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Meike Leyerle am 15.10.2015

Wenn die sommerliche Hitze verschwunden ist und die Tage immer kürzer werden, startet für viele Feinschmecker die schönste kulinarische Saison, der Herbst. Das liegt vor allem am Kürbis, der zu dieser Jahreszeit gehört wie kein anderes Gemüse. Doch immer nur Kürbissuppe ist auf Dauer auch ein bisschen langweilig. Zum Glück gibt es jede Menge Ideen und Rezepte für abwechslungsreichen Gerichte mit Kürbis – und hier findest Du sie.

Wenn man über den Kürbis spricht, meint man meistens eine ganze Pflanzengattung, nämlich die der Curcurbita. Zu ihr gehören fünf verschiedene Arten: Curcurbita argyrosperma, Feigenblatt-Kürbis, Riesen-Kürbis, Moschus-Kürbis und Garten-Kürbis. Alle fünf sind kultiviert, doch für uns spielen vor allem Riesen-, Moschus-, und Garten-Kürbisse eine übergeordnete Rolle. Denn die Unterarten, die zu ihnen gehören, stehen auf unserem Speiseplan ziemlich weit oben.

Kürbisse auf Stroh

Der Kürbis gehört im Herbst einfach dazu, auch auf dem Teller!

Allen voran der Hokkaido, der zu den Riesen-Kürbissen gehört, der Butternut (ein Moschus-Kürbis) und der Spaghettikürbis, der zu den Garten-Kürbissen zählt, sind im Herbst nicht aus internationalen Küchen wegzudenken. Genauer gesagt sind sie ab August fester Bestandteil vieler Gerichte, denn bereits im letzten Sommermonat beginnt die Ernte vieler Kürbisse. Die absolute Hochsaison ist dann aber natürlich der September und der Oktober – da wird jeder freie Platz im Supermarktregal für Kürbis genutzt. Vor allem der Hokkaido, einer der wichtigsten Speisekürbisse, ist zwar mittlerweile auch außerhalb seiner Saison zu bekommen, da er aufgrund seiner Beliebtheit in Gewächshäusern gezogen wird, aber wie das mit saisonalen Produkten nun mal so ist, sie schmecken dann am besten, wenn die Natur den Startschuss gegeben hat. Ganz nebenbei ist der Kürbis übrigens auch ein echter Figurschmeichler: Da er zu 90 Prozent aus Wasser besteht, ist er mit gerade einmal rund 30 Kalorien pro 100 Gramm ein echtes Leichtgewicht. Dafür hat er aber jede Menge gute Inhaltstoffe im Gepäck, über die sich Dein Körper mit Sicherheit freuen wird. Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien – all das steckt in jedem Kürbis!

Der richtige Kürbis für Dein Gericht

Generell sind Kürbisse sehr vielfältig und machen in kulinarischer Hinsicht einiges mit. Daher ist es oft eine Geschmacksfrage, welcher Kürbis für eine Suppe oder als Grundlage für Kürbispüree verwendet wird. Doch auch praktische Überlegungen spielen eine Rolle: Wer aus dem Kürbis eine Suppe oder Püree machen will, das Gemüse also mit einem Stabmixer oder einem Kartoffelstampfer bearbeiten möchte, greift am besten zu einem Kürbis mit dünner Haut. Diese wird beim Kochen so weich, dass es nicht nötig ist, das Gemüse vorab zu schälen. Am häufigsten landet aus diesem Grund der Hokkaido im Einkaufswagen, denn er kann mitsamt Schale in den Kochtopf wandern und später zu allerlei Leckereien weiterverarbeitet werden. Der Butternut Kürbis ist für Suppen auch sehr beliebt – darüber, ob man ihn denn nun schälen sollte oder nicht, scheiden sich allerdings die Geister. Seine Schale ist auf jeden Fall essbar, wenn auch etwas härter als die des Hokkaido. Während die eine Fraktion sagt, dass die Schale weich wird, wenn man sie lange genug kocht, ist die Gegenseite der Auffassung, dass es deutlich schneller geht, dem Kürbis mit einem Sparschäler zu Leibe zu rücken und die äußere Schale zu entfernen. Andere Sorten müssen in der Regel geschält werden, denn die Schale ist zu hart, wird bei der Zubereitung trotz hoher Temperaturen also nicht weich genug. Zudem verstecken sich in einer dicken Schale auch gerne mal Bitterstoffe – und die will nun wirklich niemand in seinem Kürbis-Gericht haben. Beim Spaghettikürbis sieht das wiederum komplett anders aus: Er wird in der Regel im Ganzen gekocht und erst nach Ende der Garzeit, die je nach Größe etwa 45 Minuten beträgt, aufgeschnitten. Dann offenbart er auch, warum er Spaghettikürbis heißt, denn in seinem Inneren verstecken sich Fasern, die fast aussehen wie eben jene Pastasorte. Nachdem das Kerngehäuse entfernt wurde, kann der Inhalt des Kürbisses dann gegessen werden – entweder mit Soße als Hauptgericht oder als perfekte Beilage mit Wow-Effekt! Für welchen Kürbis – und welches Gericht – Du Dich letzten Endes auch entscheidest, beim Einkauf solltest Du immer darauf achten, dass die Schale möglichst unversehrt ist, weil sich in offenen Stellen gerne mal Schimmel einnistet. Ob der Kürbis reif ist, erkennst Du anhand der Klopfprobe: Einfach an die Schale klopfen wie an eine Tür. Hört es sich so an, als sei der Kürbis innen hohl, kannst Du ihn mitnehmen und direkt verarbeiten – oder für zukünftige Leckereien aufbewahren. Bei geeigneter Lagerung (dunkel, trocken und kühl), ist jeder Kürbis mehrere Monate haltbar.

Kürbis gekonnt in Szene setzen

Natürlich geht eine Kürbissuppe immer, keine Frage. Doch deswegen sollte man das Gemüse nicht darauf reduzieren. Denn neben dem dampfenden und wärmenden Löffelglück kann der Kürbis noch viel mehr. Vor allem als Ersatz für Kartoffeln lässt er sich wunderbar einsetzen: Pommes, Püree, Gnocci – fast alles, was Du aus Kartoffeln zubereiten kannst, gelingt auch mit dem Kürbis. Und wird garantiert richtig lecker. Aber das war natürlich noch nicht alles. Ein Salat aus gewürfeltem Hokkaido-Kürbis? Auf jeden Fall, am liebsten lauwarm! Kürbis als Einlage für einen knackigen Feldsalat? Unbedingt! Risotto, Brotaufstrich oder Carpaccio aus leuchtendem Kürbis? Aber ja! Die Liste lässt sich fast endlos weiterführen – wie unsere Kürbis Rezepte eindrucksvoll unter Beweis stellen:

Übrigens kann der Kürbis nicht nur herzhaft, auch Desserts und Kuchen lassen sich aus dem Herbstdauerbrenner zaubern. Das von Natur aus leicht süßliche Aroma des Fruchtfleisches sorgt dafür, dass der Kürbis perfekt mit anderen, für Desserts typische Zutaten harmoniert. Seine leichte Würze bringt dabei Spannung ins Spiel und lässt die Geschmacksknospen vor Begeisterung hüpfen. Die vielleicht bekannteste Süßspeise mit Kürbis ist der amerikanische Pumpkin Pie, der fest zum Thanksgiving Fest gehört. Aber auch Mousse, Tarte, Cupcakes oder Kuchen sind möglich– der Kürbis macht auch in Sachen Naschen (fast) alles mit, einfach mal ausprobieren!

Wandelbarkeit ist sein zweiter Vorname! Wenn die Kürbiszeit anbricht, kann man andere Gemüsesorten ruhigen Gewissen mal für einige Wochen links liegen lassen und sich voll und ganz dem orangen Leckerbissen zuwenden. Egal, wie oft Du mit Kürbis kochst oder backst, dank der vielen abwechslungsreichen Rezepte kommt dabei mit Sicherheit keine Langeweile auf!

Bildquelle: iStock/HansJoachim

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