Für Links auf dieser Seite erhält desired ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder lila Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.

Schutzmaßnahmen

Vogelgrippe: Blitzverordnung schützt Verbraucher

Vogelgrippe: Blitzverordnung schützt Verbraucher

Vor allem im Norden Deutschlands war die Aufregung in den letzten Wochen groß, als ein erster Fall der Vogelgrippe H5N8 zunächst in einem Putenmastbetrieb, später in einem Entenmastbetrieb in Niedersachsen aufgetreten ist. Zum Schutz vor einer Verbreitung der Seuche hat Bundesernährungsminister Christian Schmidt nun eine Eil-Verordnung erlassen, nach der alle Tiere vor ihrem Transport zum Schlachtbetrieb auf den Erreger der Vogelgrippe untersucht werden müssen.

Vor allem in der Vorweihnachtszeit steht Enten- und Gänsefleisch auf dem Einkaufszettel vieler Feinschmecker – was wäre ein Weihnachtsmenü ohne die traditionelle Weihnachtsgans? Doch nachdem in der vergangenen Woche die Vogelgrippe in einem niedersächsischen Zuchtbetrieb aufgetreten ist und danach auch ein zweiter Fall bekannt wurde, ist die Verunsicherung bei den Verbrauchern groß. Bundesernährungsminister Christian Schmidt sorgt jetzt mit einer Eilverordnung jedoch für eine erste Beruhigung: Alle Produzenten von Enten- und Gänsefleisch sind ab sofort dazu verpflichtet, ihre Tiere auf den Erreger der sogenannten Vogelgrippe untersuchen zu lassen – und zwar bevor sie zur Schlachtung transportiert werden. So soll verhindert werden, dass die Vogelgrippe sich weiter verbreitet. Die vorsorgliche Untersuchung ist bei Enten und Gänsen notwendig, da sie im Gegensatz zu Puten und Hühner keinerlei Anzeichen einer Erkrankung mit der Vogelgrippe zeigen.

Vogelgrippe_iStock_robaina
Vogelgrippe: Keine Angst vor der Weihnachtsgans!

Vogelgrippe: Zugvögel als Ursache?

Woher der H5N8-Erreger, der die Vogelgrippe in den beiden niedersächsischen Betrieben ausgelöst hatte und dafür sorgte, dass mehrere Zehntausend Tiere vorsorglich geschlachtet werden mussten, genau stammt, ist bislang nicht geklärt. Experten gehen davon aus, dass er durch Zugvögel übertragen wurde. Zwischen den beiden Höfen bestand kein Kontakt – derzeit gibt es zudem keine Anzeichen von weiteren Fällen der Vogelgrippe. Da es keine Hinweise darauf gibt, dass die Vogelgrippe auf den Menschen übertragbar ist, wird derzeit nicht vom Genuss einer Weihnachtsgans oder eines Entenbratens abgeraten. Die klassischen Regeln der Küchenhygiene sollten aber stets eingehalten werden. Dazu gehört, dass Geflügelfleisch durchgegart werden sollte und rohe Fleischabfälle in die Restmülltonne und nicht in die Biotonne gehören. Wer diese Regeln beachtet, kann sein Weihnachtsmenü ohne Angst vor der Vogelgrippe genießen.

Genießen ohne Angst – mit seiner Verordnung will Bundesernährungsminister Christian Schmidt sowohl die Verbraucher als auch die Fleischproduzenten schützen, damit alle ohne Angst vor der Vogelgrippe ihr Weihnachtsmenü genießen können. Bleibt nur zu hoffen, dass die zurückkehrenden Zugvögel im Frühjahr nicht dafür sorgen, dass auch die Vogelgrippe zurückkehrt.

Bildquelle: iStock / robaina

Was denkst Du?

Galerien

Lies auch