Sam Claflin spricht über Body-Shaming
Katharina Meyer am 06.06.2017

Wenn Stars zu- oder abnehmen, ist die Presse ganz schnell dabei, jede Gewichtsschwankung zu kommentieren, mit Beweisbildern zu dokumentieren und die Abgebildeten letztlich für ihre Figur zu kritisieren. Doch nicht nur die Damen Hollywoods sind regelmäßig von Body-Shaming betroffen.

Immer wieder machen Meldungen über Body-Shaming die Runde – und uns fuchsteufelswild. Völlig egal, ob Fitness-Stars sich über dickere Mittrainierende lustig machen, Schauspielerinnen gesagt wird, dass sie für eine Rolle zu dick sind, dünneren Stars vorgeworfen wird, sie hätten Magersucht oder bei H&M oder anderen Modeketten falsche Größeneinteilungen uns suggerieren, dass wir nicht der Norm entsprechen – Body-Shaming ist immer scheiße. Punkt! Doch was in den Berichten dazu manchmal untergeht: Nicht nur Frauen sind von Body-Shaming betroffen. Auch Männer sehen sich mit einem unrealistischen Idealbild konfrontiert.

Egal, ob Rihanna ihre Rundungen zeigt…

NYC ? #rihanna

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…oder Leo sein Urlaubsbäuchlein – wir lieben beide! ❤️

Das berichtet nun auch „Ein ganzes halbes Jahr“-Star Sam Claflin. Der 30-Jährige ist sich zwar bewusst, dass vor allem Frauen einer krassen Schönheitsvorstellung unterliegen, doch auch ihm sei Body-Shaming nicht fremd. Dies verrät der Schauspieler im Gespräch mit „The Sydney Morning Herald“.

„Ich fühlte mich wie ein Stück Fleisch“

„Ich erinnere mich an einen Job, bei dem sie mich buchstäblich zwangen, mein Shirt hochzuheben, an meinem Speck zogen und sagten ‘Du musst aber noch etwas abspecken‘“, erinnert sich Claflin. „Ein anderes Mal klatschten sie auf mir herum. Ich fühlte mich wie ein Stück Fleisch.“ Der Hottie aus den „Hunger Games“-Filmen könnte mit seinem Körper doch eigentlich zufrieden sein. Er habe jedoch bemerkt, dass immer höhere Erwartungen an die Körper männlicher Schauspieler gestellt werden. „Ich behaupte nicht, dass es auch nur annähernd so schlimm ist wie bei Frauen“, so Sam Claflin, „aber als Schauspieler bin ich bei jedem Job erst einmal nervös – vor allem, wenn ich darin mein Shirt ausziehen muss.“

Während es früher völlig okay war, dass James Bond kein Sixpack, dafür aber eine ordentlich behaarte Brust hatte, fühle er sich unter Druck gesetzt, „Stunden über Stunden im Fitnessstudio zu verbringen und wochenlang nichts zu essen“.

Auch Chris Pratt erlebte Body-Shaming

Schon vor einer Weile machte Sam Claflin auf die Problematik mit unrealistischen Körperbildern auch für Männer aufmerksam. Als im Netz ein angebliches Foto von ihm mit einem muskelbepackten Sixpack kursierte, enttarnte er das Bild auf Instagram als Photoshop-Fake – mit den Worten: „Das bin ich nie. Das war ich nie. Versteht mich nicht falsch, ich habe auch schon mal trainiert und mag es auch echt, wenn ich es tue, aber in DIESEM Ausmaß? Habe ich noch nie gemacht.“

This picture has been following me around for some years, and well, there are many people I want to thank for it: Firstly, the person who dedicated a lot of time and hard work training and sculpting their body to within an inch of its life. Seriously, well done! Secondly, the person who dedicated a lot of time and effort into resizing and reshaping my face so it fits on that body. I can only assume it's no easy feat, so congratulations must go to you too – for making this look even remotely realistic. And lastly, to everyone who actually believed (if even for a second) that this could be me. Wow. Bless you. Like, really, really thank you. I'm flattered. But it isn't me. It never was me. Don't get me wrong, I have worked out before, and I really like it when I do, but to THIS extent? Not something I've done yet. Maybe one day, eh? Right now, I'm enjoying my work, and being a Dad for the first time, and it's getting way too close to Christmas for me to spend any free time I DO have in the gym. But bless you. #dadbod #imhappyasme #imhappyasmeandyoushouldbetoo #merrychristmas #photoshopphonies

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Sam Claflin ist jedoch bei weitem nicht der erste männliche Promi, der gegen das Male-Body-Shaming laut wird. Chris Pratt rechtfertigte sich kürzlich für Körperkritik, die der „Jurassic World“-Star aufgrund seiner „Whats My Snack“-Instagram-Videos bekommen hatte. „So viele Menschen haben gesagt, ich sehe in meinen letzten #WHATSMY SNACK Episoden zu dünn aus. Manche haben sogar gesagt, ich sehe aus wie ein ‘Skelett‘. Also, nur weil ich ein Mann bin, heißt das nicht, dass ich immun gegen eure Tuscheleien bin. Body-Shaming tut weh.“

Wir würden uns wünschen, dass das ganze Body-Shaming ein für allemal aufhört. Niemand sollte sich das Recht herausnehmen, den Körper eines anderen Menschen zu bewerten – ganz egal, ob es dabei um „zu dick“, „zu dünn“, „zu groß“ oder „zu klein“ geht. Und das betrifft natürlich jeden Menschen, Männer wie Frauen.

Bildquelle: Getty Image/John Phillips

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