Billig kochen: Mit kleinem Geld Großes kochen

Klein aber fein

Billig kochen mit kleinem Geld

Anna-Maria von Kentzinsky am 12.09.2014

Kochen muss nicht teuer sein. Wenn Du Dir gern diese coolen Sneaker zulegen möchtest oder Du der Meinung bist, dass Dein Urlaubs-Sparschwein viel zu mager ist und mal wieder mit Münzen gefüttert werden sollte, ist das gar kein Problem. Die Lösung: billig kochen! Mit dem richtigen Know-How sparst Du in der Küche eine Menge Geld, ohne dass Deine Geschmacksknospen darunter leiden müssen. Denn billig kochen und kulinarischer Genuss sind keine Gegensätze. Wir zeigen Dir, wie Du ganz einfach billig kochen kannst.

Billig kochen, Step One: Planung ist alles

Billig kochen beginnt schon lange vor dem Einschalten Deines Herdes. Schon beim Gang in den Supermarkt kannst Du so einige Euros sparen, die Du stattdessen in andere Dinge investieren kannst oder mit denen Du das Sparschweinchen mästest. Damit die Rechnung an der Kasse schmaler ausfällt, sind günstige Zutaten wichtig. Um billig zu kochen heißt das aber noch lange nicht, dass Du Dich ab sofort nur noch von Nudeln mit Ketchup oder Reis mit Ei ernährst, tatsächlich kann billig kochen überraschend vielfältig sein. Aber: Nudeln und Reis gehören, wie auch Kartoffeln, zu den Nahrungsmitteln, die nicht nur preiswert sind, sie lassen sich auch noch lange lagern, und bilden die Grundlage der vielseitigsten Gerichte. Um billig zu kochen sollte die Gemüseabteilung mit zu Deinen Lieblingsorten zählen. Klingt nach einem Widerspruch? Keinesfalls, denn Gemüse ist günstiger als Fleisch und mit den knackigen Vitaminbomben bringst Du nicht nur jede Menge Abwechslung auf den Teller sondern sorgst auch dafür, dass Du fit und gesund bleibst.

Besonders erfolgreich wird das Projekt „Billig kochen“ mit saisonalem Gemüse: Im Winter bekommst Du einen großen Kopf Kohl für ein Apfel und ein Ei, im Frühling ist Feldsalat besonders günstig, während im Sommer Möhren und Zucchini Hochkonjunktur haben und der Herbst mit seinen kräftigen Kürbissen lockt. Wenn Du bei Deinen Leckereien darauf achtest, dass Gemüse der Saison mit von der Partie ist, ja vielleicht sogar die Hauptrolle spielt, wirst Du fast automatisch billig kochen. Wer billig kochen möchte, sollte Fleisch nur ein bis zwei Mal in der Woche auf dem Speiseplan stehen haben, denn egal, ob Rind, Huhn oder Schwein, Fleisch ist verhältnismäßig teuer. Wenn es schon Fleisch gibt, dann sollte es auch von guter Qualität sein, das macht nicht nur geschmacklich und gesundheitlich einen Unterschied, sondern stellt auch eine artgerechte Tierhaltung sicher. Doch bevor Du Dich nun voller Enthusiasmus auf dem Weg zum Einkaufen machst, nimm Dir kurz Zeit, einen Zettel und einen Stift, denn wer plant spart bares Geld.

Um billig kochen zu perfektionieren, bestimmst Du für die ganze Woche, was auf den Teller kommt. So stellst Du sicher, dass alle eingekauften Lebensmittel auch wirklich verbraucht werden und keine halbvollen Packungen im Müll landen. Kombiniere Rezepte, die teilweise die gleichen Zutaten enthalten und doch Abwechslung für Deine Geschmacksknospen garantieren. Wie wäre es zum Beispiel mit einer köstlichen Lasagne mit viel Gemüse am Montag und einem deftigen Gemüseeintopf mit Hack am Dienstag? Oder Du kochst gleich große Portionen und kannst entweder über mehrere Tage von Deiner Leckerei essen oder sie portionsweise einfrieren und Dich so immer daran erfreuen, sobald Dich die Lust danach packt. Um zu verhindern, dass Spontankäufe im Einkaufswagen landen und aus billig kochen auf einmal teuer kochen wird, schreibst Du Dir am besten einen Einkaufszettel, auf dem auch die Mengen stehen. So hast Du nicht nur zuhause alles griffbereit, sondern lässt auch alles links liegen, was Du eigentlich nicht brauchst. Jetzt aber los, einkaufen!

Billig kochen auf hohem Niveau

Billig kochen ist mit Spaghetti Carbonara nicht nur günstig, sondern köstlich!

Billig kochen, Step Two: Clever einkaufen

Billig kochen heißt nicht, dass Du ausschließlich im Discounter einkaufen musst. Auch normale Supermärkte führen Eigenmarken, die sich preislich deutlich von der Markenware unterscheidet. Wer jetzt glaubt, dass diese weniger bunt verpackten Eigenmarken mit einem qualitativ minderwertigen Inhalt daher kommen, hat sich schwer getäuscht. Bei Stiftung Warentest schneiden die günstigen Eigenmarken regelmäßig mit guten Noten ab und brauchen sich nicht hinter Markenprodukten zu verstecken. Da macht billig Kochen doch gleich doppelt Spaß. Damit das auch so bleibt, lässt Du Fertigprodukte lieber im Regal, auch wenn sie auf den ersten Blick günstig erscheinen und so schön einfach sind. Denn schon 2011 hat die Verbraucherzentrale Hamburg festgestellt, dass Du mit ihnen nicht billig kochen kannst, im Gegenteil: Durchschnittlich sind Fertiglebensmittel 184 Prozent teurer als die Zutaten, die Du einkaufst um selbst zu kochen. Dabei sparst Du nicht nur am Preis, sondern auch an unnötigen Zusatzstoffen, die Dein Essen (und Dein Körper) nicht brauchen. Gerade beim billig Kochen ist ein Blick auf das Preisschild immer eine gute Idee. Doch lass Dich dabei nicht von dem Preis für das Produkt aufs Glatteis führen und lies besser das Kleingedruckte: Das versteckt sich meist unten links auf dem Preisschild und verrät Dir entweder den Preis pro Kilogramm oder den Preis für 100 Gramm des Objekts Deiner Begierde. Wenn Du diesen Preis mit größeren oder kleineren Packungen desselben Produktes vergleichst oder wissen möchtest, ob eine andere Marke nicht doch günstiger ist, wird Dich diese kleine Zahl nicht anlügen und deckt sogar Mogelpackungen auf. Gerade Obst und Gemüse, aber auch Käse und andere Lebensmittel bekommst Du in Großpackungen, Einzeln oder als Single-Portion. Klar, Großpackungen sind meistens günstiger, doch ob es sich für Dich lohnt, gleich das XXL-Paket in den Wagen zu legen, hängt ganz von Deiner Einkaufliste ab. Planst Du die Woche über Lasagne, Tomatensuppe und Pizza, dann kannst Du gar nicht zu viele Tomaten haben und greift gleich zur Großpackung. Kommen die roten Früchtchen vielleicht mal in einen Salat, dann reicht es, Dir zwei oder drei von Ihnen einzupacken.

Billig kochen, Step Three: Rezepte für den kleinen Geldbeutel

Gerichte, die mit wenigen und günstigen Zutaten auskommen, sie wie gemacht, um billig zu kochen. Ein kulinarischer Ausflug nach Bella Italia und billig kochen kann man nicht unter einen Hut bringen? Klar kann man! Die Italiener sind bekannt dafür, dass ihre essbaren Berühmtheiten nicht nur geschmacklich echtes Suchtpotential an den Tag legen, sondern auch durch ihr oftmals simples Wesen bestechen. Spaghetti Carbonara zum Beispiel ist wie gemacht, um billig zu kochen: Alles, was Du brauchst sind Eier, etwas Parmesan und eine Handvoll Speck und schon hast Du alles, was Du für diese Leckerei benötigst. Da Du bei Spaghetti Carbonara lediglich die Pasta kochen musst, sparst Du auch noch Strom. Wenn das nicht der Inbegriff von billig kochen ist! Auch fruchtige Pastasoßen, die auf Tomaten aus der Dose basieren, sind nicht nur köstlich, sondern auch günstig. Kein Pastafan? Wie wäre es stattdessen mit leckeren Aufläufen, deftigen Eintöpfen oder feinen Suppen? Als Inspiration haben wir für Dich ein paar Rezepte zusammengestellt, mit denen Du garantiert billig kochen kannst.

Billig kochen mit kleinem Geld

 

Du siehst, mit der richtigen Planung und kleinen Tricks und Kniffen beim Einkaufen wird billig kochen zum Kinderspiel. Damit sparst Du nicht nur jede Menge Geld, beim billig Kochen musst Du Dich auch nie wieder fragen „Was koche ich heute nur?“, denn Du hast ja bereits alles geplant und die Zutaten stehen griffbereit im Kühlschrank. Das Beste daran ist, dass Du beim Geschmack und der Vielfalt der Gerichte keine Abstriche machen musst. Billig kochen ist also wie gemacht für Sparfüchse und Ordnungsliebhaber und für die vielen gesparten Euros hast Du ja vielleicht auch schon einen Plan…

Bildquelle: Thinkstock / seksanwangjaisuk


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