Hokkaido Kürbis_iStock_sugar0607
Meike Leyerle am 22.10.2015

Während die Sonnenanbeter noch damit beschäftigt sind, dem Sommer hinterher zu trauern, beginnt für Feinschmecker im September die schönste Zeit des Jahres, denn dann hat der Hokkaido Kürbis endlich wieder Saison. Suppe, Auflauf, Eintopf, Salat – vollkommen egal, was in den darauffolgenden Wochen auf dem Teller landet, Hokkaido Kürbis muss dabei sein. Klingt langweilig? Ist es aber ganz und gar nicht, denn keiner kann mehr als der kleine japanische Kürbis!

Auch wenn es vielleicht nicht so aussehen mag, der Hokkaido Kürbis ist ein Speisekürbis der Sorte Curcubita maxima, auf Deutsch: Riesenkürbis. Mit seinem Kampfgewicht von gerade einmal 400 Gramm bis zwei Kilogramm mag er im Vergleich zu anderen Sorten ein echtes Leichtgewicht sein, aber in kulinarischer Hinsicht spielt er definitiv in der Champions League. Im Supermarktregal bezirzt er uns mit seinem wunderschön herbstlichen Knallorange, das zum Teil von einigen grünen Stellen unterbrochen wird. Diese sind übrigens kein Merkmal für mindere Qualität, sondern einfach eine Farblaune der Natur.

Hokkaido Kürbis auf einem Holzbrett

Dauergast im Herbst: Alle lieben den Hokkaido Kürbis

Wie der Name es vielleicht schon vermuten lässt, stammt der Hokkaido Kürbis aus Japan – und ist, nebenbei bemerkt, eine recht junge Kürbisart: Amerikanische Geschäftsleute brachten seinen Vorgängern, den Hubbard-Kürbis, zwar bereits im 19. Jahrhundert ins Land der aufgehenden Sonne, doch es dauerte bis ins Jahr 1930, bis es einem japanischen Gemüsezüchter gelang, aus dem Hubbard und seinen ähnlich geschmacksneutralen Nachkommen den Hokkaido Kürbis zu ziehen. Erst in den 1990er Jahren kam der leckere, kleine Kürbis dann aus seiner asiatischen Heimat nach Europa. Doch hier eroberte er die Herzen vieler Genießer so schnell, dass er sich innerhalb kürzester Zeit zu einem der wichtigsten Speisekürbisse entwickelt hat. Mittlerweile wird der Hokkaido Kürbis auch in Europa angebaut und kann in den Monaten September bis Dezember geerntet werden. Die gute Nachricht ist jedoch, dass er sich bei geeigneter Lagerung (trocken, dunkel, nicht über 15 Grad) mehrere Monate aufbewahren lässt. So kann man sich auch außerhalb der eigentlichen Saison einen Kürbis-Leckerbissen schmecken lassen.

Ein Hoch auf den Hokkaido Kürbis

Dass der Hokkaido Kürbis mittlerweile so beliebt ist, hat gleich drei gute Gründe. Zum einen überzeugt natürlich sein Geschmack: Das nussige Aroma erinnert an Esskastanien beziehungsweise Maronen und ist somit ein kulinarischer Inbegriff für den Herbst. Der zweite Grund für die Popularität des Hokkaido Kürbis ist ein pragmatischer: Da die Schale des Kürbisses im Vergleich zu anderen Sorten sehr dünn und weich ist, kann sie mitgegessen werden – das zum Teil recht aufwendige Schälen fällt also weg. Lediglich die Kerne und Fasern in der Mitte des Kürbisses müssen vor dem Zubereiten entfernt werden. So steht die Leckerei, die aus dem Hokkaido Kürbis gezaubert werden soll, schneller auf dem Tisch. Und dann ist da noch seine Wandelbarkeit, die den orangefarbenen Gemüseliebling zu einem echten Dauerbrenner in der Küche macht. Von Fingerfood, Lasagne über jede Menge unterschiedliche Suppen und Salate bis hin zu Süßspeisen wie Kuchen macht der Hokkaido Kürbis wirklich jede Leckerei mit, ohne mit der (imaginären) Wimper zu zucken. Es wird also garantiert nie langweilig, auch wenn mehrere Wochen lang jeden Tag Kürbis auf dem Speiseplan steht. Glaubst Du nicht? Dann werden Dich diese Rezepte garantiert überzeugen:

Wer Hokkaido Kürbis isst, der tut im Übrigen auch seinem Körper etwas Gutes, denn der Herbstklassiker steckt nebenbei voller guter Dinge. Allen voran Vitamin C ist reichlich vorhanden, und das ist gerade in der kalten Jahreszeit immer wichtig für das Immunsystem. Fett sucht man hingegen (fast) vergeblich, gerade einmal 0,6 Gramm pro 100 Gramm Fruchtfleisch bringt der Hokkaido Kürbis auf die Waage. Auch auf die Kalorienbilanz nimmt der Kleine kaum Einfluss, 100 Gramm Hokkaido Kürbis haben gerade einmal 60 Kilokalorien. Ein echtes Leichtgewicht eben – und dennoch ein kulinarisches Schwergewicht im allerbesten Sinne!

Wenn es endlich soweit ist und sich die ersten Hokkaido Kürbisse in den Supermarktregalen einfinden, dann heißt es: zuschlagen! Denn mit dem Kürbis kann man so viele leckere Dinge anstellen, dass die vier Monate, die er Saison hat, gar nicht ausreichen, um alles nachzukochen und zu backen! Also nichts wie ran an Töpfe, Salatschüsseln, Auflauf- und Backformen und her mit dem Hokkaido Kürbis. Genuss in Sicht!

Bildquelle: iStock/sugar0607


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Was denkst du?

  • Meike Leyerle am 23.10.2015 um 09:43 Uhr

    Suppe, Eintopf oder als Salat, wie magst Du Hokkaido Kürbis am liebsten?

    Antworten