Anna-Maria von Kentzinsky am 19.11.2015

Wer Torten liebt, dem zergeht vor allem die Buttercremetorte auf der Zunge. Egal, ob pur, mit feinem Vanillegeschmack oder zartherber Schokolade, mit Früchten oder Kaffeearoma, Buttercreme ist vielfältig und peppt wirklich jede Torte auf. Wer sich schon einmal an einer Buttercremetorte versucht hat, weiß, dass das Projekt nicht immer das einfachste Unterfangen ist. Doch nicht verzagen, wir halten für Dich die besten Tipps und Tricks bereit, mit denen wirklich nichts schiefgehen kann. So macht das Backen gleich doppelt Spaß!

Eine Buttercremetorte ist ein ganz besonderer Genuss. Doch was genau ist eigentliche eine Buttercreme? Eine Creme aus Butter? Jein. Natürlich reicht es für eine Buttercreme hinten und vorne nicht, einfach etwas Butter cremig zu schlagen. Das ist zwar möglich, doch mit einer leckeren Tortenfüllung hat das nichts zu tun! Antwort liefert da das Deutsche Lebensmittelbuch, das besagt, dass eine Buttercreme zu mindestens zwanzig Prozent aus Butter bestehen muss. Tut sie das nicht, weil sie beispielsweise Margarine statt Butter enthält, darf sie sich auch nicht mit dem Namen Buttercreme schmücken, sondern muss als Fettcreme gekennzeichnet werden. So weißt Du immer, womit Du es zu tun hast. Der bedeutendste Unterschied ist natürlich der feine (und die Betonung liegt auf fein) Buttergeschmack.

cake with vanilla cream in the form of roses on a dark wood background. tinting. selective focus

Fast zu schön zum Anschneiden: Die Buttercremetorte im Rosenlook

Neben der Butter wandern selbstverständlich weitere Zutaten in eine zartschmelzende Buttercreme. Welche das sind, hängt von der Art der Creme ab:

Amerikanische Buttercreme: Die Amerikaner nehmen die Creme beim Wort und halten es simpel: Die US-Variante besteht tatsächlich nur aus kräftig aufgeschlagener Butter, feinem Puderzucker und Vanillemark. Sie ist ganz klar die einfachste Creme und daher auch für Backanfänger bestens geeignet. Allerdings muss die Butter wirklich gründlich auf hoher Stufe aufgeschlagen werden, erst dann verliert sie ihre typische Konsistenz.

Deutsche Buttercreme besteht zum einen natürlich aus Butter, zum anderen aus feiner Konditorcreme (im Grunde einem handgemachten Vanillepudding) besteht und Grundlage vieler köstlicher Füllungen ist. Die Butter wird so lange luftig aufgeschlagen, bis sie fast weiß ist und ihr Volumen sich deutlich vergrößert hat. Anschließend wird sie mit der aufgerührten Konditorcreme vermengt. Statt einer handgemachten Konditorcreme kannst Du auch auf ganz normalen Pudding zurückgreifen.

Französische Buttercreme besteht hingegen aus Butter, Eiern und Zucker und wird in zwei Schüsseln zubereitet. In der einen wird die Butter aufgeschlagen, in der anderen Eier und Zucker – beide Komponenten werden anschließend zu einer samtigen Buttercreme vereint.

Italienische Buttercreme ist etwas aufwendiger, da für sie statt ganzen Eiern nur Eiweiß verwendet wird, das zu Eischnee aufgeschlagen wird. Der Zucker wird zu einem Sirup verarbeitet und beim Schlagen langsam in den Eischnee gegossen. Sobald die Temperatur des Eischnees auf Raumtemperatur gesunken ist, wird er mit der weichen Butter vermengt, bis eine glatte Masse entstanden ist.

Buttercremetorte: Tipps und Tricks für die Füllung

Bei der Zubereitung einer Buttercreme ist die Temperatur aller beteiligten Zutaten der Schlüssel zum Erfolg. Nur wenn sie bei allen Zutaten gleich ist, bekommt die Creme ihre unvergleichliche Konsistenz. Ist die Differenz zu groß, „flockt“ oder „gerinnt“ die Buttercreme. Das bedeutet, dass sich kleine Stückchen bilden und die schöne Konsistenz dahin ist. In manchen Fällen kann es sogar passieren, dass sie geradezu flüssig wird. Damit Dein Backvorhaben nicht ruiniert wird, ist es wichtig, dass die Butter nicht zu warm wird. Zwanzig Grad sind ideal, so ist die Butter schön weich, ohne flüssig zu werden, aber immer noch fest genug. Ist sie kälter, wird das Aufschlagen schwieriger. Wie gut, dass zwanzig Grad der normalen Raumtemperatur entsprechen, so musst Du nicht extra für besondere klimatische Bedingungen in Deiner Küche sorgen. Und sollte es doch einmal passieren, dass die Creme flockt, ist noch längst nicht alles verloren. Also Ruhe bewahren und ein Wasserbad bereitstellen. Wenn Du die Masse nun geduldig über dem warmen Wasser schlägst, wird sie wieder so samtig-cremig, wie sie sein soll. Auch eine fertig zubereitete Buttercreme will immer gut gekühlt sein, denn sie enthält fast immer rohe Eier. Daher solltest Du auch die Torte im Kühlschrank zwischenlagern, wenn sie nicht gerade auf der Kaffeetafel gebraucht wird. Außerdem solltest Du stets frische Eier verwenden und die Buttercremetorte schnell verputzen – nicht, dass das ein Problem wäre. Deutsche Buttercreme enthält zusätzlich Milch, wenn sie nicht gekühlt wird, kann diese außerdem sauer werden – sie schmeckt dann alles andere als köstlich. Nach spätestens zwei bis drei Tagen solltest Du also auch den letzten Krümel Deiner gut gekühlten Buttercremetorte vernascht haben.

Buttercremetorte: Mal fruchtig, mal bunt, mal blumig

Ombre cake in shades of pink

Bring Farbe auf die Kaffeetafel

Die Buttercreme gehört wahrscheinlich zu den wandlungsfähigsten Cremes, die Du für die Füllung und den Überzug von Torten und anderem Gebäck bekommen kannst. Im Handumdrehen verleihst Du der Buttercremetorte neue Geschmacksrichtungen, indem Du ihr beispielsweise fein püriertes Obst, geschmolzene Schokolade, Espresso oder Likör zufügst. Du stehst auf bunte Torten? Kein Problem, denn die feine Creme lässt sich mit ein bisschen Lebensmittelfarbe in die knalligsten (oder auch zurückhaltenden) Hingucker verwandeln. Die Konsistenz der beliebten Creme ist luftig und cremig, gleichzeitig verläuft sie jedoch nicht und eignet sich so auch für Dekorationen, die Du mit dem Spritzbeutel zaubern kannst. Mit der passenden Tülle und etwas Back-Knowhow kannst Du sogar Blumen aus ihr zaubern und so Deine Buttercremetorte und andere Köstlichkeiten zu einem wahren Augenschmaus werden lassen.

Klassiker der Buttercremetorte

Buttercremetorte_Schwarzwälder Kirsch_iStock_OxanaNigmatulina

Die Schwarzwälder Kirsch Torte

Jetzt weißt Du schon eine ganze Menge über Buttercremetorte und ihre Herstellung, doch welche Torten werden eigentlich mit einer Buttercreme gefüllt oder überzogen? Zu den bekanntesten Torten mit Buttercreme gehört wahrscheinlich die Prinzregententorte, die aus acht hauchdünnen Biskuitböden und natürlich einer schokoladigen Buttercreme besteht. Neben der Bayrischen Nationaltorte ist aber auch der Frankfurter Kranz ein allseits beliebter Kaffeegast, der unter anderem mit Buttercreme zubereitet wird. Zusammen mit fruchtigem Johannisbeergelee und knackigem Krokant wird diese Leckerei zu einem ganz besonderen Geschmackserlebnis. Fruchtig-cremig geht es auch bei der Schwarzwälder Kirschtorte her, die mit Buttercreme gefüllt wird. Allerdings kann es durchaus vorkommen, dass die Schwarzwälder Kirschtorte zusätzlich Schlagsahne enthält. Doch damit ist in Sachen Buttercremetorte noch längst nicht Schluss! Ob Donauwelle, Fürst-Pückler- oder Esterházy-Torte, sie alle wären ohne die zartschmelzende Füllung nicht der köstlich-cremige Bissen, der sie sind. Neben dekadenten Buttercremetorten kannst Du auch süße, kleine Cupcakes mit der buttrigen Creme verfeinern oder andere Kreationen zaubern – Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Für noch mehr Anregungen findest Du hier eine kleine Zusammenstellung der besten Buttercremetorte Rezepte:

Wenn ganz besondere Anlässe anstehen, ist die Buttercremetorte immer die richtige Wahl: Egal, ob zur Geburtstagsfeier, zur Hochzeit oder als Höhepunkt des festlichen Weihnachtsdinners, mit diesem Gaumen- und Augenschmaus liegst Du stets goldrichtig. Auch Neulinge in der Backstube brauchen vor der Buttercremetorte nicht zurückzuschrecken und können mit einer amerikanischen oder deutschen Creme ihre erste Buttercremetorte kreieren. Also ab in die Küche…

Bildquellen: iStock/nata_vkusidey, iStock/RuthBlack, iStock/OxanaNigmatulina


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  • Anna-Maria von Kentzinsky am 19.11.2015 um 14:50 Uhr

    Hast Du schon eine Buttercremetorte gebacken?

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