Jennifer Lopez: Umstrittener Auftritt vor einem Diktator

Wer das nötige Kleingeld in der Tasche hat, kann sich auch die ganz großen Weltstars ins heimische Wohnzimmer holen. Das dachte sich wohl auch der turkmenische Staatspräsident Gurbanguly Berdimuhamedow, als er Jennifer Lopez für ein Geburtstagsständchen in sein zentralasiatisches Heimatland einlud. Anstatt dem von zahlreichen Menschenrechtsorganisationen als Diktator kritisierten Politiker abzusagen, stieg Jennifer Lopez sofort in den Flieger.

Ob der turkmenische Staatspräsident diesen Medienrummel wohl einkalkuliert hatte, als er Jennifer Lopez für seine Geburtstagsfeier engagierte? Es scheint fast so, denn nur selten steht sein Land derartig im Mittelpunkt des Interesses. Den Medienrummel ausbaden muss dagegen Jennifer Lopez, die dem von vielen Organisationen als lupenreinen Diktator bezeichneten Berdimuhamedow unfreiwillig zu großer Publicity verhalf.

Jennifer Lopez in Los Angeles

Jennifer Lopez muss sich die Kritik gefallen lassen

Dabei hatte der Auftritt so harmlos begonnen: Gemeinsam mit vielen anderen Stars aus China, Russland, der Ukraine und der Türkei hatte Jennifer Lopez dem Staatspräsidenten ein Ständchen gesungen und dafür eine schnelle und wohl auch hohe Gage eingestrichen. Der Weltöffentlichkeit blieb das umstrittene Konzert jedoch nicht lange verborgen. So kritisierte etwa Thor Halvorssen, der Chef der Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“, Jennifer Lopez für ihre unbedachte Entscheidung.

Jennifer Lopez sieht ihren Fehler ein

Das Team um Jennifer Lopez schien sich der Tragweite dieser Fehlentscheidung zunächst jedoch nicht bewusst zu sein. So verteidigte ihr Management das Ständchen gegenüber „The Hollywood Reporter“ als „Last-Minute-Geburtstagsgruß“, der erst kurz vor dem Auftritt angefragt worden sei. Dieser Zeitmangel scheint auch der Grund dafür gewesen zu sein, dass der Popqueen von diesem Engagement nicht mehr abgeraten werden konnte. Mittlerweile hat sich Jennifer Lopez jedoch für ihre Fehleinschätzung entschuldigt. Wären ihr die Umstände in Turkmenistan bekannt gewesen, hätte sie die Anfrage abgelehnt, ließ die Latina verlauten.

Vielleicht findet sich Jennifer Lopez ja noch dazu bereit, ihre in Turkmenistan verdiente Gage an eine Menschenrechtsorganisation zu spenden. Dann hätte der umstrittene Auftritt wenigstens einen Sinn gehabt.

Bildquelle: © Getty Images / Kevin Winter


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Was denkst du?

  • coachmary am 01.07.2013 um 14:23 Uhr

    Da sieht man wieder: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Sollte sich auch Jennifer Lopez mal zu Herzen nehmen!

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  • Pequina am 01.07.2013 um 14:20 Uhr

    Man sollte nicht zu sehr auf Jennifer Lopez herumhacken. Sie hat einen Fehler gemacht und sich entschuldigt - damit sollte es gut sein...

    Antworten