Django Unchained

Nach seinem letzten großen Erfolg „Inglourious Basterds“ kehrt Kultregisseur Quentin Tarantino mit einem neuen Film auf die große Leinwand zurück. Seine Hommage an die italienischen Western der 1960er Jahre, „Django Unchained“, ist brutal, lustig, kritisch und ironisch zugleich. Ob Quentin Tarantino mit „Django Unchained“ erneut ein Kultfilm gelungen ist?

„Django Unchained“ erzählt die Geschichte des Sklaven Django (Jamie Foxx), der nach seiner Befreiung durch den deutschen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz (Christoph Waltz) mit diesem gemeinsam auf Verbrecherjagd geht. Eine blutige Reise quer durchs Land beginnt. Django verfolgt bei der wilden Verbrecherjagd jedoch nur ein Ziel: Die Befreiung seiner Frau Broomhilda (Kerry Washington), die sich in den Händen des kaltblütigen Calvin Candie (Leonardo DiCaprio) befindet. Calvin Candie, ein sadistischer Sklavenhalter, lässt mit Unterstützung seines loyalen Haussklaven Stephen (Samuel L. Jackson) seine Leibeigenen zu Kämpfen auf Leben und Tod antreten. Django und Schultz schleichen sich unter falscher Identität auf „Candyland“ ein, um Broomhilda aus den Klauen des brutalen Candie zu befreien – doch Haussklave Stephen durchschaut ihr Spiel.

Django Unchained Filmplakat

Django Unchained ist im Kino gestartet.

Django Unchained: Ein schräger Film mit Tiefgang

In „Django Unchained“ widmet sich Quentin Tarantino einem dunklen Kapitel der US-amerikanischen Geschichte: der Sklaverei. „Django Unchained“ spielt in den Südstaaten der USA kurz vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs. Aller Witze und Wildheit des Films zum Trotz wirft „Django Unchained“ auf die für Quentin Tarantino übliche freche und kuriose Art ethische Fragen auf, die bis heute nichts an ihrer Aktualität verloren haben. Quentin Tarantino bringt uns in drastischen Bildern die geballte Brutalität der Sklaverei näher und trifft dabei an jeder Stelle des Films den richtigen Ton, um uns den Menschenhandel in all seiner Absurdität vorzuführen.

Django Unchained: Hommage an die Italo-Western der 1960er Jahre

Quentin Tarantino nutzt „Django Unchained“ für eine Hommage an die Italo-Western der 1960er Jahre. Von der Eingangsszene an bietet der Film Bezüge zu den Klassikern des Genres: Schon der Titel des Films verweist auf einen solchen – auf Sergio Corbuccis „Django“, dessen Hauptdarsteller Franco Nero sogar einen Gastauftritt in Tarantinos Film hat. „Django Unchained“ bietet wirklich alles, was das Western-Herz begehrt: Einen Western- Helden samt einem schrägen Komplizen, eine Frau in Not, Kopfgeldjäger, Bösewichte, skurille Figuren, Ritte durch die Prärie, das obligatorische Duell und Blut in Strömen.

Django Unchained: Typischer Tarantino-Film mit Starbesetzung

Wenn Quentin Tarantino einen neuen Film dreht, stehen die Hollywood-Stars regelmäßig Schlange. Auch der Cast in „Django Unchained“ kann sich wieder sehen lassen: Mit Jamie Foxx („Ray“) als gedemütigten Sklaven, der sich zum kultigen Helden wandelt, und Christoph Waltz („Inglourious Basterds“) als ausgefuchster Kopfgeldjäger konnte Quentin Tarantino gleich zwei Oscarpreisträger für seinen Film gewinnen. Und auch mit Leonardo DiCaprio („Inception“) als gelackter Fiesling, Kerry Washington („Fantastic Four“) als gequälter Sklavin und Samuel L. Jackson („Pulp Fiction“) als loyaler und kauziger Haussklave tummeln sich in Tarantinos neuem Streifen wahre Meister ihres Fachs– sie alle spielen ihre Rollen brillant. Sobald die „Guten“ Jamie Foxx und Christoph Waltz im Film auf die „Bösen“ Leonardo DiCaprio und Samuel L. Jackson treffen, entwickeln sich zudem pointiert geschriebene und mit äußerster Präzision vorgetragene Dialoge, die Tarantino, der auch das Drehbuch schrieb, einmal mehr als Meister des Dialogfilms auszeichnen. Überhaupt ist „Django Unchained“ ein typischer Tarantino-Film: Gnadenlose Gewalt, Anspielungen auf die Popkultur, ein cooler Soundtrack und aller Schrägheit und Witzigkeit zum Trotz ein ironisch-brutaler Blick auf ein hintergründiges Thema. Quentin Tarantino hat mit „Django Unchained“ einen wilden Mix abgeliefert, der definitiv das Potenzial zum Kultfilm hat! Die Kameraarbeit von Robert Richardson („Inglourious Basterds“, „Kill Bill“) ist einmal mehr überwältigend, die schauspielerischen Leistungen sind bis in die Nebenrollen grandios, die Sets sind eindrucksvoll und die Kostüme prächtig. 165 Minuten dauert der Sklaven-Western – und davon ist keine Minute zu viel!

Quentin Tarantinos „Django Unchained“ ist ein knallharter, schräger und spaßiger Film, der ebenso ein Muss für Tarantino-Fans wie für Liebhaber der Italo-Western aus den 1960er Jahren ist. Wir sind überzeugt, dass Tarantino mit „Django Unchained“ erneut einen Film geschaffen hat, der als Kult in die Filmgeschichte eingehen wird!

Bildquelle: Sonypictures


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Was denkst du?

  • Wurli74 am 12.02.2013 um 08:15 Uhr

    Ein toller Film mit Starbesetzung und super Musik, aber nichts für schwache Nerven. Wie so oft bei Quentin Terentino sehr viel Blut ... Echt sehenswert!

    Antworten
  • supereffchen am 17.01.2013 um 14:02 Uhr

    Ich liebe Tarantino-Filme. Schaue mir noch heute Django Unchained an!

    Antworten