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Feine Beilage

Süß, süßer, Zuckererbsen!

Süß, süßer, Zuckererbsen!

Eigentlich magst Du am liebsten Süßes, Grünzeug ist dagegen nicht so Dein Ding? Was wäre, wenn wir Dir sagen, dass es auch Gemüse gibt, dass man naschen kann? Was nach einem Traum klingt, ist kulinarische Realität: Zuckererbsen machen es möglich! Sie sind (fast) so süß wie Fruchtgummi, aber dennoch gesund. Höchste Zeit also, die Schoten in Deinen Speiseplan aufzunehmen – mit diesen Tipps und Rezepten gelingt Dir das ganz einfach, und lecker wird’s natürlich auch!

Zuckererbsen gehören zur Familie der Hülsenfrüchte, sind also mit anderen Erbsen und Bohnen verwandt. Falls sich jemand fragen sollte, was denn eigentlich Zuckererbsen sind, kann es daran liegen, dass die Erbsen einige Namen haben: Zuckerschoten, Kefe, Kaiserschoten oder auch Mange-tout – alle bezeichnen ein und dasselbe Gemüse. Mange-tout ist Französisch und bedeutet übersetzt ins Deutsche so viel wie „alles essen“, und der Name ist in diesem Fall Programm. Denn im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten müssen Zuckererbsen nicht geschält werden, man kann sie mitsamt ihrer Hülle essen. Das liegt an der Erntezeit der Zuckererbsen: Sie werden bereits gepflückt, bevor sie reif sind, dadurch fehlt ihnen die sogenannte Pergamenthaut. Diese liegt normalerweise im Inneren von Hülsenfrüchten und da sie ungenießbar ist, müssen die Kerne, also Erbsen und Bohnen, erst befreit werden, bevor sie auf dem Teller landen können. Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren großen Unterschied zwischen Zuckererbsen und ihren botanischen Verwandten: Während diese erst gegart werden müssen, können Zuckererbsen auch roh verzehrt werden, beispielsweise als Salat.

Zuckererbsen in einer Schüssel auf Holzboden
Zuckererbsen sind die Süßigkeiten und Gemüse in einer Schote!

Aber nicht nur bei der Bezeichnung Mange-tout ist der Name Programm, auch wer Zuckererbsen sagt, beschreibt die Hülsenfrüchte treffend – das Wörtchen „Zucker“ steckt nicht umsonst in ihrem Namen! Im Vergleich zu anderen Erbsen hat die Zuckerschote einen recht hohen Gehalt an Zucker und zeichnet sich daher durch einen besonders süßen Geschmack aus. Doch keine Sorge, trotz des vergleichsweise hohen Kohlehydratgehalts sind Zuckererbsen sehr gesund. Sie enthalten Vitamin C und B-Vitamine, Ballaststoffe, die die Verdauung in Schwung bringen, Kalium, Eisen und Phosphor sowie jede Menge Proteine, dafür aber so gut wie kein Fett – das alles macht sie zu einem unschlagbaren Bestandteil einer gesunden, ausgewogenen Ernährung. Dank der vielen guten Inhaltsstoffe gelten Zuckererbsen als Cholesterinsenker und ihnen wird nachgesagt, den Körper beim Entsorgen von Giften zu unterstützen. Klingt rundum gesund, oder?

Wo die Zuckererbse herkommt

Erbsen sind sehr alte Lebensmittel, bereits im Altertum wurden sie zu einem der wichtigsten Nahrungsmittel für viele Menschen. Im Vergleich dazu sind Zuckererbsen echte Jungspunde, denn sie wurden Experten zufolge erst um das 16. Jahrhundert herum in Europa angebaut. Zu Zeiten des französischen Sonnenkönig Ludwig XIV. waren getrocknete Erbsen auch weiterhin ein Grundnahrungsmittel für die breite Bevölkerung, Zuckererbsen waren hingegen dem Adel vorenthalten – möglicherweise stammt daher auch der Begriff Kaiserschoten. Seit dieser Zeit gelten Zuckererbsen als etwas ganz Besonderes. Und das sind sie auch heute noch, obwohl sie mittlerweile natürlich der breiten Masse zugänglich sind. Sie sind aber immer noch recht teuer, vor allem im Vergleich zu anderen Gemüsesorten. Der hohe Preis ist ein Resultat der kurzen Saison: Frische, heimische Zuckererbsen gibt es ab Mai nur für etwa acht bis zwölf Wochen im Jahr. Der Globalisierung sei Dank sind Zuckererbsen zwar mittlerweile (fast) das ganze Jahr über erhältlich, da sie aber aus Italien, Spanien oder gar Kenia und Südafrika importiert werden müssen, änderte das kaum etwas am Preis. Es lohnt sich allerdings, hin und wieder etwas mehr Geld in das Gemüse zu investieren, denn auch wenn Zuckererbsen „nur“ eine Beilage sind, können sie dennoch zum Highlight auf dem Teller avancieren.

Zuckererbsen zubereiten

Bevor es ans Kochen geht, kümmern wir uns erst einmal um das Aufbewahren der Zuckererbsen: Sind die frischen Hülsenfrüchte auf dem Wochenmarkt oder in der Gemüseabteilung eines Supermarkts im Einkaufskorb gelandet, sollte es möglichst schnell gehen. Frische Schoten sind nämlich recht empfindlich und halten sich im Kühlschrank maximal zwei Tage. Je länger sie gelagert werden, umso mehr Geschmack büßen sie ein. Im Idealfall werden die Zuckerschoten also direkt nach dem Einkauf verarbeitet. Wer es sich kurzerhand doch noch einmal anders überlegt, kann die Zuckererbsen kurz blanchieren und anschließend im Kühlschrank oder im Gefrierfach aufbewahren. Durch das Garen verlängert sich die Haltbarkeit ein wenig, genaue Angaben hierzu sind jedoch schwierig – wie so oft bei frischem Gemüse. Wenn es dann soweit ist und die Zuckererbsen endlich auf den Teller kommen sollen, müssen sie zunächst gewaschen werden, auch wenn sie zur Aufbewahrung bereits blanchiert wurden. Anschließend sollte der Blütenansatz am oberen Ende der Schoten entfernt werden. Und das kann es dann auch schon gewesen sein – wenn die Hülsenfrüchte beispielsweise als Salat serviert oder als gesunder Knabbersnack für Zwischendurch angeboten werden. Sollen sie die wichtige Rolle der Gemüsebeilage begleiten, müssen die Schoten kurz blanchiert, also in siedenden Wasser gegart werden. Etwa fünf bis sieben Minuten reichen je nach Größe der einzelnen Zuckererbsen schon aus. Anschließend schreckt man sie kurz mit kalten Wasser ab, damit sie ihr knackiges Grün behalten. Nach dem Abtropfen kann man die Schoten dann noch in etwas heißer Butter schwenken, das hebt ihre Aromen wunderbar hervor. In der asiatischen Küche sind Zuckererbsen Stammgäste, daher werden sie oft auch im Wok angebraten und mit anderen Zutaten vereint. Einige besonders leckere Ideen und Zubereitungsmethoden haben wir hier für Dich zusammengefasst:

Süß, süßer, Zuckererbsen!

Süß, süßer, Zuckererbsen!
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Gemüse, das als Süßigkeit durchgehen würde – was nach dem Traum vieler Naschkatzen klingt, kannst Du Dir dank unserer Rezepte und Tipps ruck-zuck auf den Teller zaubern. Da Zuckererbsen so schnell und einfach zubereitet sind, ihnen aber dennoch immer etwas Edles anhaftet, sind sie die perfekte Beilage für festliche Menüs. Wir wünschen viel Spaß beim gesunden Naschen.

Bildquelle: iStock/Veronika Roosimaa

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