Rubinrot

Mit „Rubinrot“ liefert Felix Fuchssteiner die Verfilmung des ersten Teils der erfolgreichen Jugendroman-Trilogie „Liebe geht durch alle Zeiten“ von Kerstin Gier. Der deutsche Jungregisseur wagt sich mit seinem neuenStreifen an ein Genre, das in letzter Zeit große Beachtung gefunden hat. Den Vergleich mit dem Megaerfolg „Twilight“ muss er sich daher gefallen lassen. Doch kann die deutsche Fantasyverfilmung mit den übermächtigen Hollywood-Blockbustern mithalten?

„Rubinrot“ erzählt die Geschichte der 16-jährigen Gwendolyn Shepherd (Maria Ehrich), die sich nicht nur mit den typischen Problemen einer Heranwachsenden herumschlagen muss, sondern zudem rein zufällig auf ein lang gehütetes Familiengeheimnis stößt: Ein Zeitreise-Gen wird von Generation zu Generation weitervererbt, doch nicht jedes Familienmitglied ist davon betroffen. Für Gwens Familie ist schon lange klar, wer das Gen in sich trägt. Alle gehen davon aus, dass Gwens Cousine Charlotte (Laura Berlin) dazu auserkoren ist, durch die Zeit zu reisen. Doch falsch gedacht! Denn plötzlich ist es Gwendolyn, die sich im London der Zeit um 1900 wiederfindet und dort realisiert, dass nicht Charlotte das Gen geerbt hat, sondern sie. Ein Schock für die 16-Jährige, die zunächst einmal so gar keine Lust auf die mit den Zeitreisen zusammenhängenden Pflichten hat. Denn es gilt, in den verschiedenen Jahrhunderten so wenig wie möglich aufzufallen und vor allem keinen Schaden anzurichten. Und dafür muss Gwendolyn trainieren: Degenkampf, Etikette, Manieren… All das steht in „Rubinrot“ von nun an auf dem Plan des aufgeweckten Mädchens. Die Zeitreisen bergen in der Folge zwar mitunter große Gefahren für Gwendolyn, doch zum Glück muss sie sie nicht alleine bestreiten, sondern wird von Charlottes Freund Gideon de Villiers (Jannis Niewöhner) begleitet. Allerdings ist dieser leider nicht sehr kooperativ und verhält sich gegenüber der 16-Jährigen mehr als arrogant. Trotzdem müssen sich die beiden miteinander arrangieren und entdecken dabei, dass sie sich gar nicht so unsympathisch sind. Doch kommen auch dem Geheimnis der Familiengeschichte und den Mysterien um den sagenumwobenen roten Rubin kommen Gwen und Gideon langsam immer näher…

Rubinrot glänzt mit seiner Besetzung.

Rubinrot ist ganz großes Kino!

Rubinrot: Brilliante Besetzung

Was bei „Rubinrot“ als erstes auffällt, ist die hochkarätige Besetzung der Nebenrollen. Mit Stars wie Veronica Ferres, Josefine Preuß, Axel Milberg, Katharina Thalbach oder Kostja Ullmann geht Regisseur Felix Fuchssteiner auf Nummer Sicher. Die versammelte deutsche Schauspielelite liefert eine grandiose Performance ab, der die teilweise noch unerfahrenen Hauptdarsteller aber in keiner Weise nachstehen. Besonders die Hauptfigur Gwendolyn findet in der 20-jährigen Maria Ehrich eine perfekte Darstellerin. Das kraftvolle Spiel der Erfurterin, die man aus dem Fernsehdreiteiler „Das Adlon“ bereits kennen dürfte, verleiht der 16-jährigen Zeitreisenden schnell Glaubwürdigkeit. Jannis Niewöhner, der den Mit-Zeitreisenden Gideon spielt, ist in der Rolle des Teenieschwarms ebenfalls exzellent. Selbst Filmdebütantin Jennifer Lotsi, die Gwens beste Freundin Leslie spielt, liefert ein absolut überzeugendes Schauspiel ab. Die Konstellation der beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen, die sich gegenseitig bestens ergänzen, ist damit in sich stimmig.

Rubinrot: Der neue Twilight?

Bei der Anlage des Stoffes muss sich Regisseur Felix Fuchssteiner zwangsläufig den Vergleich mit dem Fantasykracher „Twilight“ gefallen lassen, denn er schlägt eben genau dieselben Töne an. So gibt es eine fantastische Liebe, die unter keinem guten Stern steht, eine unwirkliche Welt, die bedrohlich auf die Protagonisten hereinbricht, und zwei Jungschauspieler, die zu neuen Teenieidolen werden könnten. Fakt ist, dass „Rubinrot“ eine deutsche Produktion ist und sich daher in Sachen Technik und Effekte nicht mit dem amerikanischen Vorbild messen kann – es mutet daher schon etwas merkwürdig an, wenn Gwen ordentlich durchgeschüttelt wird, wenn sie ihre Zeitreise antritt. Doch besonders in Sachen Dramaturgie muss sich „Rubinrot“ keineswegs hinter „Twilight“ oder „Die Tribute von Panem“ verstecken. So kreiert Fuchssteiner in seinem Film einen bodenständigen Look, der auf das große Trick-Brimborium verzichtet, und inszeniert lieber klassische Kutschenverfolgungen oder rasante Fechtduelle, die mindestens genauso beeindruckend sind. Als Zuschauer wird man durch diese Realitätsnähe selbst zum Zeitreisenden.Einziger Kritikpunkt bezüglich des Vergleichs zu „Twilight“ ist die Schlusssequenz, die Drehbuchautorin Katharina Schöde hinzugedichtet hat. Den Kirschblütenball, der dem Finale des ersten „Twilight“ teils doch sehr ähnelt, gibt es im Buch nicht. Doch man kann der ambitionierten Autorin keineswegs vorwerfen, beim großen amerikanischen Vorbild abgekupfert zu haben. Immerhin findet die Romanze zwischen Gwen und Gideon in dieser letzten Szene einen passenden ersten Höhepunkt.

Rubinrot: Es geht noch weiter!

„Rubinrot“ ist der erste Teil der „Edelstein-Saga: Liebe geht durch alle Zeiten“ und ebenso ist der Film auch angelegt. Der Überraschungserfolg der Romanvorlage von Kerstin Gier umfasst drei Teile, auf deren weitere Verfilmung man ebenfalls hoffen kann. So ist die Romanze zwischen Gwen und Gideon in „Rubinrot“ noch nicht vollends ausgeleuchtet – es wird nicht so recht klar, warum Gwen Gideon plötzlich doch gar nicht mehr so „doof“ findet – und auch in Sachen Technik und Effekte kann Regisseur Felix Fuchssteiner durchaus noch eine Schippe drauflegen. Doch dafür hat er ja, wenn alles gut läuft, noch bei „Saphirblau“ und „Smaragdgrün“ ausreichend Gelegenheit.

„Rubinrot“ hat das Zeug zum nächsten Kult-Teeniefilm und muss den Vergleich mit den amerikanischen Pendants beim besten Willen nicht fürchten! Denn „Rubinrot“ hat alles, was das Teenieherz begehrt: Es gibt eine aufmüpfige Heldin (ebenso wie Katniss Everdeen in „Die Tribute von Panem“), eine große erste Liebe (wie in „Twilight“) und ein mysteriöses, sagenumwobenes Familiengeheimnis, dem man auf den Grund gehen möchte. „Rubinrot“ ist feinstes Unterhaltungs-Popcorn-Kino. Nicht nur für Teenies!

Bildquelle: © 2012 Concorde Filmverleih GmbH

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Was denkst du?

  • nepumuk am 14.03.2013 um 15:53 Uhr

    Ich habe die Bücher alle gelesen und freue mich riesig auf die Verfilmung!!!!

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