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Kartoffelpüree einfach mal selbst machen

Hausgemacht!

Kartoffelpüree einfach mal selbst machen

Natürlich ist es einfach, Kartoffelpüree einfach mit einem Instantprodukt zu kochen, Wasser, Milch und ein paar Flocken Butter dazu und schon ist es fertig. Dagegen spricht im Prinzip auch nichts, vor allem wenn es schnell gehen muss. Doch wer einmal selbst Kartoffelpüree gemacht hat oder selbst gemachtes Kartoffelpüree probiert hat, weiß, wie viel leckerer es sein kann als die Variante aus dem Supermarkt. Also, hol den Kartoffelstampfer aus den Untiefen Deiner Schublade und lege los!

Man glaubt es kaum, aber das Wichtigste beim Kartoffelpüree sind die Kartoffeln – denn die verschiedenen Sorten tragen nicht nur unterschiedliche, klangvolle Namen, nein, sie unterscheiden sich auch durch ihre Kocheigenschaften. Von mehligkochend über vorwiegend festkochend bis hin zu festkochend ist alles dabei. Da die Kartoffeln für Kartoffelpüree sowieso gestampft werden, müssen sie nicht festkochend sein – im Gegenteil, mehligkochende Kartoffeln sorgen durch die Stärke, die beim Kochen und Zerstampfen austritt, für die richtige Konsistenz des Pürees.

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Kartoffelpüree: Minimaler Aufwand, maximaler Geschmack

Ob Du es übrigens Kartoffelpüree, Kartoffelbrei – Bibi Blocksberg lässt grüßen –, Kartoffelstampf oder auch nur Stampf nennst, ist nicht wichtig, vom Prinzip meinen alle Begriffe das Gleiche: gestampfte Kartoffeln, die mit Milch oder Wasser, Salz, Pfeffer, Muskatnuss und einer gesunden Portion Butter zu einem Brei verarbeitet werden. Wo das Kartoffelpüree seinen Ursprung hat, lässt sich heute nicht mehr genau rekonstruieren – aber ist das wirklich wichtig? Hauptsache, es ist lecker!

Kartoffelpüree: Das Grundrezept

Für das klassische Kartoffelpüree müssen Kartoffeln gekocht werden – hier ist es im Übrigen gar nicht allzu tragisch, wenn man mal die Zeit und die Kartoffeln im kochenden Wasser vergisst, das erleichtert nur das Zerdrücken. Das sollte auf jeden Fall passieren, während die Kartoffeln noch heiß sind, am besten eignen sich dafür eine Kartoffelpresse (oder Spätzlepresse, wenn kein anderer Küchenhelfer da ist) oder ein Kartoffelstampfer. Dann kommt Milch zur Kartoffelmasse – wer keine Milch mag oder sich vegan ernährt, kann natürlich auch Wasser oder Sojamilch nehmen. Sie sorgt für die Konsistenz des Breis und gibt gleichzeitig schon erste Geschmacksnuancen. Mit Pfeffer, Salz und geriebener Muskatnuss wird das Kartoffelpüree gewürzt und dann muss noch einmal gestampft werden, bevor die Butter ihren großen Auftritt hat. Einige Fernsehköche vertreten die Ansicht, dass in ein Kartoffelpüree genauso viel Butter wie Kartoffeln gehören, denn nur so schmeckt es lecker und wird herrlich cremig. Wem das zu viel des Guten ist – immerhin ist Butter eine echte Fettbombe –, der kann natürlich auch weniger hinzugeben oder auf die leichtere Margarinenvariante (für Veganer eignet sich Sojamargarine) umsteigen. Aber ein paar Esslöffel voll dürfen es ruhig sein, seine Cremigkeit bekommt das Kartoffelpüree ja nicht von Luft und Liebe. Dann heißt es kräftig rühren, bis ein glattes Püree entstanden ist. Zum Schluss dürfen Salz, Pfeffer und Muskatnuss noch einmal ran und das Kartoffelpüree abrunden – dann ist es auch schon fertig, das selbst gemachte Püree, das so lecker schmecken wird, dass nie wieder ein anderes auf dem Teller landen wird. Über die Reihenfolge der einzelnen Schritte gibt es übrigens große Diskussionen, die hier vorgeschlagene ist nur ein Ansatz, es gibt aber viele weitere. In einigen Rezepten wird die Milch aufgekocht und als letztes hinzu gegeben, in anderen kommen Butter, Milch und Wasser zusammen mit den Gewürzen zu den Kartoffeln, wenn sie gestampft wurden, wieder andere würzen erst und rühren dann die restlichen Zutaten ein. Viele Wege führen zum Kartoffelpüree-Glück – Deinen findest Du nur durch Probieren!

Kartoffelpüree und seine Freunde

Kartoffenpüree ist die perfekte Beilage zu Fleisch und Fisch – zusammen mit Spinat und einem Spiegelei gehört es zum Beispiel zu Fischstäbchen einfach dazu –, aber es lassen sich auch herrliche Aufläufe damit zaubern. Mit Hackfleisch und einer fruchtigen Tomatensoße zum Beispiel, abgerundet von einer herrlich knackigen Käsekruste, die im Ofen entsteht. Und sogar mit anderem Gemüse versteht sich das Kartoffelpüree wunderbar, zum Beispiel mit Möhren. Einfach einige Möhren klein schneiden, zusammen mit den Kartoffeln kochen, und im Kartoffelpüree verarbeiten – die perfekte Symbiose aus gesund und lecker. Aber auch andere Kartoffeln als die klassischen können ein Kartoffelpüree bilden: Süßkartoffeln! Auch wenn sie den gleichen Namen tragen, sind Kartoffeln und Süßkartoffeln im biologischen Sinne nur entfernte Verwandte, in Sachen Genuss sind sie sich aber ganz nahe. Süßkartoffeln haben, wie der Name schon vermuten lässt, ein süßlicheres Aroma und sind mehliger als andere Kartoffeln. Dadurch wird das Kartoffelpüree, das aus ihnen gezaubert wird, eben auch ein bisschen süßer – mit entsprechenden Gewürzen kann man aber gegensteuern. Oder man lässt es einfach so, schmeckt mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss ab und entdeckt eine ganz neue Seite am Kartoffelpüree. In den USA werden Süßkartoffeln traditionell zum Thanksgiving-Thruthahn gereicht, und das aus guten Grund: Zu hellem Fleisch kommt die feine Süße der Kartoffeln besonders gut zur Geltung. Kartoffelpüree aus Süßkartoffeln passt also auch zu Hähnchen, Pute und anderem Geflügel. Aber auch zu dunklem Fleisch macht es eine gute Figur – zum Beispiel mit einer herben Rotweinsoße. Das nennt man dann wohl die perfekte Harmonie der Aromen.

Kartoffelpüree wird gerne mal als langweilig dargestellt – dabei ist es das überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, in seiner Wandelbarkeit liegt seine Wunderbarkeit! Denn mit einigen wenigen Zutaten wird aus einem klassischen Kartoffelpüree plötzlich Haute Cuisine. Ein Mal landen zerkleinerte Nüsse darin, ein andere Mal Safranfäden, beim dritten Mal Sellerie – wer ist jetzt langweilig? Probiere es auch und erfinde das Kartoffelpüree neu. Du wirst es nicht bereuen.

Bildquelle: Thinkstock.de / Olha_Afanasieva

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