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Klassiker

Immer wieder Kartoffelsalat!

Immer wieder Kartoffelsalat!

Kartoffelsalat ist altbacken und hat mit moderner, trendbewusster Ernährung nichts zu tun? Mag sein, aber muss es immer hip sein, damit es auch lecker ist? Wir sagen: Nein! Denn Kartoffelsalat schmeckt schon immer richtig gut und erinnert auch ein bisschen an die gute alte Zeit, in der Oma den Salat für die komplette Verwandtschaft gezaubert hat. Höchste Zeit, die Tradition wieder aufleben zu lassen – mit dem eigenen Familienrezept oder einer der leckeren Ideen, die wir zusammengestellt haben.

Stellen wir uns als allererstes einmal der absoluten Gretchenfrage in Sachen Kartoffelsalat: mit Mayonnaise oder ohne? Diese Frage zu beantworten ist (fast) ein Ding der Unmöglichkeit, denn einzig und allein der Geschmack entscheidet hier. Es gibt also kein „Richtig“ oder „Falsch“, es gibt nur „Lecker“! Und über Geschmack lässt sich bekanntermaßen nicht streiten, daher gibt es sowohl für die Mayonnaise-Verfechter als auch für diejenigen, die Kartoffelsalat nur ohne Mayo mögen, die passenden Rezepte.Doch dazu später mehr.

Kartoffelsalat in einer Glasschüssel
Hausgemachter Kartoffelsalat kommt niemals aus der Mode!

Denn bevor man sich Gedanken um das Dressing machen kann, steht zunächst einmal die Überlegung an, welche Kartoffeln sich für den Klassiker unter den Partysalaten eignen. Die Wahl sollte auf festkochende oder vorwiegend festkochende Sorten wie beispielsweise Linda, Selma, Nicola oder Christa fallen. Da sie auch nach dem Kochen noch recht fest sind, kann man schöne, gleichmäßige Scheiben schneiden, die den Kartoffelsalat auch optisch zu einem Highlight machen. Traditionell ist der Kartoffelsalat übrigens gern gesehener Gast bei Grillfest und Buffet aller Art. Viele Familien binden ihn auch in ihre Weihnachtstradition ein: Bei ihnen kommt er – zusammen mit Wiener Würstchen oder Bockwürsten – an Heiligabend auf den Tisch und stellt so den Auftakt für die Familienfeierei dar.

Kartoffelsalat zubereiten

Wer jetzt bereits den Sparschäler zückt oder den Kartoffelschalen mit einem Messer zu Leibe rücken möchte, begeht bereits den ersten kapitalen Fehler in Sachen perfekter Kartoffelsalat. Denn zuerst werden die Knollen gekocht, erst danach von der Schale befreit. Idealerweise werden die Kartoffeln in kaltes Salzwasser gelegt und das Ganze dann zum Kochen gebracht. Nach dem Aufkochen dürfen die Kartoffeln weitere 15 bis 25 Minuten in ihrem sprudelnden Bad verbringen – je nach Sorte und Größe. Um herauszufinden, ob die Kartoffeln den richtigen Garpunkt erreicht haben, also weich genug, aber dennoch bissfest sind, kann man vorsichtig mit einem Zahnstocher hineinstechen. Nach dem Abgießen sollten die Kartoffeln sofort geschält werden – ein ungeschriebenes Küchengesetz sagt nicht umsonst, dass man sich für einen richtig guten Kartoffelsalat die Finger verbrennen muss. Spätestens nachdem die Knollen nun aber freigelegt wurden, geht es los mit den Unterschieden bei der Zubereitung eines Kartoffelsalats. Denn während das eine Rezept vorschreibt, die Kartoffelscheiben jetzt erst einmal in aller Ruhe abkühlen zu lassen, sieht ein anderes vor, dass die Kartoffeln umgehend mit dem Dressing vereint werden, damit sie sich beim Abkühlen vollsaugen können und der Salat so besonders lecker wird. Welches das richtige Vorgehen ist, entscheidet auch die Wahl des Dressings: Bei einem Kartoffelsalat mit Mayonnaise macht es durchaus Sinn, dass die Scheiben kalt sind, bevor sie angemacht werden, bei einem Salat mit Brühe ist das Durchziehen der warmen Kartoffelscheiben essentiell.

Kartoffelsalat mit Brühe

Eines vorweg: In fast jeder Familie gibt es ein Rezept für Kartoffelsalat, das seit Generationen weitergegeben wird. Daher lässt sich schwer sagen, dass eine ganz bestimmte Kreation die ursprüngliche Version des Kartoffelsalats ist. Vielmehr gibt es unzählige Varianten, die sich zum Teil sehr stark, zum Teil nur durch Nuancen unterscheiden. Was jetzt folgt, kann somit für den einen ziemlich nahe am perfekten Kartoffelsalat, für den anderen gerade mal die Basis dessen sein. Im süddeutschen Raum sowie in Österreich und Teilen Osteuropas wird Kartoffelsalat mit Brühe verfeinert, sie bildet die Grundlage für das Dressing. Zunächst werden die heißen Kartoffelscheiben aber in eine große Schüssel geschichtet, auf die einzelnen Schichten wird Salz gestreut und Kräuteressig gegossen. Die heiße Brühe wird mit Senf und Pfeffer verfeinert und dann über die Kartoffeln gegeben. Das Ganze darf nun einige Zeit ziehen, bis die Kartoffeln langsam aber sicher Zimmertemperatur erreichen. Dabei kann man sie immer wieder umrühren und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen – oder man lässt sie in Ruhe und wartet auf das geschmackliche Ergebnis. Öl kommt erst dann zum Salat, wenn dieser bereit ist, serviert zu werden. Einige Esslöffel Oliven-, Sonnenblumen- oder Rapsöl runden die Aromen perfekt ab. Zum Schluss werden frische Schnittlauchröllchen über den Salat gestreut – und der Klassiker ist fertig.

Kartoffelsalat mit Mayonnaise

Wer bei einem Kartoffelsalat, der mit einem Dressing aus Gemüsebrühe daherkommt, nur die Nase rümpfen kann, der wird sich jetzt freuen, denn auch dafür gibt es natürlich Tipps und Tricks damit das Ganze noch leckerer wird. In der norddeutschen Küche, in der diese Version des Salatklassikers beheimatet ist, wird der Kartoffelsalat nicht nur mit Mayonnaise verfeinert, auch klein geschnittene Essiggurken, Speckwürfel, gekochte Eier oder Radieschen finden ihren Weg in die Salatschüssel. Wichtig ist dabei, dass diese Zutaten erst zum Salat gegeben werden, wenn dieser anschließend direkt serviert wird. Denn vor allem Gurken und Radieschen ziehen im Laufe der Zeit viel Wasser und würden den Kartoffelsalat so verwässern. Ob die Mayonnaise pur im Salat landet oder mit Kräutern und Gewürzen verfeinert wird, ist absolute Geschmackssachen – wie so vieles bei der Zubereitung von Kartoffelsalat. Es gibt auch Rezepte, bei denen die Mayonnaise mit würzigen Meerrettich aromatisiert oder mit saurer Sahne abgeschmeckt wird. Da Rezepte aber mehr sagen als 1000 Worte, wollen wir keine Zeit mehr verlieren und diese köstlichen Kreationen sprechen lassen – hier ist für jeden etwas dabei, garantiert!

Immer wieder Kartoffelsalat!

Immer wieder Kartoffelsalat!
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Ob nun mit Brühe oder mit Mayonnaise, mit kalten oder warmen Kartoffelscheiben, mit Eiern oder mit Speck – ein Kartoffelsalat ist einfach immer lecker. Wen interessiert es da, dass manche sagen, er sei altbacken und nicht hip? Uns nicht, und deshalb wünschen wir guten Appetit!

Bildquelle: iStock/8vFanl

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