Andreas Bourani wehrt sich gegen die NPD

Mit eingängigen Melodien und einfühlsamen deutschen Texten spielt sich Andreas Bourani bereits seit mehreren Jahren regelmäßig in die Ohren seiner Fans. Auch mit seinem Hit „Auf uns“, der den deutschen WM-Sommer musikalisch untermalte, gewann der 31-Jährige noch einmal neue Anhänger hinzu. Auf einige dieser Hörer würde Andreas Bourani aber scheinbar lieber verzichten…

Ob Wir sind Helden, Helene Fischer oder Andreas Bourani – sie alle gehören zu den Aushängeschildern der deutschen Popmusik und erreichen Fans aus allen Schichten. Auch im Lager des thüringischen Landesverbands der NPD scheint die Musik anzukommen. So nutzte die Partei die Songs der Stars in der Vergangenheit im Rahmen ihrer Wahlkampfveranstaltungen – ein Umstand, gegen den Andreas Bourani nun gerichtlich vorgegangen ist. „Ich freue mich über die Erwirkung einer einstweiligen Verfügung gegen die NPD vor dem Landgericht Erfurt“, erklärte der Sänger auf seiner Facebook-Seite.

Andreas Bourani beim Deutschen Radiopreis

Andreas Bourani hat vor Gericht einen Erfolg errungen

Mit diesem Schritt möchte Andreas Bourani ein klares Statement gegen das rechtsextreme Gedankengut der Partei setzen, wie er in seiner Mitteilung weiter ausführte. Schließlich habe er der NPD keine Erlaubnis zur Verwendung seiner Songs gegeben. „Für mich ist es in keiner Weise zu akzeptieren, dass sich Parteien ungefragt meiner Musik und meinen Kompositionen bedienen, um ihre Inhalte zu transportieren. Schon gar nicht, wenn diese in krassem Widerspruch zu meiner politischen Weltanschauung stehen“, kommentierte Andreas Bourani die Entscheidung des Landgerichts Erfurt.

Andreas Bourani: Wird die einstweilige Verfügung Erfolg haben?

Ob mit der einstweiligen Verfügung, die Andreas Bourani gegen die NPD erwirkt hat, das letzte Wort bereits gesprochen ist, bleibt allerdings abzuwarten. So hatte die Partei nach Informationen des „MDR Thüringen“ schon häufiger mit derartigen gerichtlichen Auseinandersetzungen zu tun und legte in einigen Fällen auch Berufung gegen die Entscheidungen ein. So entschied das Landgericht Erfurt beispielsweise im September, dass Schlagerstar Helene Fischer das Abspielen ihres Songs „Atemlos“ auf NPD-Veranstaltungen hinnehmen müsse. Die Partei hatte damals argumentiert, dieses und andere Lieder seien lediglich als Pausenfüller und nicht als Wahlkampfmittel eingesetzt worden. Ob die Partei auch auf die einstweilige Verfügung von Andreas Bourani reagieren wird, ist noch nicht bekannt.

Mit seiner einstweiligen Verfügung gegen die NPD setzt Andreas Bourani ein deutliches Zeichen, das man nur unterstützen kann. Schließlich sollte jeder Künstler selbst entscheiden dürfen, wo sein Song gespielt werden darf und wo nicht.

Bildquelle: © Getty Images / Oliver Hardt


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Was denkst du?

  • Pequina am 05.11.2014 um 12:19 Uhr

    Ich finde es gut, dass sich Andreas Bourani so vehement gegen Rechts einsetzt!

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