Im Kino: Wolverine – Der Weg des Kriegers

Alles begann mit einer spektakulären Comicreihe, jetzt erobert Wolverine allein und unter neuer Regie nicht nur Japan, sondern auch die Kinos. In „Wolverine – Der Weg des Krieges“ begegnet dem Zuschauer aber ein neuer Wolverine: Ein Mann mit gebrochenem Herzen, schlechtem Gewissen und massiven Selbstzweifeln. Auch ein altgedienter Marvel-Held kommt schon mal ins Straucheln. Aber ob dieses Konzept von Regisseur James Mangold auch alteingesessene Action-Fans in die Lichtspielhäuser locken kann?

Vor über 40 Jahren begann seine Karriere als Comic-Held bei Marvel – jetzt erobert Wolverine zum ersten Mal ganz alleine die Kinoleinwand. Mit vollem Körpereinsatz wird der etwas eigensinnige Mutant Logan nun zum sechsten Mal von Hollywoodschauspieler Hugh Jackman verkörpert, doch irgendetwas ist anders. Der Film knüpft nicht wie gewohnt an seine erfolgreichen Vorgänger an – er ist ein eigenständiges Projekt, das ausschließlich Wolverine gewidmet ist. Mit „Wolverine – Der Weg des Kriegers“ hat Hugh Jackman nach über 13 Jahren bei den X-Men endlich die Möglichkeit, die Leinwand alleine zu beherrschen aber ob ihm das gelingt?

Wolverine – Der Weg des Kriegers

Wolverine – Der Weg des Kriegers ist tolles Actionkino!

Wolverine – Der Weg des Kriegers: Ein Held am Abgrund

Nach vielen Rückschlägen in seinem unsterblichen Leben hat sich Wolverine schließlich als Eremit in eine Höhle zurückgezogen. Doch so sehr sich Logan auch wehrt, seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein: Im Schlaf quälen ihn Bilder vom Atombombenabwurf auf Nagasaki und vom tragischen Tod seiner großen Liebe Jean Grey, den er nicht verhindern konnte. Ein Superheld versinkt in Selbstmitleid: So neu diese Situation auch für Wolverine sein mag, so bekannt ist sie den Comic-Fans, denn schon viele Comic Helden mussten so ein Tief durchleben: Beispielsweise Batman konnte den Tod seiner Freundin Rachel Dawes nicht verhindern und wurde daraufhin zum Dark Knight. Auch für Wolverine geht das Leben weiter, aber anstatt in seiner Höhle Däumchen zu drehen, lässt sich der Mutant von dem japanischen Mädchen Yukio in ihre Heimat locken und steht auf einmal seiner Vergangenheit leibhaftig gegenüber.

Wolverine – Der Weg des Kriegers: Vom Helden zum Menschen

Der Sprung vom unsterblichen Muskelmann zum menschlichen Helden gelingt Hugh Jackman gut. Das ist nicht zuletzt Regisseur James Mangold und den Drehbuchautoren zu verdanken, die Jackman mit ihrer Story eine gute Basis für diese Entwicklung boten. Als Wolverine nämlich in Japan ankommt, begegnet er einem alten Weggefährten: dem japanischen Offizier Yashida. Ihm rettete Logan vor vielen Jahren während des Atombombenabwurfes auf Nagasaki das Leben. Dieser liegt nun im Sterben und möchte Wolverine einen letzten Wunsch erfüllen und ihn von seinen Selbstheilungskräften erlösen, die zwar seine Qualität als Superheld sind, aber auch die Bürde, die Wolverine zu tragen hat. Wofür wird sich Logan in „Wolverine – Der Weg des Kriegers“ entscheiden? Natürlich beschränkt sich die Story um den beliebten X-Man nicht ausschließlich auf seinen emotionalen Werdegang – schließlich ist „Wolverine – Der Weg des Kriegers“ ein waschechter Actionstreifen! Neben wahrer Freundschaft begegnen Logan in Japan dementsprechend auch Intrigen, mächtige Bösewichte und natürlich jede Menge flinker Fäuste.

Wolverine – Der Weg des Kriegers: Doch ein Irrweg?

Der erste Teil der „X-Men“-Reihe kam bereits 2000 in die Kinos und seitdem ist im Leben von Wolverine viel passiert, das ihn verändert hat. Um nun diese schwierige Verbindung aus Persönlichkeitsentwicklung und actionreicher Comic-Verfilmung umzusetzen, holte sich Co-Produzent Hugh Jackman den Regisseur James Mangold für „Wolverine – Der Weg des Kriegers“ ins Boot, mit dem er bereits 2001 die Liebeskomödie „Kate und Leopold“ drehte.
Diese Entscheidung war zunächst in der Filmewelt umstritten. Zwar realisierte Mangold bereits tiefgründigere Filme wie „Durchgeknallt“ und „Walk the Line“ und auch actiongeladene Streifen wie „Knight and Day“, aber von Comic-Adaptionen hat Mangold bislang eher wenig Ahnung. Aus diesem Grund entgleitet dem Amerikaner wohl auch ab und zu der Faden. Obwohl ein starker Hugh Jackman einen emotional schwachen Wolverine verkörpert, gibt ihm Mangold nicht immer genügend Raum, um sich entsprechend entfalten zu können. Dafür fliegen in den Action-Szenen all zu oft nach allen Regeln der Kunst die Fäuste und die Mutanten-Krallen. Durch den mittlerweile sehr populären 3D-Effekt steht in „Wolverine – Der Weg des Kriegers“ auch genau dieser Teil des Films besonders im Mittelpunkt und Wolverine selbst geht manchmal leider unter.

Insgesamt lässt sich sagen, dass „Wolverine – Der Weg des Kriegers“ ein gelungener Actionfilm ist, aber leider oft auch nicht mehr. Obwohl Hugh Jackman seinem Alter Ego neue Facetten zu verleihen versucht, ersticken sie des Öfteren in handfesten, aber immerhin gut choreografieren Actionszenen. „Wolverine – Der Weg des Kriegers“ ist solides Hollywood-Kino, das nicht nur Comic-Fans mit schnellen Bildern und einem starken Hugh Jackman begeistern wird!

Bildquelle: facebook/20th Century Fox Deutschland


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Was denkst du?

  • Moni1961 am 18.08.2013 um 21:51 Uhr

    Ich schau ihn mir auf jeden Fall an-schon alleine wegen Hugh Jackman. Super trainierter Körper! 😉

    Antworten
  • elfenstaub1000 am 16.08.2013 um 15:41 Uhr

    Ich wusste erst nicht, ob ich mir Wolverine – Der Weg des Kriegers anschauen soll. Aber jetzt denke ich, dass ich ihm vielleicht doch eine Chance geben sollte. Danke für den Tipp!

    Antworten