Slices of beef steak on meat fork on wooden background

Gibt es etwas Schmackhafteres als ein schönes, saftiges Steak? Ob bei der sommerlichen Grillparty oder als abendliche Stärkung – das klassische Rindersteak ist eine der beliebtesten Fleischspeisen weltweit. Um das perfekte Steak zu braten, solltest Du einige Zubereitungshinweise beachten, denn nur so kannst Du am Ende das Bestmögliche aus Deinem Fleisch herausholen. Wenn Du die folgenden Tipps beachtest, wird es Dir mit Sicherheit gelingen, denn ein Steak zu braten ist kein Hexenwerk, sondern einfach nur eine Kunst für sich – oder für Dich!

Rare, Medium oder doch lieber Well Done? Hierbei handelt es sich sozusagen um die „Gretchenfrage“ des Steakbratens. Während sich die Zubereitung des leckeren Fleischgerichtes in den letzten Jahren zu einem regelrechten Mysterium und einer wahren Wissenschaft entwickelt hat, ist es eigentlich gar nicht so schwer, das perfekte Steak zu braten. Mit gesundem Respekt, aber ohne unnötige Ehrfurcht solltest Du Dich an die Vorbereitung machen, nur Mut!

Slices of beef steak on meat fork on wooden background

Mit diesen Tricks wirst Du schon bald das perfekte Steak braten

Ein klassisches Steak besteht aus Rindfleisch – genauer genommen aus einem mageren, bindegewebsarmen Stück des Rindes, wie zum Beispiel aus der Hüfte, der Keule, der Rippe (Roastbeef) oder aus Teilen des Rinderrückens. Je nach Fleischart trägt das beliebte Fleischgericht unterschiedliche Namen: vom Entrecôte bis zum T-Bone-Steak – die reiche Variations-Palette gibt für jeden Fleischliebhaber etwas her. Während ein feines Rinderfiletstück bereits ab 150 Gramm erhältlich ist, kann ein gutes T-Bone-Steak auch mal bis zu 1,5 Kilogramm auf die Wage bringen. Die Auswahl Deines Lieblingssteaks bleibt natürlich Dir überlassen. Mittlerweile werden Steaks aus allen möglichen Fleischsorten wie Geflügelfleisch, Kalbfleisch, Pferdefleisch oder Schweinefleisch, und sogar aus Fisch hergestellt, der Klassiker stammt jedoch nach wie vor vom Rind.

Drei Schritte zum perfekten Steak

Es sind nur drei Schritte auf dem Weg zu einem perfekten Steak, die Du gehen musst, um am Ende ein saftiges, zartes und vor allem leckeres Stück Fleisch auf Deinen Teller zu zaubern: Eine gute Vorbereitung, das Wissen über die verschiedenen Garstufen und last but not least der richtige Bratvorgang.

1. Gute Vorbereitung ist alles

Um ein perfektes Steak genießen zu können, braucht es keinen Besuch in einem Steakhaus. Für die Zubereitung in der eigenen Küche ist jedoch eine gute Vorbereitung das A und O. Diese fängt schon beim Einkaufen an: Hier sollte zum einen auf gute Qualität und zum anderen auf die Höhe des Steaks geachtet werden. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollte das Fleisch nicht nur 2,5 bis 4 Zentimeter dick, sondern auch mindestens 2 bis 3 Wochen abgehangen sein. Bereits etwa eine Stunde, bevor Du das Steak braten willst, solltest Du es aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur erreicht und seine Aromen beim Braten besser entfalten kann. Zum Anbraten solltest Du lediglich gutes Fett verwenden, das auch bei hohen Temperaturen in der Pfanne nicht verbrennt – wie beispielsweise Erdnussöl, raffiniertes Pflanzenöl oder Butterschmalz – sowie eine beschichtete, hitzebeständige Pfanne. Ganz besonders gut eignen sich gusseiserne Bratpfannen, während beim Gebrauch von Edelstahlpfannen die Gefahr besteht, dass das Steak in der Pfanne kleben bleibt. Als Gewürze empfehlen sich grobes Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Thymian, Rosmarin oder Knoblauch. Sämtliche Gewürze solltest Du jedoch erst nach dem Bratvorgang hinzu geben, da diese dem Fleisch Flüssigkeit entziehen und zudem bei den hohen Temperaturen in der Pfanne verbrennen können.

2. Gewusst wie – die verschiedenen Garstufen des Steaks

Noch bevor Du damit beginnst Dein Steak zu braten, solltest Du Dir über die verschiedenen Garstufen im Klaren sein. Die richtige Garstufe ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Wer sein Steak eher blutig mag, sollte es nur kurz im Ofen schmoren lassen, wer es eher durchgebraten bevorzugt, sollte sich hingegen auf eine längere Garzeit einstellen. Um die Garstufe Deines Steaks zu überprüfen, gibt zwei Methoden: Die Fingermethode und die Messmethode. Eigentlich gibt es sechs Einstufungen, wie sich ein Steak braten lässt: „fast roh“, „Kern roh“, „innerer Kern roh“, „halb durchgebraten“, „fast durchgebraten“ und „durchgebraten“. Im täglichen Kochbetrieb haben sich die drei englischen Bezeichnungen Rare (innerer Kern roh), Medium (fast durchgebraten) und Well Done (durchgebraten) durchgesetzt. Bei der Messmethode lassen sich die Kerntemperaturen des Rindersteaks per Thermometer „erfühlen“. Hierzu wird allerdings ein Kerntemperaturmessgerät aus dem Küchenfachhandel benötigt. Bei 52°C bis 55°C ist das Steak Rare, bei 60°C bis 65°C ist es Medium und bei 71°C Well Done. Alternativ kann auch der klassische Drucktest helfen: Hierzu drückt man einfach mit dem Zeigefinger auf das Steak und erfühlt dabei dessen Widerstand. Fühlt es sich an als würde man mit dem Finger gegen eine Wange drücken, ist das Steak Rare. Wenn es sich eher nach einer Nase anfühlt, ist es Medium und wenn es sich so hart anfühlt wie ein Kinn, ist das Steak Well Done. Im Zweifelsfall hilft immer noch das gute alte Anschneiden – auch wenn dabei natürlich die Optik leidet.

3. Steak braten – von der Pfanne in den Ofen

Nicht umsonst stammt der Begriff „Steak“ vom altnordischen Wort „steik“, das mit „Braten“ übersetzt werden kann. Nachdem Du Dich für eine Steaksorte und eine Garstufe entschieden hast, steht dem Braten nichts mehr im Weg. Ein Steak sollte in der Regel nicht länger als 60 bis 90 Sekunden in heißem Öl angebraten werden, bevor es in seiner zweiten Station, dem Backofen, fertig ausgaren kann. Sobald das Steak in der Pfanne scharf angebraten wird, entfaltet es seine Röstaromen – allerdings ist hier Vorsicht geboten, denn je länger das Fleisch in der Pfanne bleibt, desto trockener wird es. Nach höchstens 90 Sekunden in der heißen Pfanne sollte es außen knusprig und innen roh sein. Durch die hohe Temperatur in der Pfanne verbinden sich die Zuckermoleküle des Fleisches mit den Eiweißen zu einer Kruste, die am Ende besonders gut, weil knusprig, schmeckt. Nachdem Du das Steak vorsichtig aus der Pfanne entnommen hast, kannst Du es in Alufolie einpacken und ihm mit den oben genannten Gewürzen richtigen Pepp verleihen. Nach einigen Minuten Ruhezeit ist das Alupaket bereit für den Backofen. Auf der mittleren Schiene des Ofens kann nun das Innere vom Steak braten und weiter garen. Je nach bevorzugter Garstufe muss das Paket zwischen 4 bis 10 Minuten im Ofen schmoren. Bei niedrigen Temperaturen von 65°C bis etwa 140°C wird das Steak besonders zart und rosig. Wenn Du es blutig magst, sollte es für etwa 4 bis 5 Minuten bei 180°C im Ofen nachgaren, wenn Du es hingegen lieber Medium magst, sollte es für etwa 6 bis 7 Minuten im Ofen bleiben. Für ein Steak, das Well Done ist, reichen etwa 8 bis 10 Minuten im Backofen aus. Für den genussvollen Verzehr des perfekten Steaks brauchst Du nur noch ein richtiges Steakmesser und dann heißt es: Guten Appetit!

Ein Steak zu braten ist gar nicht so schwer! Wer die Kunst der Steakzubereitung einmal beherrscht, wird sie so leicht nicht mehr verlernen, sondern sich von Mal zu Mal steigern. Auch die Beilagen lassen sich ganz nach persönlichem Geschmack zubereiten und anrichten. Ob knusprige Zwiebelringe, selbst gemachte Kräuterbutter, grüner Salat, Pommes Frites oder von allem ein bisschen – Dein Steakgericht wird garantiert zum Geschmackserlebnis der besonderen Art!

Bildquelle: iStock/Lisovskaya


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Was denkst du?

  • Kochibaer am 14.08.2014 um 15:53 Uhr

    Steak braten ist eine echte Kunst. Ich kann das ja mal so gar nicht, bei mit ist es immer durch... Das hat das gute Fleisch nicht verdient. Deswegen macht das jetzt immer mein Freund.

    Antworten
  • erdbeerqueen89 am 31.07.2014 um 09:27 Uhr

    Ich habe leider nicht wirklich Talent, Steak braten klappt bei mir einfach nicht. Aber es gibt hier ja viele Tipps, mit denen schaffe ich es dann vielleicht auch mal, ein leckeres Steak statt einer harten Schuhsohle zu produzieren

    Antworten
  • applepie77 am 19.05.2014 um 09:19 Uhr

    Steak braten ist bei uns zu Hause auch immer eine hitzige Angelegenheit, mein Mann legt da sehr viel Wert auf seine spezielle Brattechnik 🙂 Aber ich muss sagen, es schmeckt dann auch immer richtig lecker

    Antworten