Für Links auf dieser Seite erhält desired ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder lila Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.

Umfrage

Die Deutschen halten Lebensmittel für sicher

Die Deutschen halten Lebensmittel für sicher

Pflanzenschutzmittel in Nahrungsmitteln, Arsen im Reis – wie viele Lebensmittel tatsächlich mit gesundheitsschädlichen Stoffen belastet sind und in welcher Höhe, diese Informationen kommen nur nach und nach ans Licht der Öffentlichkeit. Ob sie dann auch wahrgenommen werden und für wie sicher die Deutschen Lebensmittel halten, untersuchte jetzt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR).

Siebzig Prozent der Deutschen halten Lebensmittel für relativ sicher, zu diesem Ergebnis kam der BfR-Verbrauchermonitor für das erste Halbjahr 2015, nachdem die Angaben von 1016 Befragten ausgewertet wurden. Demnach zählen das Rauchen, Klima- und Umweltbelastungen sowie Alkohol für die Verbraucher zu den größten Risikofaktoren für die Gesundheit. Es ließen sich aber auch Unterschiede in der Wahrnehmung von Lebensmittelbelastungen durch Schadstoffe feststellen: Dass sich Pflanzenschutzmittel in Obst und Gemüse befinden können, Mineralöl in Kosmetika vorkommen kann und sich mitunter Mikroplastik in Lebensmitteln versteckt, ist mehr als der Hälfte der Befragten bekannt.

Young plants growing in a very large plant nursery in the france
Viele Lebensmittel werden in Treibhäusern gezüchtet und industriell weiterverarbeitet. Dennoch halten viele Deutsche sie für sicher

Anders sieht es bei dem Bewusstsein darüber aus, dass Reis mit Arsen belastet sein kann oder dass der Pflanzenschutzwirkstoff Glyphosat umstritten ist und gerade erst eine öffentliche Debatte um dessen Genehmigung ausgefochten wurde. Die größten Risikofaktoren für Lebensmittel, so ergab die Umfrage, sind für die Verbraucher Antibiotikaresistenzen, Chemikalien, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und gentechnisch veränderte Lebensmittel.

Staatliche Regulierung von Lebensmitteln

Der BfR-Verbrauchermonitor ergab außerdem, dass die Deutschen vor allem den Staat in der Pflicht sehen, schädliche Lebensmittel aus dem Verkehr zu ziehen und so die Verbraucher und ihre Gesundheit zu schützen, dazu zählen auch Verbote und strenge Regulierungen. Darüber hinaus wünschen sich mehr als die Hälfte der Befragten eine höhere Transparenz durch objektive und verlässliche Informationen über Lebensmittel und Zusatzstoffe, um sich selbst besser schützen zu können. Gerade einmal zehn Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass sie sich auch ohne staatliche Unterstützung mit den notwendigen Informationen versorgen könnten.

Die Umfrage des BfR zeigt, dass sich die Deutschen über Lebensmittel und ihre Gesundheit viele Gedanken machen und Produkte durchaus hinterfragen. Gleichzeitig ist es spannend zu beobachten, welche Themen die Verbraucher besonders beschäftigen und welche – trotz verhältnismäßig starker Medienpräsenz – im Bewusstsein der Deutschen eher hintere Plätze einnehmen.

Bildquelle: iStock/pixinoo

Was denkst Du?

Galerien

Lies auch