Thomas Hitzlsperger ist homosexuell

Homosexualität im Fußball ist in weiten Teilen der Gesellschaft auch im Jahre 2014 noch ein Tabuthema. Um diese Denkweise aufzubrechen, hat Thomas Hitzlsperger sein Herz nun in beide Hände genommen und sich überraschend zu seiner Homosexualität bekannt. Damit ist Thomas Hitzlsperger der erste deutsche Nationalspieler, der sich als schwul geoutet hat. Vonseiten seiner Kollegen aus dem Profifußball erntete der mutige Schritt des 31-Jährigen viel Lob.

Im Gespräch mit der „Zeit“ hat sich Thomas Hitzlsperger als einer der ersten namhaften Profikicker zu seiner Homosexualität bekannt. Damit will der ehemalige Fußballer, der insgesamt 52 Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf dem Rasen stand, bewusst ein Tabu brechen. „Ich äußere mich zu meiner Homosexualität, weil ich die Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern voranbringen möchte“, erklärte Thomas Hitzlsperger offen.

Thomas Hitzlsperger auf dem roten Teppich

Thomas Hitzlsperger bekennt sich zu seiner Homosexualität

Sich seiner Gefühle bewusst zu werden, war für Thomas Hitzlsperger, der im Sommer seine aktive Karriere beendet hat, nach eigenem Befinden „ein langwieriger und schwieriger Prozess“. So führte der Bayer in der Vergangenheit bis vor einigen Jahren auch eine heterosexuelle Beziehung mit seiner damaligen Freundin Inga. „Erst in den letzten Jahren dämmerte mir, dass ich lieber mit einem Mann zusammenleben möchte“, verriet Thomas Hitzlsperger über den langen Weg zu seinem Coming-Out.

Thomas Hitzlsperger erhält Unterstützung

Seine ehemaligen Kollegen weiß Thomas Hitzlsperger bei diesem Schritt hinter sich. So gratulierte unter anderem Lukas Podolski dem ehemaligen Nationalspieler zu seiner Entscheidung. „Mutig – und richtig. Respekt, Thomas Hitzlsperger! Ein wichtiges Zeichen in der heutigen Zeit“, twitterte der Arsenal-Stürmer. Auch Arne Friedrich äußerte sich über den Kurznachrichtendienst zu der Nachricht. „Bin stolz auf dich. Gute Entscheidung und aus meiner Sicht richtiger Zeitpunkt“, kommentierte der ehemalige Nationalmannschaftsverteidiger den Entschluss von Thomas Hitzlsperger.

Thomas Hitzlsperger hat mit diesem Coming-Out sehr viel Mut bewiesen und verdient den größten Respekt. Hoffentlich kann er mit seinem Interview eine Entwicklung lostreten, die auch das Tabu „Homosexualität im Fußball“ zu Fall bringt.

Bildquelle: © Getty Images / Friedemann Vogel

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