Porterhouse Steak: Groß, dick und perfekt gegart
MilintinaBotscharow am 14.04.2014

Wer gerne mal ein schönes Stück Fleisch auf seinem Teller hat, sollte seinen Gaumen unbedingt mit einem perfekt gegarten Porterhouse Steak verwöhnen. Besonders in den USA gehört der Bruder des T-Bone-Steaks zum absoluten Liebling auf jedem BBQ. Doch auch hierzulande erfreut sich das Porterhouse Steak immer größerer Beliebtheit. Wir verraten Dir, wo das Kultsteak herkommt und wie Du es auf den Punkt garst. Mach schon mal die Pfanne heiß!

Wenn in einem amerikanischen Film der Grill angeworfen wird, landen neben den obligatorischen Burger Patties vor allem große saftige Steaks auf dem Rost. Viele Fleischgenießer fragen sich dann oft, warum dieses besonders zarte Stück Fleisch vom Rind gerade den Namen Porterhouse Steak trägt. Diese Bezeichnung hat sich bereits über 160 Jahre lang bewährt und leitet sich ursprünglich von der gleichnamigen Hafenrestaurant-Kette „porter-house“ ab, in der das bekannte Bier „Porter“ ausgeschenkt wurde. Hier wurden seit 1840 den Hafenarbeitern von New York mindestens 600 Gramm schwere Rindfleisch-Steaks serviert. Vom Big Apple aus verbreitet sich der Name dann rund um den Globus. Mit der wachsenden Popularität dieses besonderen Steaks ist auch seine Portionsgröße gewachsen: Wer heutzutage ein Porterhouse Steak bestellt oder kauft, wird nämlich mit einem 700 bis 1000 Gramm schweren Stück Rindfleisch konfrontiert, das im Durchschnitt eine Dicke von sage und schreibe sechs Zentimetern aufweist.

Porterhouse Steak: So gelingt es!

Porterhouse Steak ist ein echter Leckerbissen

Porterhouse Steak: So muss ein gutes Steak aussehen

Es gibt viele unterschiedliche Steaksorten, die Deinen Gaumen kitzeln können, doch Steak ist nicht gleich Steak. In den meisten Fällen landet ein solches Stück Fleisch ohne Knochen auf Deinem Teller, doch Varianten wie das Club-, Rib-, T-Bone- oder Porterhouse Steak bilden da die Ausnahme, weil sie aus dem hinteren Rückenbereich des Rindes stammen. Dazu kommt noch, dass sowohl das Porterhouse als auch das kleinere T-Bone Filet und Roastbeef beinhalten. Getrennt werden die beiden Fleischsorten durch einen T-förmigen Knochen. Doch das Porterhouse Steak hat einen höheren Filetanteil, weil es aus dem hinteren Teil des Rückens geschnitten wird. Deshalb kommt es im Vergleich zu anderen Fleischsorten mit einer sehr geringen Garzeit in der Pfanne oder auf dem Grill aus. Oft wird bei dieser Variante auch der obligatorische Fettstreifen nicht abgeschnitten, denn durch dieses Fett wird das Fleisch bei der Zubereitung noch zarter. Aber wie genau bereitest Du eigentlich das perfekte Porterhouse Steak zu? Und was musst Du dabei beachten?

Porterhouse Steak: Bloody, medium oder well-done?

Bevor Du Deinen Leckerbissen aus Rindfleisch für die Pfanne oder den Grill vorbereitest, solltest Du Dir zuerst überlegen, wie Du es gerne gegart haben möchtest. Das Besondere an Steaks im Allgemeinen ist nämlich, dass Du sie englisch, medium und durchgebraten servieren kannst. Wenn Du das Fleisch englisch oder auch „saignant“ möchtest, wird es traditionell nur sehr kurz gegart und „blutig“ serviert. Dabei passt diese Bezeichnung an der Stelle gar nicht, denn die Flüssigkeit, die aus dem Porterhouse Steak austritt, ist gar kein Blut, sondern nur gefärbtes Fleischwasser. Wenn ein Rind geschlachtet wird, lässt man es anschließend komplett ausbluten, damit sich das Fleisch länger hält und beim sogenannten Abhängen nicht verdirbt. Du kannst das Porterhouse Steak aber auch gut durch, also „well done“, genießen. Während die Amerikaner dazu neigen, ihr Steak englisch zu verzehren, favorisieren die Deutschen eher die Variante Medium. Das bedeutet, dass das Fleisch praktisch halb gar und doch halb roh ist.

Porterhouse Steak: So gelingt das perfekte Steak

Die Zubereitung eines Steaks hat einen großen Vorteil: Du musst im Grunde kaum etwas vorbereiten. Generell ist es aber wichtig, dass das Porterhouse Steak vor dem Braten mindestens Zimmertemperatur hat, auf diese Weise können sich die Poren besser schließen und das Fleisch bleibt schön saftig. Wenn Du möchtest, kannst Du das Steak vor dem Braten oder Grillen für ein paar Minuten in Alufolie gewickelt in den Ofen legen – so wird es noch saftiger. Wenn es etwa 50 bis 60 Grad hat, ist es perfekt. Als nächstes kommt das Porterhouse Steak in die Pfanne: Besonders gut eignet sich eine klassische gusseiserne Pfanne, weil das Fleisch hier richtig schöne Röstaromen entwickeln kann. Am besten gibst Du am Anfang kein Fett in die Pfanne und lässt sie nur langsam auf mittlerer Stufe erhitzen. Wenn Du sicher gehen möchtest, ob sie die passende Gar-Temperatur hat, brauchst Du nur ein paar Wassertropfen in die Pfanne zu geben – wenn sie zischend auf der Oberfläche tänzeln, hat sie die richtige Temperatur. Nun musst Du nur noch das Fett hinzugeben, das Porterhouse Steak hineinlegen und das Fleisch etwas festdrücken. Erst wenn sich das Steak problemlos vom Pfannenboden lösen lässt, ist der optimale Zeitpunkt zum Wenden erreicht. Verwende dafür aber weder eine Gabel oder einen anderen Küchenhelfer, mit dem Du in das zarte Fleisch pickst, sonst verletzt Du die Struktur und der Fleischsaft tritt aus – ein trockenes Porterhouse Steak ist nur noch halb so gut. Mit einer einfachen Bratzange kannst Du das Fleisch einfach umdrehen, ohne dass der Geschmack darunter leidet, die Investition lohnt sich also. Nachdem Du das Fleisch gewendet hast, kannst Du es noch mit etwas Pfeffer und Salz würzen – mehr braucht ein gutes Steak nicht. Je nachdem, wie Du Dein Porterhouse Steak haben möchtest, beträgt die Garzeit in der Regel zwischen fünf und zehn Minuten.

Wenn Du Dir unsicher bist, ob das Fleisch schon den gewünschten Garpunkt erreicht hat, kannst Du einen bewährten Drucktest durchführen: Hierfür führst Du den Daumen und den Mittelfinger zusammen und drückst mit einem Finger der anderen Hand auf den Bereich zwischen Handgelenk und Daumen. So wie es sich dort anfühlt, fühlt sich auch ein Steak an, das blutig ist. Wenn Du Daumen und Ringfinger bzw. Daumen und den kleinen Finger zusammendrückst, entspricht das dann der Festigkeit des Fleischs, wenn es medium oder eben well done ist. So gelingt Dir garantiert das perfekte Porterhouse Steak!

Egal, ob Du es eher medium oder blutig magst: Ein gelungenes Porterhouse Steak ist für jeden Fleischliebhaber ein echtes Erlebnis. Da es Filet und Roastbeef verbindet, bietet es Dir gleich zwei spannende Geschmacksrichtungen, die Du durch das perfekte Braten optimal hervorheben kannst. Versuch doch auch Du mal Dein Glück an der Pfanne!

Bildquelle: Thinkstock/imfree


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  • Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  • Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!
Sorry, beim ermitteln der Kontaktnummer ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.

Durch senden der WhatsApp stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu.

Was denkst du?

  • FaxenDicke am 05.06.2015 um 09:42 Uhr

    Also ein Porterhouse Steak muss schon mindestens medium gegart werden, sonst kann man auch einfach Schweinefleisch essen. Durchgebratenes Rindfleisch ist doch Perlen vor die Säue! Wer aus so gutem Fleisch eine Schuhsohle macht, dem gehört der Po versohlt!

    Antworten
  • PennyPennyPenny am 17.04.2015 um 12:05 Uhr

    Ich hatte vorhin schon richtig hunger, jetzt knurrt mir aber richtig der Magen. Was würde ich gerade für ein medium-rare gebratenes Porterhouse Steak geben?!

    Antworten
  • dancinginthesun am 08.04.2015 um 09:35 Uhr

    Ich kenne mich mit Fleisch nicht so gut aus und könnte ein Porterhouse Steak vermutlich nicht mal von einem "normalen" Steak unterscheiden. Mein Freund dagegen schon, der liebt gutes Fleisch und gibt auch richtig viel Geld dafür aus.

    Antworten
  • haihappenuhhaha am 04.03.2015 um 14:52 Uhr

    Ich habe mal ein Porterhouse Steak gegessen, als wir mit der ganzen Familie in einem Steakhouse waren, das war das beste Stück Fleisch, das ich jemals gegessen habe! Allerdings würde ich mir wohl eher nicht zutrauen, das daheim selbst zu machen, Fleisch wird bei mir leider viel zu oft trocken. Und bei dem Preis wäre das echt ärgerlich.

    Antworten
  • leni_lani am 12.02.2015 um 12:55 Uhr

    Das sieht wirklich richtig lecker aus! Es gibt nichts Besseres als ein ordentliches Porterhouse Steak. Wenn es richtig gut gemacht ist, brauche ich noch nicht mal Beilagen zum Fleisch.

    Antworten
  • Bananapeel am 19.01.2015 um 13:14 Uhr

    Gegen ein schönes Porterhouse Steak hätte ich jetzt nichts einzuwenden. Ich muss nicht oft Fleisch haben aber wenn, dann muss es auch richtig lecker sein.

    Antworten
  • butterboehnchen am 15.01.2015 um 09:47 Uhr

    ich glaube, ich habe noch nie ein Porterhouse Steak gegessen. Aber ich bin sowieso eher nicht so der Fan von großen Steaks, da mir die Portionen dann in der Regel zu groß sind. Aber ich kann verstehen, dass viele Leute sich total für so ein besonderes Stück Fleisch begeistern können. 🙂

    Antworten
  • rotesschloss am 07.08.2014 um 14:05 Uhr

    Oh ja! Ofenkartoffel mit viel Kräuterquark, ein gutes Porterhouse Steak und lecker Kräuterbutter - und der Abend ist gemacht!

    Antworten
  • Batarang am 28.05.2014 um 14:03 Uhr

    Ein richtig saftiges Porterhouse Steak muss groß und dick sein! Dazu ein Bierchen und vielleicht noch eine Ofenkartoffel und die Welt ist gut!

    Antworten
  • BobbySinger am 23.05.2014 um 15:34 Uhr

    Es gibt nichts besseres als ein großes Porterhouse Steak frisch vom Grill. Obwohl - wenn es nach mir geht, braucht es eigentlich nur ein mal kurz am Grill vorbei getragen werden.

    Antworten