Ich schaue Bauer sucht Frau – und das ist auch gut so!

Bauer sucht Frau: Bauer Denny

Bauer sucht Frau-Star Denny

RTL stellt mich mal wieder vor ein Problem. Mit der neuen Staffel der Kuppelshow „Bauer sucht Frau“ habe ich zwar endlich wieder eine Beschäftigung für den Montagabend gefunden, doch gleichzeitig muss ich meinen Fernsehkonsum vor meinen Mitmenschen verbergen, die meine Begeisterung für diese Show nicht teilen können oder wollen. Dabei habe ich so lange auf die neue Staffel „Bauer sucht Frau“ warten müssen.

Nur verstohlen schiele ich daher auf die Boulevardzeitungsrückseiten meiner Mitfahrer in Bus und Bahn, um die neuesten Skandale und Skandälchen bei „Bauer sucht Frau“ zu erfahren. Zu peinlich wäre es mir, wenn mich jemand beim Lesen der täglichen „Bauer sucht Frau“-Nachrichten erwischen würde. Der „liebevolle Lausitzer“ Denny, der einzige homosexuelle Landwirt dieser Staffel, soll die Beziehung des letzten gleichgeschlechtlichen Paares – der „fleißige Pferdebauer Philipp“ und sein Auserwählter Veit, wir erinnern uns – zum Scheitern gebracht haben, steht da zum Beispiel.

Kann das wirklich sein oder sitzen wir ahnungslosen Zuschauer da wieder einmal nur einer geschickten Medienkampagne auf, die RTL zur neuen „Bauer sucht Frau“-Staffel lanciert hat, um noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen? Es scheint fast so, denn Philipps Dementi kam dann doch etwas zu sehr wie aus der Pistole geschossen, wie ich meiner Zeitungsrückseitenlektüre entnehmen konnte. Er habe sich nur mit Denny getroffen, um dem Neuling bei „Bauer sucht Frau“ etwas von seinem großen Erfahrungsschatz mitzugeben. Da passt es ins Bild, dass Philipp uns auch gleich seine neue große Liebe präsentieren kann.

Bauer sucht Frau: Renate und Dieter verstehen sich blendend

Bauer sucht Frau: Traumpaar Renate und Dieter

Wie auch immer, RTL hat sein Ziel erreicht: Die Leute schalten – wenn auch hinter zugezogenen Vorhängen – mal wieder reihenweise ein, um den einsamen Landwirten bei der Partnersuche zuzuschauen. Dabei bieten die neuen „Bauer sucht Frau“-Folgen auch ohne schmutzige Medienskandale genügend Gründe, am Montagabend den Fernseher einzuschalten. Vor allem die neuen Bauern sind mal wieder superdrollige Eigenbrötler mit vielen sympathischen Macken.

Da wäre beispielsweise Hans-Georg, der regelmäßig in jeder „Bauer sucht Frau“-Folge an den Frühstücksvorbereitungen für seine Auserwählte Bettina scheitert, da er sich morgens bisher ausschließlich von „Brockle“ ernährt hat, einem – sagen wir mal – interessanten Mischmasch aus Milch, Kakao und zerbröckeltem Brot. Diese Mixtur fand ich dermaßen bekloppt, dass ich sie an diesem Wochenende direkt mal ausprobiert habe. Und ich wurde überrascht: Das breiige Etwas in meiner Schüssel schmeckte sogar ganz akzeptabel.

Wo wir gerade beim Frühstück sind: Wie sich gestern bei „Bauer sucht Frau“ zeigte, hat auch der noch etwas steife Hühnerwirt Jürgen ein paar Probleme, seinen Gast beim gemeinsamen Dinner im Morgengrauen zu beeindrucken. Obwohl er als Hühnerzüchter doch eigentlich ein Experte in jeglichen Eibelangen sein sollte, war er beim Wunsch seiner Auserwählten nach einem „Eierschalensollbruchstellenverursacher“ (für mich schon jetzt das Wort des Jahres) doch ziemlich aufgeschmissen. Flugs setzte sich der bloßgestellte „heitere Hühnerwirt“, wie Inka Bause ihn so gerne nennt, mit seiner Anja ins Auto und fuhr in die nächste Stadt, um dieses Wunderwerk der Technik selbst in Augenschein zu nehmen. Im Laden angekommen, scheiterte Jürgen jedoch so regelmäßig am zungenbrechenden Namen des neumodischen Eierköpfers, dass ich vor Lachen fast vom Sofa gefallen wäre. (Wobei ich betonen möchte, dass ich mit den Bauern lache und nicht über sie…)

Zum Knuddeln finde ich dagegen Rinderwirt Dieter und seine neue Flamme Renate. Bereits nach wenigen Tagen bei „Bauer sucht Frau“ können die beiden kaum voneinander lassen und wirken schon jetzt wie ein altes Ehepaar. Als der Ü60-Bauer Dieter dann am Küchentisch auch noch den Tränen nahe war, weil er zum allerersten Mal in seinem Leben von einer Frau bekocht wurde, hätte ich am liebsten mitgeheult.

Ihr seht schon, liebste Leserinnen, der Montagabend entwickelt sich in den letzten Wochen für mich immer mehr zu einer wilden Achterbahnfahrt der Gefühle. Man kann sich mit den einsamen Bauernherzen freuen und mit ihnen traurig sein. Man kann mit ihnen und – na gut – auch das ein oder andere Mal über sie lachen. Kurzum, ich habe in dieser einen Stunde vor dem Fernseher verdammt viel Spaß. Daher reicht es mir jetzt: Ich oute mich! Ich schaue „Bauer sucht Frau“ – und das ist auch gut so!

Bildquellen: © RTL / Stefan Gregorowius


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