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Jugendliche, Cerealien und gesunde Ernährung

HELENA-Studie

Jugendliche, Cerealien und gesunde Ernährung

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. Dieses Credo ist keine heiße Luft., das zeigen auch die Ergebnisse einer europaweiten Studie, die die Ernährung von Jugendlichen unter die Lupe genommen hat. Wie es scheint, haben vor allem Cerealien-Frühstücker die Nase vorn, was die Aufnahme von Makronährstoffen wie Vitaminen und Mineralien angeht.

Wer den Tag mit Cerealien wie Müsli, Cornflakes und Co. beginnt, hat den Grundstein für eine gesunde Ernährung gelegt. Zu diesem Fazit kommen die Autoren der kürzlich veröffentlichten HELENA-Studie (Healthy Lifestyle in Europe by Nutrition in Adolescence), die das Ernährungsverhalten von Jugendlichen in Europa untersuchte. Die Wissenschaftler werteten Ernährungsprotokolle von 3.137 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren aus. Dabei teilten sie die jungen Probanden in drei Gruppen ein: Cerealien-Frühstücker, Brot-Frühstücker und jene, die andere Optionen (zum Beispiel süßes Gebäck, Obst oder ein Getränk) zum Frühstück wählen. Gerade einmal 19,5 Prozent haben Cerealien fest in ihre Ernährung integriert, 39 Prozent der Jugendlichen bleiben beim klassischen Brotfrühstück und 41,5 Prozent wählen eine andere Option oder lassen das Frühstück ganz ausfallen.

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Dabei zeigt die Studie, dass vor allem die Wahl von Cerealien einen positiven Einfluss auf die Ernährung hat. Das liegt nicht in erster Linie an den Cerealien selbst, sondern an den weiteren Zutaten, die zusätzlich zu Müsli und Co. in das Frühstücksschälchen kommen. So wird im Vergleich zu den anderen Frühstücksoptionen eine signifikant höhere Menge an Milchprodukten (Milch oder Joghurt) sowie Obst verzehrt. Daraus folgt eine deutlich gesteigerte Aufnahme von Proteinen sowie Makronährstoffen wie B-Vitaminen, Calcium, Kalium, Magnesium und Phosphor. Gleichzeitig ist der Fettgehalt im Durchschnitt niedriger.

Ernährung mit Frühstückscerealien: einziges Manko

Generell beurteilen die Forscher der HELENA-Studie Cerealien als eine gute Ernährungsform für das Frühstück, denn sie versorgen die Heranwachsenden mit zahlreichen Nährstoffen. Einzig der Zuckergehalt von Cerealien wird von ihnen als vergleichsweise hoch eingestuft. Viele von ihnen sind mit zusätzlichem Zucker versetzt, um sie süßer und/oder knuspriger zu machen: Auf diese Weise erhalten gezuckerte Cerealien hohe Mengen an Glukose und Fructose, durch das Hinzufügen von Milch sind auch Laktose und Galaktose in der Portion Frühstück enthalten.

Die Erkenntnisse der Wissenschaftler beziehen sich auf Cerealien insgesamt, zu ihnen zählt ungesüßtes Müsli genauso wie stark gezuckerte Weizenpuffer oder gefüllte und aromatisierte Weizenpäckchen. Um herauszufinden, wie die einzelnen Varianten des breiten Angebots die Ernährung beeinflussen, sind weitere Untersuchungen nötig. Gerade vor dem Hintergrund des Zuckergehaltes empfehlen die Forscher die Wahl von Cerealien auf Vollkornbasis, da sie oftmals weniger Zucker enthalten und weitere Vorteile mit sich bringen. So äußerte sich Professorin Marcela Gonzáles-Gross von der Technischen Universität Madrid und Mitkoordinatorin der HELENA-Studie über den Vorteil von Vollkornprodukten: „Cerealien-Varianten mit einem hohen Vollkornanteil zum Beispiel unterstützen die Ausgewogenheit der Nährstoffzusammensetzung eines Frühstücks, indem sie zusätzlich Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe liefern.“

Im Vergleich zu anderen Frühstücksoptionen sind Cerealien wie beispielsweise Müsli oder Cornflakes mit Joghurt und viel frischem Obst eine hervorragende und vor allem gesunde Art, den Tag zu beginnen. Einzig auf den Zuckergehalt sollte man dabei ein Auge haben und lieber Vollkornprodukte mit Bananen, Agavendickssaft oder Honig zu Hause nachsüßen.

Bildquellen: Titelbild: iStock/kobeza, Infografik: Nestlé

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