ProSieben steigt aus

Eurovision Song Contest ohne Stefan Raab?

Eurovision Song Contest ohne Stefan Raab?

Der „Eurovision Song Contest“ und Stefan Raab – das gehörte in den letzten drei Jahren zusammen wie Pott und Deckel. Doch im nächsten Jahr möchte die ARD den Vorentscheid zum „Eurovision Song Contest“ wieder alleine über die Bühne bringen. Steigt Stefan Raab damit ebenfalls aus?

Drei Jahre lang war Stefan Raab das Zugpferd des deutschen Beitrags zum „Eurovision Song Contest“. Und das überaus erfolgreich: Zunächst gewann er 2010 mit Lena Meyer-Landrut den europäischen Gesangswettbewerb und holte ihn damit nach Deutschland. In den darauf folgenden Jahren erreichte Deutschland, dessen Beiträge zum „Eurovision Song Contest“ von Stefan Raab federführend begleitet wurden, mit Platz 10 und 8 zwei weitere Top Ten-Ergebnisse.

Eurovision Song Contest 2013 ohne Stefan Raab?
Eurovision Song Contest: Stefan Raab und Lena Meyer-Landrut

Bei der nächsten Ausgabe des „Eurovision Song Contest“, die im nächsten Jahr in Schweden stattfinden wird, nimmt die ARD das Heft dagegen wieder selbst in die Hand. Die Zusammenarbeit mit dem Privatsender ProSieben, der den Vorentscheid in den letzten drei Jahren mitgestaltet hatte, ist damit beendet. Am 14. Februar soll die Auswahl des deutschen Beitrags zum „Eurovision Song Contest“ in Hannover über die Bühne gehen. Die als Castingshow angelegte Talentsuche der letzten Jahre findet damit ebenfalls ihr Ende.

Eurovision Song Contest: Vorentscheid wird radikal verändert

„Wir wollen mit der Musik direkt zu den Fans – deshalb gehen wir raus aus dem Fernsehstudio in eine große Konzerthalle, in der mehr als zehntausend Menschen Platz finden“, verriet ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber über die Änderung. Doch dies soll nicht die einzige Umgestaltung des Vorentscheids zum Eurovision Song Contest bleiben. So sollen statt unbekannten Talenten „acht bis zwölf namhafte Acts“ den Platz in Malmö unter sich ausmachen. Und auch die Abstimmung soll verändert werden: Je zu einem Drittel entscheiden Fernsehzuschauer, Radiohörer und eine Fachjury über den deutschen Vertreter beim „Eurovision Song Contest 2013“. In dieser Jury könnte dann auch wieder Stefan Raab sitzen. Schließlich soll die Produktionsfirma „Brainpool“, die auch an vielen Raab-Produktionen beteiligt ist, wieder die Organisation des Events übernehmen.

Auch der „Eurovision Song Contest“ geht wieder neue Wege. Nach den überaus erfolgreichen drei letzten Jahren sollte Stefan Raab aber dennoch wieder in der Jury sitzen. Er hat einfach das Gespür dafür, was in Europa ankommt. Wir haben uns schließlich an die Top Ten-Ergebnisse gewöhnt…

Bildquelle: © Getty Images / Sean Gallup

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