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Lebensmittel aus Europa

Importland

Lebensmittel aus Europa

Tomaten und Käse aus den Niederlanden, Pasta aus Italien, Wein aus Frankreich – jeden Tag werden zahlreiche Lebensmittel nach Deutschland importiert. Wie viele das allein im vergangenen Jahr waren, hat nun das Statistische Bundesamt untersucht. Dabei wurde deutlich: Deutschland kauft mehr Lebensmittel aus dem Ausland ein, als es selbst exportiert.

Kürzlich veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) die Auswertung der deutschen Genuss- und Lebensmittel-Exporte und -Importe aus dem Jahr 2014. Dabei zeigt sich, dass Deutschland im vergangenen Jahr deutlich mehr Lebensmittel importierte, als ausgefahren wurden. An erster Stelle stehen dabei Produkte pflanzlichen Ursprungs, sie machen mit 57,9 Prozent über die Hälfte aller importierten Lebensmittel aus. Ihnen folgen Tiere und tierische Lebensmittel mit 28,2 Prozent und Genussmittel (beispielsweise Kaffee, Alkohol oder Tabakwaren) mit 13,9 Prozent. Insgesamt belief sich der Warenwert dieser Importprodukte auf 75,5 Milliarden Euro.

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Deutschland importiert mehr Lebensmittel, als es exportiert

Demgegenüber steht der Export in andere Länder, hier wurden 2014 „lediglich“ 66,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Fast die Hälfte dieses Betrages gehen auf Erlöse aus pflanzlichen Lebensmitteln zurück (48,8 Prozent), es folgen Tiere und tierische Produkte mit 36,1 Prozent sowie Genussmittel in einem Umfang von 15,1 Prozent.

Europa als wichtigster Handelspartner für Lebensmittel

Die Auswertung des Statistischen Bundesamtes ergab außerdem, dass Deutschland vor allem mit anderen europäischen Ländern Handel betreibt, besonders wenn es um Lebensmittel geht. 85 Prozent der in Deutschland hergestellten Produkte wurden nach Europa verschickt, während nur neun Prozent nach Asien, vier Prozent nach Amerika und zwei Prozent nach Afrika verkauft wurden. Vor allem die Niederlande waren 2014 ein wichtiger Handelspartner für Deutschland, es wurden Güter im Wert von 14,3 Milliarden Euro importiert und für 9,1 Milliarden Euro exportiert. An zweiter und dritter Stelle stehen Frankreich und Italien.

Die Deutschen lieben offensichtlich internationale Produkte und können von ihnen gar nicht genug bekommen. Regionale Produkte, so scheint es, stehen nicht so hoch im Kurs, schließlich werden viele deutsche Lebensmittel auch ins Ausland exportiert. Das spiegelt sich auch in den Handelszahlen für Lebensmittel wider, denn der Import übersteigt den Export deutlich. Ob das nun eine positive oder negative Entwicklung ist, darüber kann jeder sein eigenes Urteil fällen.

Bildquelle: iStock/jahmaica

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