Iron Man 3

„Iron Man“ und „Iron Man 2“ gehören zu den beliebtesten und erfolgreichsten Comicverfilmungen aller Zeiten. Kann „Iron Man 3“, der ab dem 1. Mai in den deutschen Kinos zu sehen ist, die hohen Erwartungen der Fans erfüllen?

Action, Humor, eine ergreifende Liebesgeschichte und die Rettung der Welt: „Iron Man“ und „Iron Man 2“ haben die Latte in Sachen intelligenter Blockbuster ganz schön hoch gelegt – und weltweit unzählige Millionen in die Kinokassen gespült. In „Iron Man 3“ tritt Robert Downey Jr. alias Tony Stark alias Iron Man nun quasi gegen sich selbst an: Wird „Iron Man 3“ es auf ebenso gekonnte Art und Weise schaffen, Anspruch und Action miteinander zu verknüpfen? Und kann es „Iron Man 3“ überhaupt gelingen, seine Vorgänger UND „Marvel’s The Avengers“, in dem Tony Stark ebenfalls eine zentrale Rolle spielt, zu übertreffen?

Iron Man 3: Tony Stark rettet mal wieder die Welt

Iron Man 3: Endlich in den Kinos

„Iron Man 3“: Action and more

Kaum ein Film wurde in den letzten Jahren sehnlicher erwartet als „Iron Man 3“, wird doch vor allem der erste Teil der Reihe, „Iron Man“, von Fans und Kritikern als ein Meilenstein der modernen Comicverfilmungen betrachtet. Der Film, der 2008 wie eine Bombe einschlug und Robert Downey Jr. wieder zu einem der größten Stars Hollywoods machte, bestach durch ein ganz besonderes Element, welches bis dato im actionlastigen Comic-Genre nur selten anzutreffen war: Humor. Doch der Superheld, Milliardär und Philanthrop Tony Stark hatte schon immer mehr zu bieten als nur Slapstickeinlagen und flapsige Sprüche. Sowohl in „Iron Man“ als auch in der Fortsetzung „Iron Man 2“ ging es mit viel Action und Humor um nichts weniger als die Rettung der Welt und der gesamten Menschheit. 2012 tat sich der Iron Man dann sogar mit sämtlichen anderen Comichelden des Marvel-Universums zusammen und musste in „Marvel’s The Avengers“ erkennen, dass er trotz seines „Iron Man“-Anzugs neben Göttern wie Thor und Loki „nur“ ein Mensch ist. Wie der sympathische Egomane Tony Stark mit dieser Erkenntnis und der Tatsache, dass er eigentlich ständig auf der feinen Linie zwischen Leben und Tod schwebt, umgeht, ist eine der zentralen Fragen in „Iron Man 3“. Comicfans müssen jedoch nicht verzweifeln: Bombastische Special Effects kommen keinesfalls zu kurz!

„Iron Man 3“ ist sich selbst genug

Der Regisseur Shane Black, mit dem Robert Downey Jr. schon bei „Kiss Kiss Bang Bang“ zusammenarbeitete, macht bei seinem „Iron Man“-Einstand so ziemlich alles richtig, indem bei „Iron Man 3“ nicht in Versuchung gerät, alles noch größer, effektvoller und bombastischer zu machen als es in den ersten beiden Filmen – und dem inoffiziellen dritten Teil „Marvel’s The Avengers“ – ohnehin der Fall war. Eine weitere Falle, der „Iron Man 3“ auf elegante Art und Weise entgeht, ist, dass er gewollt nicht an „Iron Man 2“ anknüpft, sondern am Ende der Handlung von dem Superhelden-Megablockbuster „Marvel’s The Avengers“ ansetzt. So leidet Tony Stark am Anfang von „Iron Man 3“ nach seinen knapp überstandenen Abenteuern mit Thor und Co. an Symptomen, die am ehesten mit „posttraumatisches Stresssyndrom“ umschrieben werden könnten. Der populärste aller gegenwärtigen Superhelden hat in „Iron Man 3“ nämlich mit Panikattacken und Schlaflosigkeit zu kämpfen. Auch die Beziehung zu seiner von Gwyneth Paltrow gespielten großen Liebe Pepper Potts leidet vor allem darunter, dass der geniale Wissenschaftler geradezu davon besessen ist, immer mehr Iron Man-Anzüge zu bauen – die ihn aber von der Angst vor seiner eigenen Sterblichkeit nicht erlösen können.

„Iron Man 3“: Superschurken aufgepasst

Doch als der von Schauspiellegende Ben Kingsley gespielte Superschurke „The Mandarin“ sich in „Iron Man 3“ daran macht, die USA mit immer neuen Bombenanschlägen zu verunsichern und auch nicht davon zurückschreckt, Tony Starks Haus zu zerstören und Pepper Potts zu entführen, muss „Iron Man“ endlich handeln, und das ironischerweise ohne seine Spezialanzüge, die ihm bei einer halsbrecherischen Flucht allesamt abhanden kommen. Als auch deutlich wird, dass es zwischen dem Mandarin und dem dubiosen Wissenschaftler Aldrich Killian, der in seiner Firma „Advanced Idea Mechanics“ bei jungen verletzten Soldaten Teile des menschlichen Körpers nachwachsen lassen kann und damit definitiv nichts Gutes im Schilde führt, eine Verbindung gibt, gibt es für Tony Stark kein Halten mehr: Er muss Amerika und die Welt vor einem drohendem Untergang retten.

„Iron Man 3“: Die Tony Stark-Show

Das, was an „Iron Man 3“ wirklich ins Auge sticht, ist, dass es nicht Iron Man ist, der der Welt zur Rettung eilt, sondern der Mensch Tony Stark, der sich im dritten und letzten Teil der „Iron Man“-Saga endlich aus der Rüstung befreit und zum Menschen wird. „Iron Man“ 3 konzentriert sich so im Gegensatz zum zweiten Teil wieder mehr auf die Charaktere und rückt Tony Stark noch mehr in den Vordergrund, auch dadurch, dass er selbst die Geschichte erzählt. Das geht auf, weil Robert Downey Jr. in „Iron Man 3“ eine der besten schauspielerischen Leistungen seiner Karriere abliefert: Als Zuschauer leidet man mit dem egozentrischen, zynischem, sich maßlos überschätzendem, gleichzeitig aber an sich zweifelndem und trotz allem grundgutem Helden jede Sekunde lang mit. Aber auch die anderen Darsteller in „Iron Man 3“ brauchen sich nicht hinter dem mehrmals Oscar nominierten Schauspieler zu verstecken: Ben Kingsley schafft es bei „The Mandarin“ sämtliche Terrosristenklischees auf höchst unterhaltsame Art und Weise zu vereinigen und gleichzeitig auf die Schippe zu nehmen, während Guy Pearces Aldrich Killian der perfekte machtgierige Schurke ist – einzig Gwyneth Paltrow bleibt in ihrer Rolle als Pepper Potts, obwohl sie in „Iron Man 3“ zum ersten Mal mitkämpfen darf, etwas blass.

„Iron Man 3“ hat alles, was man von einem Blockbuster erwartet: Einen sympathischen Helden, der den Schurken besiegt, die Welt und sein Mädchen rettet – und dabei immer einen coolen Spruch auf den Lippen hat. Robert Downey Jr. liefert in seiner Rolle des an sich zweifelnden Iron Man eine brillante Performance ab und unterhält sein Publikum in „Iron Man 3“ dabei trotz zahlreicher Actionszenen und Special Effects auf einem hohen Niveau. Einem perfekten Kinoabend mit viel Popcorn steht also nichts im Weg!



Bildquelle: Concorde Filmverleih Deutschland

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