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Superfood!

Pastinaken: Gesunde & leckere Wurzeln

Es gab Zeiten, da waren Pastinaken aus deutschen Küchen nicht wegzudenken. Doch vermutlich fragen sich gerade einige leicht verwundert, wann das gewesen sein soll, denn das Wurzelgemüse spielt in unserer Ernährung kaum eine Rolle. Höchste Zeit, das zu ändern! Foodies haben längst erkannt, dass Pastinaken echtes Superfood sind – und die Wurzel zum Trendgemüse erklärt. Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen und verraten Dir, warum Du Pastinaken auf jeden Fall in Deinen Speiseplan integrieren solltest.

Die Kartoffel ist an allem schuld! Bevor sie im 18. Jahrhundert von Südamerika nach Europa kam, waren Pastinaken eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Doch die Knolle lief der Wurzel schnell den Rang ab, sodass Pastinaken zu einem Dasein im Schatten von Kartoffeln verdammt waren. Bis jetzt! Denn im Zuge der Slow Food- und Clean Eating-Bewegungen finden altehrwürdige Gemüsesorten langsam aber sicher wieder den Weg zurück ins kulinarische Rampenlicht.

Pastinaken auf einem Holztisch
Frische Pastinaken sind im Winter ein echter Hit!

Schließlich geht es bei Slow Food und Clean Eating um gesunde, regionale, unverarbeitete Lebensmittel, die nicht nur lecker sind und satt machen, sondern dem Körper nebenbei auch etwas Gutes tun. Daher haben Foodies in den vergangenen Jahren immer wieder einen Blick über den sprichwörtlichen Tellerrand geworfen und geschaut, welche Gemüsesorten auf heimischen Feldern wachsen – und dabei die Pastinaken wiederentdeckt. Ein Blick auf die Inhaltsstoffe genügte – seither erlebt das Wurzelgemüse eine Renaissance.

Was ist drin in Pastinaken?

Vier Mal so viel Vitamin C und Folsäure wie Karotten, dazu Folsäure, Calcium und Vitamin E: In Pastinaken stecken wirklich jede Menge guter Dinge, die der Körper Tag für Tag braucht, um gesund zu bleiben. Wer den relativ hohen Anteil an Kohlehydraten sieht, etwa 50 Gramm auf 100 Gramm Pastinaken, ist vielleicht erst einmal abgeschreckt, schließlich klingt das nicht gerade figurschonend. Aber wer die Wurzeln probiert, der weiß, dass die vielen Kohlehydrate einen großen Vorteil haben – und auch mit einer Low Carb-Ernährung in Einklang zu bringen sind. Denn diese „gesunden“, weil vollwertigen Kohlehydrate sind es, die lange satt machen und so Heißhungerattacken vorbeugen. Nach dem Essen sinkt der Blutzuckerspiegel nur langsam ab, daher überkommt Dich das plötzliche Gefühl extremen Hungers nicht mehr. Zudem sind Pastinaken sehr gut bekömmlich, sie belasten den Magen-Darm-Trakt kaum – daher sind sie auch als Bestandteil (hausgemachter) Babynahrung eine gute Wahl.

Pastinaken: Nach dem Frost ist vor dem Genuss

Die weißen, spitz zulaufenden Wurzeln sind ein sogenanntes Saisongemüse, das heißt, dass sie nicht das ganze Jahr über zu bekommen sind. Sobald es draußen knackig kalt wird, können Pastinaken ihr volles Aroma entfalten, von Dezember bis ins Frühjahr hinein finden sie dann den Weg vom Feld über den Super- beziehungsweise Wochenmarkt auf Deinen Teller. Genau wie Rosenkohl schmecken Pastinaken besonders lecker, wenn sie vor der Ernte den ersten Frost miterleben konnten. Dann steigt nämlich der Zuckergehalt der Wurzel an und der Geschmack wird deutlich milder. Wer auch nach der Saison weiterhin Pastinaken genießen möchte, der sollte sie bei etwa zwei Grad Celsius lagern, so können die Wurzeln mehrere Monate lang frisch bleiben.

Vielseitige Pastinaken

Das Aroma von Pastinaken erinnert an Karotten: mild, leicht süßlich und mit einer erdigen Note, die aber im Vergleich zu roter Bete beispielsweise eher zurückhaltend ist. Und die Wurzeln ähneln nicht nur geschmacklich den Karotten, sie sind in der Küche auch genauso vielfältig einsetzbar wie die Verwandten in Knallorange. Zum Beispiel als Püree, für das die Pastinaken geschält, klein geschnitten, gekocht und anschließend mit einem Kartoffelstampfer bearbeitet werden. Apropos Kartoffeln: Pastinaken sind nicht nachtragend, dass die Knollen sie einst vom Thron stießen, ist längst vergessen. Zum Glück, denn die beiden Gemüsesorten verstehen sich prächtig miteinander, gerade als Püree! Als Solokünstler geben Pastinaken darüber hinaus wunderbare Suppen ab, werden gedünstet oder gebraten zur perfekten Beilage für deftiges Fleisch und machen roh als Bestandteil verschiedener Salate eine echt gute Figur.

Genug Gründe für die Pastinaken gefunden? Wir finden schon, und plädieren dafür, das Trendgemüse unbedingt zu probieren. Neben all den guten Inhaltsstoffen und der kulinarischen Bandbreite überzeugt uns nämlich vor allem die Abwechslung. Wer will schon immer und immer wieder Karotten, Kartoffeln und Co. essen?

Bildquelle: iStock/MarianVejcik

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