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Mahlzeit

Ist das etwa ...? Eine Elefantenrüsselmuschel!

Ist das etwa ...? Eine Elefantenrüsselmuschel!

Ja, bei diesen obszön aussehenden Gebilden handelt es sich tatsächlich um eine kulinarische Spezialität. Und ja, es handelt sich auch um ein tierisches Produkt. Bevor Du nun aber denkst, wir wollten Dir hier das Gemächt eines Tieres als Leckerbissen unterjubeln, sieh noch einmal genauer hin: Es handelt sich tatsächlich um eine Muschel, genauer gesagt um die Elefantenrüsselmuschel. Wie der Name schon andeutet, haben wir es hier mit einem Lebewesen zu tun, bei dessen Anblick man es kaum vermeiden kann, an ganz andere Dinge als an Muscheln zu denken. Die Elefantenrüsselmuschel begeistert aber derzeit immer mehr Foodies auf der ganzen Welt. Wir verraten Dir, was es mit diesem schon eher gewöhnungsbedürftigen Foodtrend auf sich hat.

Bei manchen Nahrungsmitteln fragt man sich schon, wer eigentlich als Erster auf die Idee kam, diese überhaupt für den menschlichen Verzehr in Betracht zu ziehen. Mir vergeht ja beim Gedanken an den Genuss herkömmlicher Muscheln schon der Appetit. Die Elefantenrüsselmuschel ist aber noch mal eine ganze Nummer krasser: Aus der unscheinbar wirkenden Klappmuschel sprießt ein äußerst phallisches Gebilde, das bis zu einen Meter lang und 1,5 Kilogramm schwer werden kann! Köche und kulinarisch wagemutige Personen schwärmen allerdings von ihrem Aroma und ihrer Konsistenz. Wie genau die Elefantenrüsselmuschel zubereitet wird, erfährst Du hier.

Elefantenrüsselmuschel
Es gibt wohl kaum einen Foodtrend, der derart obszön aussieht wie die Elefantenrüsselmuschel.

Die Muschel, die aussieht wie ein Penis

Elefantenrüsselmuschel
Die Elefantenrüsselmuschel zeigt sich in verschiedenen Größen und Formen.

Wie so manch andere unschöne Erscheinung derzeit kommt auch die Elfantenrüsselmuschel aus Amerika. Dort trägt sie den seltsamen Namen Geoduck, der aus einer indigenen Sprache stammt und auf das phallische Aussehen der Muschel hinweist. Mehr noch als der Name sorgt das Aussehen der Elefantenrüsselmuschel beim ersten Anblick für Gesprächsstoff. Denn kaum einer wird es sich verkneifen können, dabei nicht an einen Penis zu denken – Elefantenrüssel hin oder her. Neben ihrer phallischen Erscheinung beeindrucken die Meeresgetiere auch noch mit ihrer Lebensspanne: Die älteste bekannte Elefantenrüsselmuschel wurde 168 Jahre alt!

Als wäre das Aussehen der Elefantenrüsselmuschel nicht schon abschreckend genug, ist auch das Einsammeln der Riesenmuscheln ganz schön skurril: Die Muscheln sind im nassen Sand in seichten Meeresgewässern vergraben und müssen von Fischern ausgebuddelt werden. Dabei wühlen sie so lange im Sand, bis sie ein penisähnliches Stück Fleisch ertasten. Noch dazu spucken die Muscheln durch eine Öffnung in ihrem Rüssel von Plankton gefiltertes Wasser in kleinen Fontänen in die Luft. Ja, Du hast richtig gelesen, die Elefantenrüsselmuschel spritzt auch noch ab!

Kein Wunder, dass selbst hartgesottene erwachsene Köche beim Anblick der Elefantenrüsselmuschel kichern müssen wie Teenager und nicht anders können, als mit ihrem Essen zu spielen.

Die Elefantenrüsselmuschel scheint Foodies auf der ganzen Welt wohl gerade wegen ihres Aussehens und nicht trotz dessen neugierig zu machen. Manche machen das Elefantenrüsselmuschelessen gleich zu einer Challenge und beißen einfach im rohen Zustand in das Fleisch.

So wird die Elefantenrüsselmuschel zubereitet

Der lange Rüssel der Muschel wird auf verschiedene Art und Weise zubereitet. Besonders beliebt ist die Muschel in der japanischen und chinesischen Küche, wo sie auch als Aphrodisiakum gilt.

Experimentierfreudige Sushi-Liebhaber sollten einmal Elefantenrüsselmuschel-Sashimi probieren. Bei dieser Zubereitung wird das Muschelfleisch einfach roh serviert und nicht weiter gewürzt, da es bereits einen intensiv fischigen Eigengeschmack hat.

Viele Köche sind neben dem intensiven Geschmack begeistert von der Textur der Elefantenrüsselmuschel. Diese soll einen ganz besonders knackigen Biss haben, weshalb sie wie auch in diesem Tatar am liebsten roh serviert wird.

Andere bevorzugen es dann doch lieber, die Elefantenrüsselmuschel in dicke Scheiben zu schneiden, zu panieren und wie kleine Schnitzel zu braten. Bei dieser Zubereitung ahnt man immerhin nichts mehr von ihrem ursprünglichen Aussehen.

Weniger kulinarisch abenteuerlustige Personen nutzen das skurrile Aussehen der Elefantenrüsselmuschel als Inspiration für ihr Schmuckdesign. Mit diesen Ohrringen wirst Du sicher einige empörte Blicke ernten!

Na, würdest Du es wagen Elefantenrüsselmuscheln zu probieren oder kommt es Dir schon beim Anblick hoch? Wenn Du doch eher auf herkömmliches Seafood stehst, solltest Du Dir unsere Sushi-Anleitung und dieses Rezept für gefüllte Tintenfische anschauen.

Bildquelle: iStock/L-Hamilton, iStock/balipadma, iStock/D. Robert Park

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