Red cabbage and bay leaves in the Jar
Meike Leyerle am 18.12.2015

Sobald es draußen kälter wird und deftigere Gerichte auf dem Speiseplan stehen, startet die Hochsaison von Rotkohl. Als Gemüsebeilage oder als Salat, der Kohl macht stets eine gute Figur. Und was noch viel wichtiger ist: Er schmeckt einfach immer gut. Kein Wunder, dass es so viele unterschiedliche Rezepte und Kreationen rund um Rotkohl gibt – und hier kannst Du die besten entdecken.

Rotkohl ist – der Name lässt es bereits erahnen – ein Wintergemüse, das Dich in den kalten Monaten mit viel Vitamin C und anderen guten Inhaltsstoffen versorgt. Das Gemüse wird im Frühjahr ausgesät und kann im Spätherbst geerntet werden. Absolute Hochzeit des Kohls sind die Monate November und Dezember, und das ist auch der Grund dafür, warum Rotkohl besonders in der (Vor-)Weihnachtszeit so eine beliebte Beilage ist. Vor allem zur traditionellen Weihnachtsgans gehört Rotkohl einfach dazu. Dank früher Sorten kann man den Kohlkopf zwar mittlerweile fast das ganze Jahr über genießen, aber so richtig in Fahrt kommt er eben erst gegen Ende des Jahres.

Rotkohl in einem Einmachglas

Rotkohl einkochen ist so einfach – und das Ergebnis so lecker!

Falls Du mit dem Begriff Rotkohl übrigens nichts anfangen kannst, heißt das nicht, dass Du in Sachen Gemüse einige Nachhilfestunden brauchst – viel wahrscheinlicher ist es, dass das Gemüse in Deiner Region einen anderen Namen trägt. In Schwaben und Bayern heißt es Blaukraut, in anderen Gegenden Rotkraut oder eben Rotkohl. Das hat zwei Gründe: Zum einen hat der pH-Wert des Bodens, in dem der Rotkohl wächst, Einfluss auf die Farbe des Kohls. Ist der Boden alkalisch, haben die Blätter, die eigentlich Lila gefärbt sind, einen bläulichen Stich. Ist der Boden sauer, sind sie rötlicher. Die unterschiedlichen Bezeichnungen lassen sich aber zum anderen auch auf die verschiedenen Zubereitungsarten zurückführen. Wird Rotkohl – wie in Bayern und Schwaben üblich – mit Natron oder Zucker gekocht, färbt er sich noch stärker blau. Und daher hat sich hier der Begriff Blaukraut durchgesetzt. Gibt man beim Kochen hingegen saure Lebensmittel wie Essig oder Äpfel zum Rotkohl, dann verstärkt das die rote Farbe – und man nennt das Gemüse Rotkohl oder Rotkraut. Blaukraut bleibt also Blaukraut und Rotkohl bleibt Rotkohl – doch wie bereitet man den gesunden Leckerbissen zu?

Rotkohl selbst kochen

Viele denken, dass es Rotkohl nur industriell eingekocht im Supermarkt zu kaufen gibt. Ist ja auch sehr praktisch: Glas auf, Inhalt in den Topf, aufwärmen, fertig! Dabei ist es so leicht (und so lecker!) Rotkohl von der Pike auf selbst zuzubereiten. Besonders einfach ist ein Rotkohl-Salat, dazu muss der Kopf nur gewaschen, kleingeschnitten und dann mit einem köstlichen Dressing vereint werden. Doch auch das (Ein-)Kochen des Kohls ist keine wirkliche Herausforderung, selbst für Küchenneulinge. Wenn Du eine Beilage für vier Personen zubereiten möchtest, braucht Du einen Rotkohl, der etwa 650 bis 900 Gramm auf die Waage bringt – je nach Appetit Deiner Gäste. Die äußeren Blätter entfernst Du und wäschst den restlichen Kohl dann unter kaltem Wasser. Anschließend halbierst Du ihn und schneidest die Hälften dann in feine Streifen. Wer mit einem Gemüsehobel den passenden Küchenhelfer zur Hand hat, kann den Rotkohl auch einfach fein hobeln, das geht natürlich bedeutend schneller. Dann schälst Du eine Zwiebel, schneidest sie klein und dünstest sie anschließend in etwas Butter an. Jetzt gibst Du den Rotkohl dazu und garst das Ganze für einige Minuten. Bereits jetzt kannst Du den Kohl mit reichlich Salz und Pfeffer würzen. Auch Nelken, Muskat und Lorbeer passen wunderbar zu Rotkohl, mit ihnen kannst Du Deine Beilage nach Belieben abschmecken. Vergiss dabei aber nicht, Nelken und Lorbeerblätter vor dem Servieren wieder zu entfernen! Wenn das Gemüse gewürzt ist, löschst Du es mit etwa einem halben Liter Flüssigkeit ab. Du kannst entweder nur Gemüsebrühe verwenden oder Du nimmst einen Teil Wein beziehungsweise Essig und einen Teil Brühe – ganz nach Deinem Geschmack. Den Kohl lässt Du anschließend bei schwacher Hitze rund 20 bis 30 Minuten kochen. Anschließend kannst Du die Beilage mit verschiedenen Aromen abrunden: Viele Rezepte setzen auf Fruchtgelee oder Äpfel, doch auch mit Birnen oder einer Wein-/Natronmischung kannst Du dem Rotkohl geschmacklich den letzten Schliff verpassen. Hier sind weitere leckere Ideen:

Rotkohl lässt sich übrigens auch wunderbar auf Vorrat zubereiten: Dazu kochst Du einen großen Kohlkopf wie beschrieben und füllst ihn dann (noch kochend heiß) in Einweckgläser. Anschließend kannst Du sie entweder im Backofen oder in einem geeigneten Topf einkochen – oder Du lässt die gut verschlossenen Gläser für einige Stunden auf dem Kopf stehen. Beide Methoden sorgen dafür, dass Du auch nach mehreren Monaten noch frischen Rotkohl genießen kannst.

Ob frisch zubereitet oder selbst eingekocht, Rotkohl ist vor allem im Winter wirklich immer die richtige Wahl, wenn eine schmackhafte und gesunde Beilage auf den Tisch kommen soll. Ob zur Weihnachtsgans, zum Wildschweinbraten oder zum sonntäglichen Schweinebraten, der Kohl nimmt jede dieser kulinarischen Rollen perfekt ein.

Bildquelle: iStock/8vFanl


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Was denkst du?

  • Meike Leyerle am 18.12.2015 um 12:25 Uhr

    Kochst Du Rotkohl selbst ein oder kaufst Du es lieber fertig im Supermarkt?

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