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Traditionsgericht

Bratäpfel: Alle Jahre wieder ein Fest

Bratäpfel: Alle Jahre wieder ein Fest

Bratäpfel sind aus dem Winter einfach nicht wegzudenken. Wenn Du nach dem Weihnachtsshopping aus der kalten City nach Hause kommst gibt es kaum etwas schöneres, als ein dampfender Bratapfel, der seinen süßen Duft in der Wohnung verströmt. Außer natürlich sein köstlicher Geschmack und dass er auch das letzte Quentchen Kälte aus Dir vertreibt. Bratäpfel sind ein Garant für Weihnachtsfeeling und Gemütlichkeit und mit unseren Tipps und Tricks zauberst auch Du die weltbesten Bratäpfel.

Bratäpfel haben eine lange Tradition und haben schon in der Kindheit Deiner Uroma Kinderaugen leuchten lassen. In Zeiten vor dem Überfluss und Supermärkten mit überquellenden Regalen waren Äpfel eine der wenigen Vitaminquellen, die im Spätsommer geerntet und den ganzen Winter über gelagert werden konnten. Gerade Familien, die finanziell weniger gut betucht waren, mussten sich ganz schön was einfallen lassen, um zur Weihnachtszeit etwas Besonderes auf den Tisch zu bringen. Ursprünglich waren Bratäpfel Äpfel, die in einem feuerfesten Gefäß einfach mit in den Kamin gestellt wurden und dank der Hitze wunderbar weich, saftig und süß wieder heraus kamen und ganz nebenbei auch noch gegen die Kälte halfen. Wer etwas Geld auf der hohen Kante hatte, spickte die Bratäpfel zusätzlich noch mit wertvollen und knackigen Mandeln oder bestreute sie für mehr Süße und mehr weihnachtliche Aromen mit einer Prise Zucker und Zimt. Groß und Klein waren auch damals schon ganz vernarrt in köstliche Bratäpfel, so sehr, dass ihnen ein Gedicht gewidmet wurde, dass vermutlich um 1901 von Fritz und Emily Kögel verfasst wurde:

Der Bratapfel

Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel,
der Kapfel, der gelbrote Apfel.

Kinder, lauf schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel,
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken,
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

Baked apples with nuts and raisins
Oh Du Fröhliche.... Bratäpfel zaubern jeder Naschkatze ein Lächeln ins Gesicht

Bratäpfel: So verwöhnst Du auch Deine Liebsten zur Weihnachtszeit

Bratäpfel auf den Tisch zu zaubern ist keine Hexerei, im Gegenteil, kaum ein Dessert ist so einfach und schnell gemacht wie Bratäpfel! Damit sie auch die weltbesten Bratäpfel werden, greifst Du am besten zu säuerlichen Äpfeln mit einem festen Fruchtfleisch. Sorten wie Boskoop, Elstar und Braeburn sind wie gemacht, um sie in perfekte Bratäpfel zu verwandeln. Wenn Du Dir unsicher bist, frag beim Obststand auf dem Grünmarkt nach Backäpfeln. Doch bevor Du Dich von Deinem Elan mitreißen lässt, solltest Du erst Deine Gäste nach ihren Wünschen fragen, denn bei Bratäpfeln verhält es sich wie mit einem guten Steak. Du möchtest sicher nicht, dass die viele Liebesmüh umsonst war und Deine Bratäpfel verschmäht werden, weil Deine Gäste kein Marzipan mögen oder auf Nüsse allergisch reagieren, stimmts? Alles notiert? Super, dann kann es jetzt losgehen.

Die Vorbereitung: Als erstes solltest Du die Äpfel waschen und abtrocknen, dann werden sie geköpft! Schneide die Äpfel etwa zwei Finger breit unter dem Stiel in zwei Teile und hebe den „Deckel“ ab. Jetzt kommt der schwierigste Part des ganzen Unterfangens, doch keine Bange, auch den wirst Du schnell gemeistert haben. Mit einem Küchenhelfer, jenem zylindrischen Werkzeug, das sich in vielen Küchenschubladen dieser Nation versteckt, entfernst Du das Kerngehäuse. Achte nur darauf, dass Du den Apfel nicht durchstichst oder im Fall der Fälle das unterste Stück wieder einsetzt. Wenn Du keinen Küchenhelfer zur Hand hast, tut ein kleines Küchenmesser auch verlässliche Dienste. Wenn Dir der Sinn nach mehr Platz für Füllung steht, dann höhlst Du die Äpfel weiter aus.

Die Füllung: Nun kommt hinein, was schmeckt: Die Klassiker sind natürlich Mandeln und Marzipan, aber auch Walnüsse, Datteln und Rosinen finden alle Jahre wieder ihren Weg in Bratäpfel. Getrocknete Früchte wie Feigen, Aprikosen oder Cranberries sorgen ebenfalls immer für eine fruchtig-süße Überraschung und mit Gewürzen wie Zimt, Nelken, Muskat und Vanille kannst Du nichts falsch machen.

Backe, backe Bratapfel: Sind die Bratäpfel gefüllt, setzt Du ihren Deckel wieder auf und schiebst sie für eine gute halbe Stunde bei 180°C in den Backofen. Danach nur kurz abkühlen lassen und schon kann die Schlemmerei losgehen. Perfekte Begleiter für Bratäpfel sind übrigens Vanillesoße oder mildes Vanilleeis, doch auch Nuss- oder Karamelleis können Deine Bratäpfel perfekt abrunden.

Variationsreiche Bratäpfel

Wenn Du den Klassiker neu interpretieren und Deine Liebsten kulinarisch zum Staunen bringen möchtest, dann setzt Du statt auf die Altbekannten auf neue und kreative Füllungen: So kommen Bratäpfel gefüllt mit knackigem Spekulatius oder weichem Lebkuchen bestimmt richtig gut an und auch Erdnussbutter eröffnet ungeahnte Genüsse, denn die Paste harmoniert hervorragend mit Äpfeln, egal, ob roh oder gebacken! Eine pfiffige Idee ist es auch, Bratäpfel mit feinem Milchreis zu füllen oder gar einen cremigen Cheesecake in ihnen zu backen: Einfach den rohen Apfel aushöhlen, etwas zerkrümelte Vollkornkekse oder würzigen Spekulatius hineinstreuen und eine Cheesecake-Masse Deiner Wahl hinein gießen – zum Beispiel pur, frisch mit Zitrone oder süß mit Karamell – und etwa eine halbe Stunde um Ofen backen. Danach ist es allerdings wichtig, dass sich der Cheesecake im Kühlschrank etwas setzen kann, bevor Du die Bratäpfel noch einmal etwas aufwärmst, um sie Deinen Liebsten zu servieren. Wenn immer noch nicht das Richtige für Dich dabei war, ist eine köstliche Füllung mit Mohn vielleicht etwas für Deinen Gaumen oder Du genießt Bratäpfel, die mit weißer Schokolade oder geschmorten Marshmallows zu einem besonderen Geschmackserlebnis werden.

Du siehst, Bratäpfel gibt es für wirklich jeden Geschmack! Wenn Dir eher der Sinn nach dem klassischen Weihnachtsdessert ist, füllst Du sie mit Rosinen, Marzipan und Nüssen, wenn Dir der Sinn aber eher nach neuen kulinarischen Ideen steht, sind unsere ausgefalleneren Füllungen für Bratäpfel sicher das Richtige für Dich! Wie auch immer Du Dich entscheidest, lecker werden sie auf jeden Fall und wie könntest Du die Weihnachtszeit schöner feiern als mit Deinen Liebsten, einer Kanne dampfendem Tee und dem Ofen voller Bratäpfel, auf die alle Anwesenden schon voller Vorfreude warten? Wir haben für Dich schon Bratäpfel Rezepte zusammengestellt, so dass Du Dich gleich ins Vergnügen stürzen.

Bratäpfel: Alle Jahre wieder ein Fest

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Bildquelle: Thinkstock / gkrphoto

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