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Lebensmittel im Hochsommer frisch halten

Vorbeugung

Lebensmittel im Hochsommer frisch halten

In den Sommermonaten steigt das Thermometer schnell über die 30-Grad-Marke. Gerade rohe Lebensmittel können bei hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit im Handumdrehen schädlichen Bakterien eine Basis bieten, die zu Lebensmittelvergiftungen führen können. Um diesen vorzubeugen, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) nun Tipps zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen herausgegeben.

Der Sommer 2015 hat bisher mit hohen Temperaturen von sich Reden gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel wird in vielen Gärten und Parks der Grill angemacht oder ein Picknick genossen. Gerade bei langen Wegen müssen die Lebensmittel jedoch auch unterwegs gut gekühlt werden, denn sonst drohen schnell unangenehme Infektionen. Der Grund: Viele Bakterien wie beispielsweise Salmonellen vermehren sich bei sommerlichem Wetter besonders gut. Die Folgen sind oft Magenkrämpfe, Durchfall und Erbrechen. Bei gesunden Erwachsenen klingen die Symptome oft schon nach wenigen Tagen wieder ab. Doch für Kinder, Schwangere, ältere und immungeschwächte Menschen können infizierte Lebensmittel mitunter lebensbedrohlich werden. Dem Robert-Koch-Institut werden jährlich mehr als 100.000 Erkrankungen gemeldet, die durch Mikroorganismen in Lebensmitteln verursacht werden. Zu ihnen zählen vorrangig rohe tierische Produkte wie Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte sowie Milch und Milchprodukte, aber auch Sprossen. Werden diese falsch gelagert oder unzureichend gegart, können sie schnell zum Bakterienherd werden. Dabei dürfen auch Lebensmittel nicht vergessen werden, die aus rohen Produkten hergestellt werden: Mayonnaise, Tiramisu und Zabaione aus rohen Eiern oder Carpaccio, Mett und Tatar aus rohem Fleisch.

So bleiben Lebensmittel frisch
Grillgut sollte gut durchgegart werden, damit die Grillparty auch am nächsten Tag ein voller Erfolg bleibt

So bleiben empfindliche Lebensmittel auch im Sommer unbedenklich

Um der Kontamination der Lebensmittel vorzubeugen, hat die DGE Richtlinien herausgegeben, die der Ausbreitung von Bakterien entgegenwirken können. Generell rät die DGE zur Einhaltung der allgemeinen Küchenhygieneregeln. Dazu zählen die regelmäßige Reinigung und der Austausch von Küchenutensilien. Im Hochsommer empfiehlt es sich, Lebensmittel in kleinen Mengen zu kaufen und diese möglichst schnell zu verbrauchen. Auf dem Weg vom Supermarkt bis zum Kühlschrank sollten Kühlboxen oder -taschen für eine ununterbrochene Kühlkette sorgen, denn gerade im Kofferraum wird es schnell besonders warm. Bis zur Zubereitung sollten empfindliche Lebensmittel wie Fleisch und Milchprodukte bei +4 bis +6 Grad Celsius im Kühlschrank lagern. Bei der Zubereitung sollte Fleisch für mindestens zwei Minuten auf eine Kerntemperatur von 70 bis 100 Grad Celsius gebracht werden, um Bakterien abzutöten. Bretter, Messer und Teller solltest Du anschließend mit heißem Wasser und Seife reinigen, um Kreuzkontaminationen vorzubeugen. Wird das Essen warm gehalten, sind 65 Grad Celsius das Minimum, danach sollten die Nahrungsmittel möglichst schnell auf unter sieben Grad Celsius gebracht werden. Auf Rohmilch und Lebensmittel, die mit rohen Eiern oder rohem Fleisch zubereitet werden, sollte an heißen Tagen möglichst ganz verzichtet werden; Schwangere, Kinder und immungeschwächte Menschen sollten zudem darauf achten, dass sie Sprossen und Fleisch nur vollständig durchgegart verzehren.

Empfindliche Lebensmittel wie Fleisch und Milchprodukte können im Hochsommer schnell ungebetene Gäste mit an den Tisch bringen, doch mit ein paar Tricks bleibt das böse Erwachen nach der Grillparty am Sommerabend aus. Die Tipps der DGE helfen dabei, dass Lebensmittel möglichst lang frisch und genießbar bleiben – und das nicht nur im Sommer.

Bildquelle: iStock/KatarzynaBialasiewicz

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