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Apfelkuchen geht immer

Allroundtalent

Apfelkuchen geht immer

Herbstzeit ist Apfelkuchenzeit! Wenn im Garten die pausbäckigen Früchte reif am Baum hängen, gibt es fast keinen besseren Weg, die kleinen Leckerbissen zu verarbeiten, als einen saftigen Apfelkuchen zu backen. Wir verraten Dir, welche Sorten sich besonders eignen und was es sonst noch praktisches zu wissen gibt.

Klar, eigentlich kann man Apfelkuchen das ganze Jahr über essen. Zum einen schmeckt Apfelkuchen einfach immer, zum anderen ist das Obst ständig verfügbar, sodass man seiner Lust nach Apfelkuchen jederzeit frönen kann. Doch der Herbst mit seiner herannahenden Erntezeit ist prädestiniert, um mindestens einen herrlich duftenden Kuchen zu backen, der die knackigen Früchte zum Star macht. Im Juli werden die ersten Früchte reif, im September haben Äpfel Hochsaison, im November klingt sie langsam wieder aus. An sich kann jeder Apfel in einem Apfelkuchen glänzen, doch besonders gut eignen sich die sogenannten Backäpfel: Das sind saftige, säuerliche Sorten mit einem festen Fleisch, das die Hitze im Backofen gut übersteht und nicht einfach zerfällt. Zu diesen Sorten zählen Sorten wie Boskoop, Cox Orange, Jonagold oder auch Gravensteiner. „Das“ klassische Rezept für Apfelkuchen gibt es nicht, die Vielfalt ist einfach zu groß um zu behaupten, dass ein bestimmter Kuchen als Ursprung oder beliebter Dauerbrenner gelten könnte.

Unwiderstehlich: Apfelkuchen ist nicht nur im Herbst ein echter Leckerbissen
Unwiderstehlich: Apfelkuchen ist nicht nur im Herbst ein echter Leckerbissen

Rund oder Eckig? Apfelkuchen in allen Formen

Zück die Backform, denn mit einem Stück Apfelkuchen ist das Leben gleich viel süßer. Doch welche Backform braucht man für Apfelkuchen? Die Antwort: Die, die man benutzen möchte oder gerade zur Hand hat. Ein Backblech ergibt natürlich – je nach Größe – viele handliche Stücke, die sich super auch ohne Geschirr verputzen lassen, denn ein Blechkuchen hat meistens einen dicken Boden und einen verhältnismäßig dünnen Belag. Damit ist ein Apfelkuchen vom Blech ideal für unterwegs oder um die Kollegen auf der Arbeit mal wieder zu verwöhnen. Meistens basiert ein Blech-Apfelkuchen auf einem saftigen, locker-leichten Hefeteig, auf dem sich knackige Apfelscheiben aneinanderreihen. Wer mit der Füllung nicht geizen möchte, greift für den Apfelkuchen zur Springform. Ihr hoher Rand sorgt dafür, dass jede Menge Platz für viele Äpfel vorhanden ist. Damit sich der Boden in Zurückhaltung übt und die Äpfel ganz klar im Vordergrund stehen, wird bei einem Apfelkuchen aus der Springform gern auf einen Mürbeteig zurückgegriffen, der beim Backen nur minimal aufgeht. Er weicht nicht auf und bildet einen schönen, knusprigen Kontrast zur saftigen Füllung. Selbst als Gugelhupf oder in einer Kastenform lässt sich Apfelkuchen hervorragend backen. Diese Backformen eignen sich besonders für würzige Rührteige mit Vanille, Zimt, Rum oder Calvados, die saftige Apfelstücke enthalten. Ein besonderes Flair bekommt ein Apfelkuchen aus der Kasten- oder Gugelhupfform, wenn beim Backen die oberste Schicht aus feinen Apfelscheiben besteht, die nach dem Stürzen einen süßen, saftigen „Boden“ bilden.

Variationsreicher Apfelkuchen

Die Form allein sorgt natürlich nicht für die schier unendliche Vielfalt, die Apfelkuchen ermöglicht. Das pausbäckige Obst ist nicht nur als reiner Apfelkuchen ein echter Genuss, es lässt sich auch hervorragend mit anderen Leckereien kombinieren. Knackige Mandelstifte oder –blätter verleihen jedem Apfelkuchen Biss. Wer es knusprig mag, backt einen Apfelkuchen mit Streuseln oder stellt einen gedeckten Apfelkuchen her, bei dem eine Schicht Mürbeteig das letzte Wort hat, bevor er in den Backofen geschoben wird. Für Liebhaber von cremigen Apfelkuchen ist ein Käse- oder Schmandkuchen eine echte Verführung, der versunkene Apfelstücke wie kleine, unentdeckte Schätze in sich birgt. Und noch eine Zutat ist wie gemacht für die Kombination mit Äpfeln: Rosinen. Sie mögen vielleicht die Geister spalten, doch wer die kleinen Leckerbissen mag, wird sie im Apfelkuchen einfach großartig finden.

Apfelkuchen around the world

Nicht nur in Deutschland ist Apfelkuchen ein echter Klassiker, der einfach nicht langweilig wird. Auch in anderen Ländern wird die Liaison aus knackigen Äpfeln und süßem Teig so gefeiert, dass es echte Nationalgerichte sind. In Frankreich ist es die Tarte Tatin, einem Apfelkuchen auf Mürbe- oder Blätterteig, der direkt nach dem Backen gestürzt wird. Die Apfelscheiben werden dabei von einer feinen Karamellschicht überzogen. In den USA gehört der Apple Pie zu den wohl bekanntesten Kuchen, er wird in einer drei bis vier Zentimeter tiefen Form zubereitet, sodass er reichlich Apfelstücke aufnehmen kann. Gebacken wird der Apple Pie unter einer knusprigen Teigdecke, auf diese Weise bleibt die Füllung besonders saftig. Der Apfelstrudel wiederum ist als Wiener Spezialität bekannt, er besticht durch einen handgezogenen Teig, der so hauchdünn ist, dass man fast schon durch ihn hindurchsehen kann.

Herbst ohne ein Stück Apfelkuchen ist wie Sommer ohne Eiscreme. Der Variationsreichtum von Apfelkuchen sorgt dafür, dass wirklich für jeden Geschmack das passende Rezept dabei ist, dabei ist die Jahreszeit eigentlich egal. Ob ein reiner Apfelkuchen, aufgepeppt mit Streuseln, kombiniert mit Mandeln, Rosinen oder cremigem Käsekuchen, Du hast die Qual, der Wahl. Wer also nicht weiß, was mit übrig gebliebenen Äpfeln geschehen soll, verbackt sie einfach zu einem Apfelkuchen. Oder zwei, oder drei…

Bildquelle: iStock/sugar0607

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