Für Links auf dieser Seite erhält desired ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder lila Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.

Edler Klassiker

Fondue: Kleiner Topf, großer Genuss!

Fondue: Kleiner Topf, großer Genuss!

Das Fondue ist hierzulande ein sehr beliebtes Festmahl, ursprünglich stammt es jedoch aus der gut bürgerlichen französischen Küche. Fondue kann entweder auf der Basis von geschmolzenem Käse, mit siedendem Öl oder auch mit kochender Brühe zubereitet werden, schmackhaft ist das gesellige Gericht allemal. Aufgrund seiner einfachen Vor- und Zubereitung und der praktischen Selbstbedienung am Tisch hat sich das französische Gericht mittlerweile zu einer der beliebtesten Festspeisen des Landes gemausert.

Auch wenn derweil in den Haushalten und Küchen dieser Welt viele verschiedene Variationen des französischen Klassikers existieren, wurden die ersten Fonduegerichte in den Westalpen traditionell aus geschmolzenem Käse zubereitet. Schließlich bedeutet „fondue“ im französischen Wortgebrauch „geschmolzen“. Doch mittlerweile kennt der Fonduetopf längst verschiedene Inhalte wie Brühe, Öl, Wein oder sogar Schokolade. Beim Fondue werden kleine Happen aus Brot, gekochten Kartoffeln, rohem Fleisch oder Gemüse mithilfe spezieller Fonduespieße und -siebchen in den Inhalt des Topfes getunkt und zum Teil darin gegart. Ob dieser nun aus Brühe, Öl oder Käse besteht, bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen.

Fondue_donstock.jpg
Fondue schmeckt nicht nur an Silvester! Entdecke leckere und neue Varianten

Was beim Fondue in keinem Fall fehlen darf, ist der klassische Tischkocher, der unter Feinschmeckern auch Rechaud genannt wird. Denn Fondue wird immer direkt am Tisch zubereitet und eignet sich daher besonders gut für Anlässe, an denen sich viele Gäste um die Speisetafel versammeln. Ein Fondue kann somit Vieles zur schönen Atmosphäre an einem gelungenen Abend mit Freunden beisteuern, denn diese gesellige Art der Nahrungsaufnahme macht nicht nur satt, sondern vor allem Spaß!

Mit dem richtigen Zubehör zu Deinem Wunsch-Fondue

Abgesehen vom praktischen Tischkocher, dem Rechaud, wird für die Zubereitung eines klassischen Käsefondues einen feuerfester Topf benötigt, der auch Caquelon genannt wird. Im Caquelon, einem glasierten dicken Steinguttopf mit Griff, wird der Käse nicht allzu sehr erhitzt, damit er nicht verbrennt. Für das Fondue mit Brühe oder Fett empfiehlt sich hingegen die Verwendung eines Metalltopfes, da das Öl oder die Brühe sehr stark erhitzt werden müssen, um das Fleisch und das Gemüse auch garen zu können. Damit alle Gäste ihre Nahrungsmittel auseinander halten können, benötigt jeder Gast seine eigenen Fonduespieße oder -siebe, die er dann beliebig im Topf positionieren kann. Beim Käsefondue werden keine Spieße benötigt, da hier nach Lust und Laune kleine Brothappen in die Käsemasse getunkt werden. Zum Fleisch-, Gemüse- oder Fischfondue gehören natürlich auch verschiedene Saucen und Dips, wie zum Beispiel Tzaziki, Senf- oder Knoblauchsaucen. Die verschiedenen Saucenvariationen sorgen beim Fondue letztlich für die besondere Würze und den individuellen Geschmack. Für das Schokoladenfondue hingegen gibt es extra Schokobrunnen, die sicherstellen, dass die Schokolade in Bewegung bleibt und nicht hart wird oder verbrennt.

Die verschiedenen Arten des Fondues im Überblick

Beim Fondue Bourguignonne handelt es sich um das klassische Öl-Fondue auf Burgunder Art, bei dem zarte Fleischwürfel vom Schwein, Rind oder Lamm zunächst in siedendem Fett gebraten und dann mit unterschiedlichen Dips verzehrt werden. Die Wahl des Fettes ist hierbei entscheidend, da es sich problemlos auf etwa 180°C erhitzen lassen muss. Dies ist mit speziellen Fondue-Ölen oder auch mit Sonnenblumen- und Erdnussöl möglich. Die Idealtemperatur lässt sich dabei mit einem einfachen Trick überprüfen: Wenn Du einen Holzlöffel in das heiße Fett hältst und kleine Bläschen aufsteigen, kann das Fondue Bourguignonne beginnen.

Das Fondue Chinoise gilt als die asiatische Variante unter den Fondues und hat ebenfalls eine lange Tradition. Beim „chinesischen Fondue“ wird nichts geschmolzen – die Basis des Fondues bildet eine Gemüsebrühe, die auf siedende Temperatur erhitzt werden muss. Hierbei werden verschiedene Gemüsesorten nach Wahl – wie Paprika, Zucchini, Blumenkohl, Broccoli oder Pilze – Geflügel, kleine Teigtaschen oder auch Fisch in heißer Gemüsebrühe gegart und anschließend in klassische Asia-Würzsaucen gedippt. Während der Fisch im Dampf der kochenden Brühe über dem Feuertopf gedünstet wird, werden die Gemüse- oder Fleischsorten an Spießen in den Topf gelassen.

Das Fondue Neuchâteloise ist der Klassiker unter den Fonduerezepten: das Käsefondue. Traditionell werden die Käsesorten Gruyère und Emmentaler verwendet, doch hier entscheiden natürlich auch der persönliche Geschmack und regionale Vorlieben. Während im französischen Savoie das „Savoyer Fondue“ mit Emmentaler, Comté und Beaufort üblich ist, stammt aus dem Norden Italiens das „Piemonteser Fondue“, das mit Fontinakäse, Butter, Eigelb, Milch und weißen Trüffeln zubereitet wird. Beim klassischen Fondue Neuchâteloise wird der geschmolzene Käse zusätzlich mit etwas säurehaltigem Weißwein, einem Schuss Kirschbrand, Muskat, Pfeffer und Knoblauch gewürzt.

Mit Fondue Bourguignonne, Fondue Chinoise und Fondue Neuchâteloise sind die drei Grundarten des Fondues beschrieben. Eine weniger verbreitete, jedoch nicht weniger exquisite Variante bildet das Weinfondue, das auch als Fondue Bacchus bekannt ist. Anstatt in Brühe oder Öl werden die Fleisch-, Fisch- und Gemüsehappen beim Fondue-Bacchus in siedendem Weiß- oder Rotwein gegart. Für die Naschkatzen unter den Fondue-Liebhabern gibt es außerdem noch das Schokoladenfondue. Für diese süße Variante wird ein kleiner spezieller Topf oder gar ein pompöser Schokobrunnen benötigt. Die Schokolade muss bei sehr geringer Hitze geschmolzen werden, da sie zum einen nicht verbrennen, zum anderen aber auch nicht erhärten darf. Als Schokoladenmasse empfiehlt sich die Verwendung von Vollmilch- oder Zartbitterkuvertüre mit hohem Kakaoanteil und niedrigem Schmelzpunkt. In der flüssigen Schokolade können dann verschiedene Obststücke wie Äpfel, Bananen, Ananas oder Erdbeeren sowie auch Gummibärchen oder Marshmallows gedippt und anschließend genossen werden!

Fondue: Kleiner Topf, großer Genuss!

Fondue: Kleiner Topf, großer Genuss!
BILDERSTRECKE STARTEN (6 BILDER)

Egal für welche Art des Fondues Du Dich am Ende entscheidest – ob mit Käse, Öl, Wein oder gar mit Schokolade –, aufgrund der Selbstbedienung am Tisch ist das Fondue nicht nur eine besondere Art des Essens, sondern es garantiert Dir auch einen geselligen Abend mit Freunden oder mit der ganzen Familie. Mit dem richtigen Rezept wird das Fondue Deiner Wahl garantiert ein echter Gaumenschmaus! Zum Abschluss findest Du hier ein Käsefondue-Rezept zum Nachkochen. Mit der ein oder anderen „Geheimzutat“ lässt sich der Rezeptklassiker unter den Fondues leicht ein wenig aufpeppen. Dazu benötigst Du lediglich:

•1 Knoblauchzehe
•400 g Gruyère, 200 g Emmentaler
•Etwa einen halben Liter trockenen Weißwein
•2 Teelöffel Speisestärke als Bindemittel
•100 ml Kirschwasser
•Schwarzen Pfeffer und geriebene Muskatnuss
•1 Zwiebel
•1 Paprikaschote
•1 Zucchini
•Brotwürfel in ausreichender Menge

Und los geht’s: Mit der halben Knoblauchzehe werden die Wände des Caquelon eingerieben. Anschließend werden die beiden Käsesorten klein gerieben, der Abrieb bildet die Grundlage für die geschmolzene Käsemasse. Im Caquelon wird der Käse nun mit etwa 1/3 Liter des Weins übergossen. Damit Wein und Käse gemeinsam ihre Aromen entfalten, sollte der Wein jung und mit einiger Fruchtsäure versetzt sein. Es empfiehlt sich beispielsweise ein Schweizer Fendent oder ein frischer Riesling aus dem Elsass. Bei mittlerer Hitze muss der Käse nun langsam geschmolzen werden, dabei kann immer mal wieder ein bisschen Wein hinzu gegeben werden. Zwischendurch sollte das Käsefondue mit einem Holzlöffel umgerührt werden. Nun kann auch schon die Stärke mit dem Kirschwasser angerührt und anschließend gemeinsam mit der kleingehackten Zwiebel in die köchelnde Käsemasse gegeben werden. Nun wird das Ganze mit Pfeffer und Muskat abgeschmeckt und nochmals unter ständigem Rühren aufgekocht, bis die Masse insgesamt cremig und glatt ist. Der Caquelon kann jetzt auf dem Rechaud platziert werden und das kollektive Schlemmen kann beginnen. Mit Paprika- und Zucchinischnitzen sowie mit den Brotwürfeln kann die schmackhafte Käsemasse gemeinschaftlich ausgelöffelt werden. Bon Appétit!

Egal, für welche Variante von Fondue Du Dich entscheidest, lecker sind sie garantiert alle. Und Deine Gäste wird es freuen, wenn Gutes aus dem Fondue Topf nicht nur zum Jahreswechseln auf den Tisch kommt. Also genießt das Festmahl auch mal an einem andere Tag, es lohnt sich garantiert!

Bildquelle: Thinkstock.de / donstock

Was denkst Du?

Galerien

Lies auch