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Palmöl darf nicht mehr versteckt werden!

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Palmöl darf nicht mehr versteckt werden!

Es steckt in vielen Lebensmitteln drin, doch kaum jemand weiß das. Bislang konnte sich Palmöl in der Zutatenliste vieler Produkte hinter Begriffen wie „pflanzliches Öl“ verstecken. Doch die neue EU-Lebensmittelinformationsverordnung macht dem jetzt Schluss – und bringt die Kritiker von Palmöl zum Jubeln!

Beschlossen wurde sie zwar bereits im Jahr 2011, doch erst jetzt tritt die neue Regelung in Kraft, nach der die Zutaten von Lebensmitteln detaillierter offen gelegt werden müssen, wie die Verbraucherzentrale Bayern auf ihrer Homepage schreibt. Ab dem 13.12.2014 reicht es nicht mehr, wenn Produzenten auf ihren Packungen vermerken, dass sie pflanzliche Öl oder Fette verwendet haben – wenn Palmöl drin ist, muss auch Palmöl draufstehen! Das gilt auch für andere Fette und Öle, statt den Oberbegriffen können sich Kunden also bald darauf freuen, dass Olivenöl, Kokosfett und andere Inhaltsstoffe in der Zutatenliste genauestens vermerkt sind. Das freut besonders die Feinschmecker, die gerne auf Palmöl verzichten wollen, um der Umwelt etwas Gutes zu tun. Denn obwohl – oder gerade weil – Palmöl buchstäblich in aller Munde ist, steht es dennoch in der Kritik.

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Palmöl ist für Verbraucher bald auf den ersten Blick erkennbar

Palmöl: Es wird leichter, darauf zu verzichten

Palmöl ist ein echter Alleskönner in der Produktion von Lebensmittel, es kann für die Herstellung unterschiedlichster Produkte genutzt werden. Daher ist die Nachfrage nach Palmöl in den letzten Jahrzehnten explosionsartig angestiegen. Um diesen erhöhten Bedarf überhaupt decken zu können, mussten mehr Plantagen für Palmöl angelegt werden. Und genau darin liegt der Kritikpunkt vieler Umweltschützer, denn für diese Plantagen werden immer wieder große Flächen Regenwald abgeholzt. Wer aus diesem Grund auf Palmöl verzichten wollte, musste sich bislang in mühevoller Kleinarbeit genauestens darüber informieren, in welchen Lebensmitteln und anderen Produkten des täglichen Bedarfs Palmöl enthalten ist. Zumindest bei der Nahrung hat das mit der neuen EU-Verordnung nun ein Ende, schließlich kann sich Palmöl nun nicht mehr verstecken.

Für viele Kunden, die mit ruhigen Gewissen einkaufen und schlemmen wollen, wird es in Zukunft leichter, Produkte ohne Palmöl aus den Supermarktregalen zu angeln. Allerdings bleibt Umweltschützern der Blick auf die Zutatenliste nicht erspart, denn ein einheitliches Siegel, das auf die Verwendung von Palmöl hinweist, wird es erst einmal nicht geben. Doch die EU-Verordnung ist ein Schritt in die richtige Richtung. Schließlich will man doch wissen, was man isst – ob Umweltschützer oder nicht!

Bildquelle: Thinkstock / Fuse

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