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Viele Schwangere leiden an Depressionen

Schon vor Geburt

Viele Schwangere leiden an Depressionen

Das Tabuthema „Postpartale Depression“ erhält durch zahlreiche mutige Stars, die mit ihren Problemen an die Öffentlichkeit treten, immer mehr Aufmerksamkeit. So sollen unter anderem Hayden Pannettiere, Courteney Cox und Gwyneth Paltrow mit dem Baby Blues zu kämpfen gehabt haben. Doch eine aktuelle Umfrage zeigt, dass nicht erst mit der Geburt Depressionen auftauchen. Schon während der Schwangerschaft sind viele Frauen betroffen.

Wenn ein Baby auf die Welt kommt, ändert sich das Leben der Mutter schlagartig. Für viele Frauen stellt sich jedoch nicht die erwartete Glückseligkeit ein, sondern Depressionen greifen um sich. Auch wenn die sogenannte postpartale Depression nach wie vor stigmatisiert wird, sorgen Stars wie Hayden Pannetiere dafür, dass inzwischen mehr und mehr über das Thema gesprochen wird. Die Mutter der im vergangenen Dezember geborenen kleinen Kaya sorgte kürzlich für Aufsehen, als sie offen über ihre Wochenbettdepression sprach. Doch auch wenn die Bezeichnung „postpartal“ (auch „postnatal“) für Depressionen nach der Geburt steht, zeigt eine aktuelle Umfrage des britischen Portals „BabyCentre“, dass auch bereits während der Schwangerschaft viele Frauen an Depressionen leiden.

Schwangere weint auf der Couch
Ein Drittel aller befragten Schwangeren leidet an Depressionen.

An der sogenannten „antenatalen Depression“ leiden offiziellen Daten zufolge etwa 10 bis 15 Prozent aller Schwangeren. Die Erhebung von „BabyCentre“ unter 1.000 Schwangeren in Großbritannien lässt jedoch vermuten, dass die tatsächliche Anzahl weitaus höher ist. Von den Befragten litten 30 Prozent regelmäßig an fünf oder mehr Schlüsselindikatoren für vorgeburtliche Depressionen – wie zum Beispiel Panikattacken, Desinteresse an alltäglichen Aktivitäten und grundlosem Weinen. Doch statt mit der Hebamme oder dem Arzt über diese Symptome zu sprechen, behalten mehr als die Hälfte der werdenden Mütter sie für sich. Als Grund dafür geben 74 Prozent an, dass sie sich schuldig fühlten, 62 Prozent seien diese Gefühle peinlich und mit 58 Prozent fürchteten mehr als die Hälfte, von den Menschen um sie herum verurteilt zu werden, wenn sie Hilfe wegen psychischer Probleme in Anspruch nähmen.

Depressionen noch immer stigmatisiert

Aus diesen Antworten geht hervor, wie groß das Stigma um Depressionen noch immer ist – vor allem, wenn sie das eigentliche Wunder der Schwangerschaft und Geburt betreffen. Oftmals werden depressive Stimmungen auf die Hormonschwankungen geschoben und Schwangeren wird geraten, sich zu gedulden und zu entspannen. Die Umfrageergebnisse zeigen jedoch, dass es damit allein nicht getan ist. Erst wenn psychische Erkrankungen nicht mehr verurteilt werden, wird es den Betroffenen leichter fallen, Hilfe zu suchen.

Depressionen während der Schwangerschaft treten weit häufiger auf, als allgemein angenommen. Einer Umfrage unter 1.000 Schwangeren zufolge leidet ein knappes Drittel an regelmäßigen Schlüsselindikatoren – doch nur 42 Prozent der Betroffenen suchen Rat bei medizinischem Fachpersonal.

Bildquelle: iStock/LuckyBusiness

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