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Ungesunde Ernährung kostet Milliarden

Neue Studie

Ungesunde Ernährung kostet Milliarden

Übergewicht ist nicht gut für den Körper, so viel dürfte mittlerweile jedem klar sein. Doch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) fand jetzt heraus, dass es noch viel weiter reichende Folgen hat: Eine ungesunde Ernährung kostet das staatliche Gesundheitssystem jährlich einen zweistelligen Milliardenbetrag!

Die Forscher der MLU haben zusammen mit dem Biotechnologieunternehmen BRAIN AG untersucht, welche Kosten es verursacht, dass die Deutschen im Durchschnitt zu viel Salz, Zucker und Fett zu sich nehmen. Dazu analysierten sie die Kosten für Krankenhausaufenthalte und glichen sie mit Verzehrdaten ab – mit einem eindrucksvollen Ergebnis: Mit rund 16,8 Milliarden Euro belastet eine ungesunde Ernährung das Gesundheitssystem jedes Jahr.

Burger und Pommes Frites
Ungesunde Ernährung: Burger und Co. kommen den Staat teuer zu stehen!

Die häufigsten Krankheiten, die durch die Fehlernährung entstehen und für diese Kostenexplosion sorgen, sind dabei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Karies, Störungen des Stoffwechsels wie beispielsweise Diabetes, oder Übergewicht im Allgemeinen sowie Krebserkrankungen, die auf eine ungesunde Ernährung zurückzuführen sind. Doch dieser Milliardenbetrag ist nur die Spitze des Eisberges, wie der Autor der Studie, Dr. Toni Meier von der MLU, vorrechnet. Denn eine ungesunde Ernährung verursacht nicht selten weitere Kosten durch Folgeerkrankungen. „Diese reichen von der gewichtsbedingten Arthrose bis zu Schlafstörungen, Alzheimer und chronischem Nierenversagen“, so Dr. Meier weiter.

Ungesunde Ernährung ist auch ein finanzielles Problem

Dass eine ungesunde Ernährung derart hohe Kosten für das Gesundheitssystem und damit den Staat verursachen kann, verblüffte sogar die Forscher selbst. „Die Resultate haben uns in ihrer Höhe doch sehr überrascht. Dabei haben wir hier aktuell lediglich die direkten Behandlungskosten berücksichtigt. Indirekte Kosten, bedingt durch Arbeitsausfall, Kurbehandlungen und Invalidität, kommen zu den direkten Kosten sogar noch hinzu“, gibt Katja Riedel von der BRAIN AG und Co-Autorin der Studie zu bedenken. Deswegen wollen die Wissenschaftler im Rahmen des NatLife 2020-Forschungsprogramms weiter daran arbeiten, Lebensmittel gesünder zu machen, indem sie beispielsweise Zucker, Fett und Salz durch neue Naturstoffe ersetzen. Das ist derzeit allerdings noch Zukunftsmusik.

Ungesunde Ernährung hat nicht nur Folgen für den Einzelnen, sondern auch für die gesamte Bevölkerung und den Staat, wie die neue Studie eindrucksvoll unter Beweis stellt. Es gibt jetzt also einen weiteren Grund, auf die eigene Ernährungsweise zu achten – vielleicht öffnet der finanzielle Aspekt ja einigen Feinschmeckern die Augen…

Bildquelle: iStock / zeleno

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