Dracula Untold

Wenn es eine Mythengestalt gibt, die im Zuge ihres Lebens schon unzählige Male das Licht der Kinoleinwand erblickt hat, dann ist es das Geschöpf der Nacht schlechthin: Dracula. Wer so geschäftig sämtliche schutzlosen Hälse und Blutbanken dieser Welt plündert, kann ohne Zweifel als Legende bezeichnet werden. Und wie es sich für echte Legenden gehört, bekommen diese heutzutage von Hollywood ihre eigene Entstehungsgeschichte in Spielfilmlänge präsentiert. In „Dracula Untold“ wird dem gespannten Kinozuschauer nun die bisher ungeschriebene Vorgeschichte zum Fledermaus-Mythos vorgeführt.

In wie viele jungfräuliche Hälse Graf Dracula seine spitzen Eckzähne durch die gesamte Geschichte des Films hindurch schon versenkt hat, kann heute niemand mit Sicherheit sagen. Vor nunmehr knapp 120 Jahren schrieb der irische Autor Bram Stoker seinen berühmten Roman „Dracula“, der die Geschichte des transsilvanischen Grafen erzählt, der in seinem Schloss in den Karpaten wohnt und mit Vorliebe jungen Damen das Blut aussaugt. Die literarische Figur Dracula ist seit den Anfängen des Films untrennbar mit diesem verbunden und hat im Laufe dieser Zeit hunderte Leinwandauftritte gehabt, ob in gruseligen Schauermärchen oder witzigen Horrorkomödien. „Dracula Untold“ konzentriert sich nun – wie es im zeitgenössischen Hollywood dieser Tage gang und gäbe ist – auf die Entstehungsgeschichte dieser fantastischen Kreatur. Es wird vermutet, das Stoker für seinen Grafen Dracula den einstmals real existierenden Prinzen Vlad Tepes, auch Vlad der Pfähler genannt, als Vorbild für seine Romangestalt verwendet haben soll. Diese Theorie greift „Dracula Untold“ nun auf und widmet sich der tragischen Geschichte und dem fiktiven Schicksal, das den jungen Prinzen ereilte.

„Dracula Untold“ ist ab jetzt im Kino

In „Dracula Untold“ wird aus Prinz Vlad der dunkle Fürst Dracula

Das friedliche Leben des Prinzen Vlad Tepes von Transsilvanien wird durch den unbarmherzigen Sultan Mehmed bedroht. So verlangt dieser von Vlad, er solle ihm seinen Sohn als Gefolgsmann für sein Heer überlassen. Das ist ein Befehl, den der edle Prinz verweigert und um seine geliebte Frau Mirena und seinen Sohn Ingeras vor den Fängen des machthungrigen Sultans zu beschützen, geht er in „Dracula Untold“ schweren Herzens einen Pakt mit den finsteren Mächten ein. Für die übermenschliche Kraft, die er erlangt, um gegen das Heer des Sultans bestehen zu können, muss Vlad jedoch einen hohen Preis zahlen: seine unsterbliche Seele. Fortan hat er in „Dracula Untold“ zwar die Kraft und verfügt über die notwendige Grausamkeit, es mit den Angreifern aufzunehmen, ist aber bis in alle Ewigkeit zu einem Leben als blutdurstiges Monster verurteilt.

Dracula Untold: Ein schaurig-schöner Fantasy-Historien-Mix

Vor dem Rahmen eines mehr oder weniger realen geschichtlichen Hintergrundes erzählt Regisseur Gary Shore in seinem 100 Millionen Dollar teuren Epos die fantastische Geschichte der Verwandlung Vlads vom gutmütigen Herrscher zum grausamen Pfähler. In kurzen Rückblicken wurden diese Entwicklungen bereits im 1992 von Francis Ford Coppola inszenierten Meisterwerk „Bram Stokers Dracula“ angerissen, in „Dracula Untold“ wird diese herzzerreißende Familientragödie nun jedoch in einem epochalen Schlachtengemälde detailliert offengelegt. Über die historische Genauigkeit soll dabei gar nicht diskutiert werden, da es hierbei in erster Linie um eine fantastische Geschichte rund um den alten Vampir-Mythos handelt. In dieser tragischen Erzählung von Verlust und Aufopferung für die Liebe schlüpft diesmal Luke Evans in die Rolle des bemitleidenswerten Geschöpfes der Nacht. Der 35-jährige Waliser war bisher eher in Nebenrollen hochkarätiger Fantasy- und Historienfilme positiv in Erscheinung getreten. Zu nennen wären etwa „Die drei Musketiere“ und die „Hobbit“-Trilogie. Höchste Zeit also für ihn, eine Hauptrolle in einem Blockbuster mit vergleichbaren Merkmalen zu ergattern. Und was soll man sagen? Seine Sache als innerlich zerrissener, zwischen Gut und Böse hin- und hertaumelnder Prinz macht er sehr gut. Mit seiner geliebten Frau Mirena, verkörpert von Sarah Gadon, verbindet ihn eine glaubhafte Liebesgeschichte, die durch die tragischen Ereignisse auf eine harte Probe gestellt wird. Als Gegenspieler stellt sich Dominic Cooper („Captain America“, „Abraham Licoln – Vampirjäger“) als unerbittlicher Sultan Mehmed dem finsteren Vampirfürsten entgegen. Wer auf düstere und fantasiereiche Schlachten zwischen den beiden gehofft hat, wird bei „Dracula Untold“ nicht enttäuscht werden.

Der Mythos um Dracula hat schon in Hunderten Filmen die Zuschauer das Fürchten gelehrt. Wer wissen will, welche tragischen Umstände aus einem friedlichen Herrscher das gefürchtete Geschöpf der Nacht gemacht haben, der sollte „Dracula Untold“ keinesfalls verpassen. Wer auf effektreiche Fantasy-Blockbuster steht, der sollte „Dracula Untold“ ebenfalls nicht verpassen. Selbst Anhänger historiengeschwängerter Filme werden bei diesem Mix aus Fantasy und Geschichte auf ihre Kosten kommen. Für einen schaurig-schönen Kinobesuch mit dem Schatz genau das Richtige, denn bei „Dracula Untold“ ist alles dabei: Liebe, Action und Spannung.

Bildquelle: facebook/Dracula Untold


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