Stress fördert Süchte

Stress in der Schwangerschaft fördert Suchtgefahr

Stress in der Schwangerschaft fördert Suchtgefahr

Portugiesische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Stress in der Schwangerschaft das Suchtverhalten fördern kann. Sie führten einen Versuch mit Ratten durch, der dieses Ergebnis brachte.

Dass Stress und Aufregung während einer Schwangerschaft nicht gut für die Gesundheit des Kindes sind, ist bereits bekannt. Forscher der Universität Minho in Portugal haben nun jedoch herausgefunden, dass Stress in der Schwangerschaft auch zu erhöhtem Suchtverhalten der Kinder im Erwachsenenalter führen kann.

Stress in der Schwangerschaft bei Ratten erprobt

Diese Erkenntnis stammt aus einem Versuch mit schwangeren Ratten, denen als Stresshormone Glukokortikoide injiziert wurden. Die Rattenbabys zeigten dadurch später Veränderungen in der Gehirnstruktur, die den Anomalien von Drogensüchtigen ähneln. Außerdem waren die Ratten anfälliger für Suchtstoffe wie Alkohol und Opiate. Daraus schließen Ana João Rodrigues und Nuno Sousa, die den Versuch leiteten, dass sich Stress in der Schwangerschaft auch auf menschliche Babys auswirken könnte.

Stress in der Schwangerschaft ist ungesund
Stress in der Schwangerschaft kann zu Suchtverhalten beim Kind führen

Auswirkungen von Stress in der Schwangerschaft rückgängig machen

Ein überraschendes Resultat dieses Versuches war die Erkenntnis, dass die Auswirkungen wieder rückgängig gemacht werden konnten. Dies geschah durch die Verabreichung von Dopamin. Damit sank auch die erhöhte Anfälligkeit für Suchtstoffe bei den Ratten wieder. Die Forscher sehen darin eine Möglichkeit, Drogensüchtige zu behandeln und suchtgefährdete Menschen vorbeugend zu behandeln. Um diese Erkenntnisse zu sichern, müssten aber noch weitere Forschungen stattfinden.

Was denkst Du?

Lies auch