ONLINE manche Eltern, die das Seminar besuchten.

Der SPIEGEL ONLINE widmete sich letzte Woche dem Thema Streit und Konflikt und der Chance für einen Neuanfang, die jedem Streit innewohnt. Eltern sollten sich nicht davor scheuen, ihren Kindern gegenüber klar zu sagen, was sie wollen. Auf diese Weise ergibt sich vielleicht mehr Streit, aber auch weniger destruktive Machtkämpfe.

Bildquelle: Rimma Zaytseva/ Dreamstime.com


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Was denkst du?

  • Lego_Mami am 28.11.2012 um 10:14 Uhr

    Ich finde es auch wichtig,dass man über alles spricht, aber gerade bei Kindern ist es oft schwierig, weil sie entweder in der Trotzphase sind oder in der Pubertät.

    Antworten
  • ConnyFrog am 26.11.2012 um 11:40 Uhr

    Streiten kann defininitiv gut tun, wenn man dadurch etwas klären kann. Allerdings sollte der rauhe Ton nie die Überhand nehmen. Sachlich diskutieren finde ich immer noch besser.

    Antworten
  • secondmum am 26.11.2012 um 09:26 Uhr

    Konflikte aussprechen ist sicher besser, als alles totzuschweigen. Macht die Luft auch viel schneller wieder rein. Aber so ganz einfach ist das auch nicht immer. Manchmal dauert es halt ein bisschen, bis man über etwas reden kann, gerade bei Kindern.

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