Vergiftung: Vorsicht bei Zwergmispel und Eibe

Bunte Früchte sehen schön aus und ziehen Kinder magisch an. Doch Vorsicht ist geboten, denn bei vielen Beeren führt der Verzehr zu einer Vergiftung.

Wenn Kinder in der Natur unterwegs sind, lassen sie sich gern von bunten Beeren und interessant aussehenden Pflanzen anlocken. Es ist normal, dass sie sehr neugierig sind und auch mal das ein oder andere in den Mund stecken. Doch nicht alles kann bedenkenlos verzehrt werden. Helmut Hentschel, Leiter des Giftinformationszentrums im Raum Erfurt, warnt besonders vor Zwergmispel und Eibe. Diese Pflanzen können Vergiftungen hervorrufen und unter Umständen lebensbedrohlich sein.

Genuss von Zwergmispel und Eibe führt zu Vergiftung

Die Zwergmispel ist ein Bodendecker, der rote Beeren produziert. Sie kommt häufig in Parks und Gärten vor. Orte, an denen sich Familien oft aufhalten. Einige Pflanzenteile enthalten das blausäurehaltige Glycosid Amygdalin. Blausäure kann zu einer lebensgefährlichen Vergiftung führen: Sie beeinträchtigt die Zellatmung, was eine innere Erstickung zur Folge hat.

Eiben, immergrüne Nadelgewächse, die ebenfalls rote Beeren hervorbringen, sind ähnlich gefährlich. Hierbei kann nur der geleeartige Fruchtmantel keine Vergiftung verursachen, der Rest der Pflanze ist für den Menschen giftig. Die Eibe wurde zur Giftpflanze 2011 gewählt und trägt den Beinamen „Totenbaum“.

Vergiftungen durch Beeren kommen immer wieder vor. Bei Zwergmispel und EIbe ist also Vorsicht geboten.

Beeren schmecken lecker. Vor allem bei selbst gepflückten Beeren ist aber Vorsicht wegen der Gefahr einer Vergiftung geboten.


Das richtige Verhalten bei einer Vergiftung

Wenn die Gefahr besteht, dass ein Kind mit einem giftigen Gewächs in Berührung gekommen ist, sollte man in jedem Fall den Giftnotruf benachrichtigen. In keinem Fall darf bei Symptomen von Vergiftung Salzwasser gegeben werden, um Erbrechen auszulösen. Diese Maßnahme ist nicht nur gefährlich, sondern auch verboten. Hilfreich ist es, Fotos von den jeweiligen Pflanzen zu machen und diese dem Experten vorzulegen. Im Giftinformationszentrum in Erfurt gehen jährlich etwa 21.000 Anfragen zum Thema Vergiftung ein, die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein.


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  1. Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  2. Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!

Was denkst du?

  • Mondscheinbee am 11.10.2011 um 12:35 Uhr

    ich schließe mich den anderen an, am besten direkt vor den roten beeren warnen,damit die kleinen da garnicht erst rangehen.

    Antworten
  • sarahlena am 06.10.2011 um 17:24 Uhr

    Ja, genau. Ich bin bei Wildbeeren auch immer sehr vorsichtig (aber auch bei Pilzen und ähnlichem).

    Antworten
  • star79 am 05.10.2011 um 17:03 Uhr

    da stimme ich wuselmama zu, man selbst ist ja auch vor giftigen vogelbeeren gewarnt worden.

    Antworten
  • Wuselmama am 05.10.2011 um 13:06 Uhr

    Deshalb finde ich es wichtig Kindern genau zu zeigen, welche Pflanzen giftig sind und welche nicht.

    Antworten