Finaaaleeee – ohoooo!
Deutschland im EM-Fieber

Public Viewing

Susi hat es voll erwischt und fragt sich: Ist es nur Fieber oder doch eine Sucht? Der Fußball hat sie fest im Griff…

Zu Beginn der EM fühlte ich mich ja schon vom EM-Fieber angesteckt. Jetzt hat es mich voll erwischt. Und es ist chronisch! Woher ich das weiß? Ich habe mal nachgeforscht.

Was bedeutet eigentlich chronisch? Laut Duden ist etwas chronisch, wenn es „zurzeit dazugehörend oder sich langsam entwickelnd und lange andauernd“ ist. Passt! Denn Fußball gehört für mich zurzeit zum Alltag. Schon morgens vor dem Kleiderschrank stehend, überlege ich, was ich zum Fußballtag anziehe. Vor dem Halbfinalspiel am Mittwoch behängte ich mich natürlich mit allem, was nach Schwarz-Rot-Gold aussah. Hauptsache, ich war als Infizierte auszumachen!

Das chronische Fußballfieber fing bei mir nach dem ersten Deutschlandspiel an. Angesteckt habe ich mich bei unseren desired-Mädels, die den Klose- und Podolski-Virus noch von der WM 2006 in sich trugen. Mit jedem Spiel der deutschen Mannschaft bei dieser EM, wuchs der Jogi Löw-Virus in mir. Und spätestens beim Spiel gegen die Türkei, spürte ich das Fieber in Mark und Bein.

Wie ich mir Linderung verschaffe? Mein Medikament heißt Public Viewing. Wir desired-Mädels nennen es lieber Rudelgucken. Beschreibt doch viel besser das Treffen haufenweise Infizierter. Und so saßen wir vor dem Halbfinalspiel in unserer desired, geplagt von Unwohlsein und Bauchweh. In meinem Kopf drehten sich nur schwarz-weiße Kreise.

Endlich ging es zum anonymen Treffen. Wir brauchten Linderung. Und wir wussten, wo wir unser Medikament bekommen. Zusammengepfercht in der Kölnarena, warteten alle Unseresgleichen hypnotisiert auf den erlösenden Schuss. Aber den ersten gab es zunächst für die Türken. Schmerzende Gesichter unter den Deutschen. Mit den Händen vor den Augen will man das Unfassbare einfach verschwinden lassen. Geduldig sein, locker bleiben… Wir schaffen das!

Wenige Minuten später fing die Menge an zu beben. Ich spürte, dass es gleich rollt. Und Jaaa…. Schweini gibt uns den erlösenden Schuss. Ein wohliges Gefühl machte sich unter der Menge breit. Euphorische und glückliche Gesichter. Zeit zum Aufatmen – Halbzeit!

Aber wir brauchten mehr. Nach fünfzehn Minuten ging es endlich weiter. Die Dramatik auf dem Spielfeld löste krampfartige Bewegungen unter allen Leidenden aus. Und plötzlich, wie auf den Mond geschossen, fiel das Bild aus. Panik machte sich breit! Wann geht es weiter? Verpassen wir jetzt den ultimativen Schuss?

Doch schnell kam das Bild wieder. Und Jaaa… da war sie, die zweite Dosis. Klose, du bist unser Erlöser. Eine tosende Massenhysterie. Ich schwamm auf der Welle mit. Es hatte mich mitgerissen, jetzt glaubte ich zu fliegen. Bald sollte ich schon wieder abstürzen. Das 2:2 folgte in der 86sten Minute. Wir Fußballfieber-geplagten desired-Mädels stellten uns auf eine kräftezehrende Verlängerung ein. Doch dann… Philipp Laaaaaahm! Jaaa… das war der finale Schuss und die Erlösung!

Bis Sonntag im Finale trage ich meinen hochinfektiösen Virus noch gerne in mir. Oder ist es eine Sucht?


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Was denkst du?

  • BieneMaja am 27.06.2008 um 14:40 Uhr

    Bei solchen Events wird jeder Fußballfan 🙂

    Antworten
  • netti am 27.06.2008 um 14:31 Uhr

    oh jaaa ich kann das total nach vollziehen. bin auch eher nicht so der fußballfan, aber schon zuw wm hatte ich riesig spaß beim mitfiebern. also daumen drücken für sonntag

    Antworten