Super Nanny abgesetzt

Nach sieben erfolgreichen Jahren wird die RTL-Sendung „Die Super Nanny“ eingestellt. Sowohl Katharina Saalfrank als auch der Deutsche Kinderschutzbund zeigen sich erfreut darüber.

Nach 145 Folgen der „Super Nanny“ hat Diplom-Pädagogin Katharina Saalfrank die Zusammenarbeit mit dem Privatsender RTL beendet. Angeblich verlief das Ende einvernehmlich, laut dem „Spiegel“-Magazin gab es jedoch Differenzen zwischen Saalfrank und dem TV-Sender.

Super Nanny war unzufrieden

So habe Saalfrank ihre „pädagogischen Interessen“ gefährdet gesehen, da RTL wiederholt in ihre Arbeit eingegriffen habe. In einer internen E-Mail, die dem „Spiegel“ vorliegt, habe die „Super Nanny“ außerdem kritisiert, dass das Format nicht mehr authentisch genug sei und sich zu einer „gescripteten“ Realität hin entwickelt habe.

Kinderschutzbund gegen Super Nanny

Die Coaching-Sendung stand schon länger in der Kritik. Allen voran zeigte sich der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB), der sich schon seit Beginn der Sendung 2004 gegen die „entwürdigende Zurschaustellung“ der Kinder ausgesprochen hatte. Im September dieses Jahres wurde eine Folge gezeigt, in der eine Mutter ihr Kind schlug. Weder das RTL-Team noch Katharina Saalfrank hatten eingegriffen. Der DKSB schrieb daraufhin einen Brief an den Sender. Im Mai 2010 war RTL für eine ähnliche Situation bereits eine Strafe von 30.000 Euro vonseiten des Jugendmedienschutzes auferlegt worden.

Die RTL-Sendung “Die Super Nanny” wird abgesetzt


Familien suchten Hilfe nach „Super Nanny“

Mehrere Familien hatten sich nach ihrer Teilnahme an den DKSB gewandt und von „gezielter Manipulation“ gesprochen. Es sei bei vielen der Eindruck entstanden, dass es nicht mehr darum ging, den Kindern zu helfen, sondern möglichst dramatische Situationen einzufangen.
Medien-Experten wie Maria von Welser kritisieren nun auch die Vorgehensweise von Saalfrank selbst, so habe sie sich kein Einspruchsrecht gesichert, mit dem sie die Ausstrahlung verschiedener Sendungen hätte verhindern können. Christian Zainhofer vom DKSB betont auch die Spätfolgen für die Kinder wie Mobbing an der Schule oder in ihrem Heimatort. Katharina Saalfrank äußerte sich in einer Pressemitteilung von RTL nur positiv über ihre Zusammenarbeit mit dem Sender und freut sich darüber, dass die Sendung dazu geführt habe, dass eine Familienberatung in der Gesellschaft mehr akzeptiert werde.

Bildquelle:RTL

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