Scott Eastwood
Miriam Bektasi am 28.06.2017

Stahlblaue Augen, sinnlich tiefe Stimme, Waschbrettbauch: Scott Eastwood gilt als einer der begehrtesten Singles Hollywood’s. Während seiner Promotour für seinen neuen Film „Overdrive”, ein rasanter Actionfilm, in dem er einen sexy Autodieb mimt, trafen wir den Schauspieler in Berlin zum Interview. Frei von Starallüren und bodenständig wie sein Outfit ist auch seine Art. Warum der Amerikaner mit dem kernigen Sexappeal starke Frauen liebt und wie es war, als Sohn einer Hollywood-Legende aufzuwachsen, erfährst bei uns im Interview.

Scott Eastwood an der Seite von Bond-Bösewicht Clemens Schick bei der Vorstellung seines neuen Films.

Die Ähnlichkeit zwischen Dir und Deinem Vater ist unübersehbar. Erstaunt Dich das manchmal selbst?

Ja, es ist manchmal wirklich erschreckend wie ähnlich wie uns sehen. Es gibt ein Foto von meinem Vater mit zwölf Jahren am Meer in Santa Monica mit meinen Großeltern. Wenn ich Bilder von mir im gleichen Alter daneben lege, kann man nicht sagen, wer wer ist.

Hast Du auch ein paar Charaktereigenschaften Deines Vaters übernommen?

Wir sind uns sehr ähnlich. Die Art, mit der er mich aufgezogen hat, hat mich zu dem Mann gemacht, der ich heute bin. Aber auch meine Mutter hatte einen großen Einfluss auf mich. Sie hat 20 Jahre lang als Flugbegleiterin gearbeitet und uns dann großgezogen. Sie war sehr selbstlos, großzügig und hat mich zu einem ehrlichen Menschen erzogen.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm: Die Ähnlichkeit zu seinem berühmten Vater ist beinahe unheimlich.

Welche Eigenschaft schätzt Du am meisten an Deinem Vater?

Harte Arbeit wurde in meiner Familie immer hochgehalten und das habe ich sehr geschätzt. Mein Vater ist in der großen Depression aufgewachsen. Er sah dabei zu, wie hart mein Großvater arbeitete und häufig die Stadt wechselte, um überhaupt eine Anstellung zu finden. Das hat sein Leben und seine Wertschätzung für Geld und harte Arbeit sehr beeinflusst. Umso mehr schätzten wir in unserer Familie das Glück zu haben, Filme machen zu dürfen.

Setzt es Dich nicht unter Druck, der Sohn von Clint Eastwood zu sein?

Darüber habe ich eigentlich nie nachgedacht. Ich war einfach inspiriert von ihm. Inspiriert Filme zu machen und Geschichten zu erzählen. Mein Vater war immer mein Held.

Wann hast Du beschlossen, Schauspieler zu werden?

Als ich „Erbarmungslos“ sah (Anm. d. Red. ein Spätwestern aus dem Jahr 1992, bei dem Clint Eastwood die Regie führte). Das ist der erste Film, der mich inspiriert hat. Damals war ich zehn Jahre alt.

Wie der Vater, so der Sohn: Scott Eastwood sucht sein Glück auch im Filmbusiness wie sein Vater Clint.

Denkst Du, Du hattest Vorteile dadurch, dass Du Deine ersten Filme mit ihm machen konntest?

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich Teil seiner Filme sein durfte. Nicht nur weil sie um einiges vielschichtiger sind als ein Actionfilm oder eine Komödie. Flags of Our Fathers oder Invictus waren sehr wichtig für die Filmgeschichte. Ich kämpfe wirklich hart dafür, in solchen Filmen mitzuspielen.

Als gutaussehender Schauspieler ist es bestimmt nicht leicht an eine ernsthafte Charakterrolle zu kommen. Vielleicht solltest Du eine weniger liebenswerte Rolle spielen, die auf äußere Schönheit verzichtet. So wie Charlize Theron in „Monster“.

Absolut. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich die Möglichkeit dazu bekommen würde, eine Charakterrolle zu spielen. Ich liebe Geschichten, die mich herausfordern. Ich habe unzählige Castings hinter mir und kämpfe wirklich um ernsthafte Charakterrollen.

Kannst Du Dir auch vorstellen, eigene Filme zu drehen?

Wenn ich das richtige Material finde, auf jeden Fall. Ich würde gerne etwas Bedeutungsvolles machen. Etwas, das Menschen beeinflusst und inspiriert, sie zum Lachen oder zum Weinen bringt.

Im Actionthriller „Overdrive“ ist Scott Eastwood als verwegener Profidieb unterwegs und gerät mit seinem Halbbruder im Süden Frankreichs mit einem Gangsterboss aneinander.

Der Actionfilm „Overdrive“, in dem Du die Hauptrolle spielst, kommt am 29. Juni 2017 in die deutschen Kinos. Hast Du Deine rasanten Stunts eigentlich selbst gemacht?

Ja, ich habe die meisten Stunts tatsächlich selbst gemacht, weil ich das viel authentischer finde. Und ich hatte sehr viel Spaß dabei.

Wer ist dabei Dein Vorbild?

Mein Vater, Tom Cruise – eigentlich all diese athletischen Macho-Typen, die ihre Stunts gern selbst machen und ihr eigenes Ding durchziehen.

„Overdrive” ist Dein zweiter Car Action Movie nach „The Fast and the Furious 8″ – würdest Du Dich als Autofan bezeichnen?

Ja, ich bin ganz verrückt nach Oldtimern. Besonders nach allen Modellen von Ford und Ferrari aus den Sechzigerjahren.

Hast Du einen Oldtimer?

Ich habe einen 62 Cadillac. Aber am liebsten hätte ich einen sexy Ferrari aus den frühen Sechzigern oder einen AC Cobra.

Was hat Dich besonders an den Rollen gereizt?

Ich wollte diese Filme unbedingt wegen der Autos machen! An „The Fast and the Furious”, den wir übrigens vor „Overdrive” gedreht haben, hat mich besonders die Leichtigkeit des Films fasziniert. Er nimmt sich selbst nicht so ernst und bietet gute Unterhaltung, rasantes Popcorn-Kino. Das gefiel mir. An „The Fast and the Furious 8″ hat mich vor allem der Charakter meiner Rolle gereizt. Paul Walker war ein enger Freund vor mir. Ich wollte es auch für ihn machen.

Overdrive

Sexy, aber bodenständig.

Bist Du eigentlich ein guter Fahrer?

Ich fahre wie eine Großmutter, sehr langsam. Ich will ja niemanden verletzen (lacht). So zu fahren wie in dem Film, war für mich wie eine Fantasie auszuleben.

Die weiblichen Charaktere in „Overdrive” waren ziemlich stark. Was hältst Du von solchen „Powerfrauen”?

Ich liebe starke Frauen. Es gibt nichts, das sexier ist als eine starke Frau! Auch im Filmbereich, sieh dir nur mal Wonderwoman an. Ich finde es toll, dass Frauen, in der Welt in der wir leben, die Freiheit haben, alles machen zu können, was sie wollen: Karriere, eine Familie gründen oder beides.

Herzlichen Dank für Deine Zeit und das Interview, Scott!

Bildquellen: Universum Film/Getty Images/Valerie Macon/Chris Jackson/Robert Mora/Kevin Winter/Chris Delmas


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