Fast and Furious 6

Die mittlerweile legendäre Auto-Action-Reihe um Dominic Toretto, Brian O`Connor und FBI-Agent Luke Hobbs geht mit „Fast and Furious 6“ in die Verlängerung. Und die ist besser als gedacht! Denn während andere Filmreihen spätestens nach dem dritten Teil eher nur noch eine Persiflage ihres Originals sind, gelingt es „Fast and Furious 6“, weiterhin spannend zu bleiben. „Fast and Furios 6“ setzt dabei auf die gewohnten Mechanismen: Autos mit möglichst vielen Pferdestärken, stahlharte, muskelbepackte Kerle, viel Action und absurde Stunts geben den Ton an – „Fast and Furious 6“ ist feinstes Actionkino, das auch in seiner sechsten Auflage nicht langweilig wird!

Mittelpunkt des Plots von „Fast and Furious 6“ sind wieder einmal die Bösewichte Dominic Toretto (Vin Diesel), Brian O`Connor (Paul Walker) und ihre Crew, die sich nach ihrem großen Coup in Rio de Janeiro über die ganze Welt verstreut haben. Zwar machen sie die ergaunerten 100 Millionen Dollar steinreich, doch ein Leben auf der Flucht scheint selbst den härtesten Kerlen lästig zu sein. Ihr ärgster Widersacher, FBI-Agent Luke Hobbs ( Dwayne „The Rock“ Johnson), jagt derweil eine Organisation von zum Töten ausgebildeten Rennfahrern, die in über 12 Ländern unter der Anweisung von Bandenchef Owen Shaw (Luke Evans) agieren und drauf und dran sind, sich eine mächtige High-Tech-Waffe zu bauen, die ihnen auf dem internationalen Schwarzmarkt Milliarden einbringen und ganze Nationen ins Verderben stürzen würde. Letty (Michelle Rodriguez), die tot geglaubte große Liebe von Dominic, fungiert dabei als rechte Hand des Bandenbosses. Um die international operierende Bande zu stoppen, muss Hobbs in „Fast and Furious 6“ ein Bündnis mit Dom und dessen Crew eingehen. Er bietet ihnen an, sich seinem Eliteteam in London anzuschließen und gemeinsam gegen die skrupellose, verbrecherische Bande vorzugehen. Als Belonung winkt Dom und seinen Partnern ein Freispruch von ihren Verbrechen, der ihnen eine Rückkehr in die Heimat Los Angeles ermöglichen würde.

Fast and Furious 6 – ein Unikat!

Angesichts der Tatsache, dass es sich bei „Fast and Furious“ um eine nun schon zum sechsten Mal neu aufgelegte Filmreihe handelt, mag es verwunderlich erscheinen, „Fast and Furious 6“ als Unikat zu bezeichnen, denn „einzigartig“ sind die einzelnen „Fast and Furious“-Filme, an denen sich nach Rob Cohen der amerikanische Kultregisseur mit taiwanesischen Wurzeln Justin Lin nun schon zum fünften Mal auslebt, sicherlich nicht. Und doch schafft die „Fast and Furious“-Reihe etwas „Einzigartiges“, nämlich von Film zu Film besser – und erfolgreicher – zu werden!

Fast and Furious 6: Mit viel Action zum Kassenschlager

Fast and Furious 6 ist heute im Kino gestartet

Und so verspricht auch „Fast and Furious 6“ ein wahrer Kassenschlager zu werden. Experten sind sich sogar sicher, dass „Fast and Furious 6“ der erfolgreichste Film der Auto-Action-Reihe werden wird. Hierfür verantwortlich sehen Experten den Regisseur Justin Lin, der in jedem einzelnen Film noch ein Schippchen hat drauflegen können. Das Besondere an Lin: Er verknüpfte die vorher eher lose verbundenden „Fast and Furious“-Teile Film für Film zu einem kompletten Ganzen. Bei „Fast and Furious 6“ schaltete der amerikanische Regisseur nun noch einen Gang hoch und lotet die Grenzen aus. Während ihm dies bei seiner Over-the-Top-Action gelingt, überschreitet er in Sachen Handlung die Grenzen des Möglichen – die Querverweise zu den anderen „Fast and Furious“-Teilen wirken mitunter sehr konstruiert und gewollt.

Fast and Furious 6 – Einfach, klar und schnörkellos

Der Erfolg der „Fast and Furious“-Reihe ist wohl vor allem darin begründet, dass sich ihre Macher niemals auf die Fahnen geschrieben haben, eine tiefgründige Geschichte mit ausgeprägtem Hintergrund erzählen zu wollen. „Fast and Furious“ ist Action, die keinen weit umspannenden Plot benötigt. Und daher überzeugt auch in „Fast and Furious 6“ das Tempo sowie die Unerschrockenheit der Helden, die mit frisierten Autos und zunehmend anderen Fortbewegungsmitteln durch die Straßen heizen und sich hierbei mit ihren Gegnern wilde Schlachten liefern und auch gar nichts anderes wollen. In keinem anderen Film wären selbstgebaute Flitzer mit Rampen als Front, die einfach in den Gegenverkehr heizen und so ihren Verfolgern unbeteiligte Wagen entgegenschleudern, Panzer, mit denen die Autos entgegenkommender Zivilisten einfach platt gewalzt werden, und nicht zuletzt die Explosion einer Antonov 124 – ein sowjetisches Riesentransportflugzeug – auf der gefühlt längsten Landebahn der Welt, möglich – das kann nur „Fast and Furious 6“! Denn „Fast and Furious 6“ übertrifft seine Vorgänger in Sachen Action um Längen, ist lauter, schneller und wilder als alle bisherigen Teile zusammen. „Fast and Furious 6“ macht Spaß, ist unterhaltsam und nicht selten bleibt einem der Mund bei so viel adrenalinschubprovozierender Action offen stehen.

Fast and Furious 6 – Schuster, bleib bei Deinen Leisten!

Das, was die „Fast and Furious“-Filme derart erfolgreich gemacht hat, wird Justin Lin bei „Fast and Furious 6“ allerdings zum Stolperstein. Zwar schafft der Regisseur mit seinen Querverweisen zu den anderen Teilen, die Auto-Action-Reihe zu einem groß angelegten Gesamtkonzept zu machen, doch in „Fast and Furious 6“ übertreibt er es mit diesen Brückenschlägen. Um möglichst viele Charaktere der Vorgänger einzubringen, riskiert Lin die Glaubwürdigkeit und driftet mitunter in Abstrusitäten und Unwahrscheinlichkeiten ab – leider. Die „Auferstehung“ der tot geglaubten Letty bedarf schon einer besser durchdachten Erklärung, als sie in „Fast and Furious 6“ geliefert wird. So erscheint auch Brians Ausflug in ein US-Gefängnis sehr gezwungen. Scheinbar wollte Lin damit nur zwei Figuren vorheriger Teile wieder aufgreifen, doch der thematische Abstecher ist dabei leider weder interessant noch unterhaltsam, im Gegenteil: Die eigentliche Handlung wird dadurch regelrecht ausgebremst. Lediglich im Abspann (sitzen bleiben!) wird ein Rückverweis gegeben, der funktioniert! Generell ist es schade, dass „Fast and Furious 6“ zu sehr versucht, eine Geschichte mit innerer Logik zu konstruieren. Denn dies sollte ein Film diesen Genres, das ausschließlich auf Actionlastigkeit und Effekten basiert, nicht wagen – es gelingt auch in „Fast and Furious 6“ nicht.

„Fast and Furious 6“ ist bestes Sommerkino, das 130 Minuten geballte Power und Action bietet. Wer auf einen Film mit Tiefgang und markanter Story hofft, wird an „Fast and Furious 6“ keinen Gefallen finden. Doch nach fünf Teilen der Auto-Action-Reihe, wird sich wohl jeder Zuschauer darüber im Klaren sein. Einziger Kritikpunkt an „Fast and Furious 6“ ist, dass Justin Lin nicht das fokussiert, was die „Fast and the Furious“-Reihe ausmacht, sondern seinen Protagonisten krampfhaft versucht, Charakter zu verleihen – das kann einfach nur schiefgehen!

Bildquelle: Facebook/Filmstarts


Täglich kostenlose News zu Lifestyle, Liebe & mehr!

In zwei einfachen Schritten per WhatsApp auf dein Smartphone:

  • Klicke auf „Start“ und schicke in WhatsApp die Nachricht ab.
  • Speichere unbedingt unsere Nummer als „desired“, um den Newsletter zu erhalten!
Start
Sorry, beim ermitteln der Kontaktnummer ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuche es später noch einmal.

Durch senden der WhatsApp stimme ich der Verarbeitung personenbezogener Daten zu.

Was denkst du?