Tammy – Voll abgefahren

Publikumsliebling Melissa McCarthy ist wieder in ihrem Element: In „Tammy – Voll abgefahren“ spielt die sympathische Schauspielerin eine gewohnt unkonventionelle Anti-Heldin, die gleichermaßen mit Witz und Tiefgang die Zuschauer unterhält. An ihrer Seite: Hollywood-Star Susan Sarandon als schrullig-wilde und an der Flasche hängende Oma Pearl. Da sind die Lacher in „Tammy – Voll abgefahren“ ja schon vorprogrammiert…

Melissa McCarthy ist vielen aus Filmen wie „Brautalarm“, „Voll abgezockt“ oder „Taffe Mädels“ bekannt. Die Ulknudel ist in ihren Rollen stets laut, schrill und herrlich unangepasst – und genau das macht auch den Erfolg von Melissa McCarthy aus. Die Karriere der 43-Jährigen begann zwar erst relativ spät, nahm im Laufe der vergangenen Jahren aber rasant an Fahrt auf. So mauserte sie sich von der in Insiderkreisen bekannten Stand-Up-Komödiantin zur Nebendarstellerin in bekannten Hollywood-Filmen. Nun spielt Melissa McCarthy sogar die Hauptrolle in ihrer eigenen Sitcom „Mike & Molly“, für die sie mit einem Emmy ausgezeichnet wurde. Für die Rolle der Megan in „Brautalarm“ erhielt sie sogar eine Oscarnominierung als Beste Nebendarstellerin.

Das „Tammy – Voll abgefahren“-Filmplakat

Melissa McCarthy spielt die Hauptrolle in „Tammy – Voll abgefahren“

Melissa McCarthy weiß immer zu überzeugen. Jetzt versucht sie sich gemeinsam mit ihren Mann, dem Regisseur Ben Falcone, als Co-Autorin in „Tammy – Voll abgefahren“. Bekannt für ihr komödiantisches Talent bleibt die kräftig gebaute Schauspielerin auch dieses Mal dem komödiantischen Genre treu und kreierte mit Falcone ein – wie der Name schon sagt – abgefahrenes Werk für die Lachmuskeln.

Wovon handelt „Tammy – Voll abgefahren“

„Tammy – Voll abgefahren“ stellt den Zuschauern die Mittdreißigerin Tammy vor, die ein Leben führt, um das sie wahrlich niemand beneidet: Die übergewichtige Fast-Food-Restaurant-Aushilfe lebt ohne Ambitionen in den Tag hinein und sieht ihm ohne große Erwartungen entgegen. Doch ein Tag ändert ihr Leben schlagartig: Nachdem Tammy auf dem Weg zur Arbeit das Autoradio ausgelassen aufdreht und ihre Luftgitarre sowie sonstige imaginäre Instrumente hinter dem Steuer schwingt, kollidiert ihr Wagen mit einem Wildtier. Mit einigen Kratzern, aber sonst unversehrt, bleibt Tammy mit ihrem nun schrottreifen Wagen liegen. Viel zu spät und noch benommen von dem Unfall, kommt sie schließlich zur Arbeit – und verliert prompt ihren Job. Die energische Mittdreißigerin flippt völlig aus und stellt den gesamten Laden auf den Kopf: So verteilt sie gleich mal ihre Kopfschuppen auf diversen Burgern und beschmeißt mit dem Essen die Kundschaft. Völlig fertig von den Ereignissen, tritt Tammy den Heimweg an – und muss nun feststellen, dass der Alptraum noch immer kein Ende hat: Anstatt sich trostsuchend in die Arme ihres Mannes flüchten zu können, erwischt sie diesen ausgerechnet mit der Nachbarin im Bett. Tammy hat genug! Kurzerhand verlässt sie ihren betrügerischen Ehemann und will einfach nur noch weit weg. Doch ohne Auto und Geld scheint das Vorhaben zum Scheitern verurteilt. Doch sie hat ja noch ein Ass im Ärmel: Ihre Großmutter Pearl. Diese will allerdings, wenn sie schon die nötigen finanziellen Mittel beisteuert, mitkommen und bestimmen, wo die Reise hingeht. „Tammy – Voll abgefahren“ nimmt nun richtig Fahrt auf…

„Tammy – Voll abgefahren“ erfreut Freunde des derben Humors

Melissa McCarthy ist eine Hollywood-Darstellerin, die keinesfalls der Norm entspricht. Schon ihr Gewicht hebt sich von dem sonst so großen Drang der meisten Hollywood-Damen ab, immer schlank und noch schlanker sein zu wollen. Auch auf die neuesten Styles und schicken Frisuren legt die 43-Jährige keinen allzu großen Wert. Das tut ihrem Erfolg allerdings keinen Abbruch. Herrlich erfrischend kommt Melissa McCarthy daher und überrollt förmlich die Filmbranche mit ihren überholten Klischeevorstellungen. Mit ihrem Mann Ben Falcone macht sie in „Tammy – Voll abfahren“ nun gemeinsame Sache. In gewohnt derb-witziger Manier zieht sie die Lacher auf ihre Seite und weiß ihre Fans zu begeistern. Leider bietet die „Mike & Molly“-Darstellerin dabei allerdings keine neue Seite von sich. Die US-Amerikanerin blüht stets in Komödien auf, wagt jedoch nicht den Sprung in eine andere Filmgattung. Wer Melissa McCarthy gerne sieht, wird in „Tammy – Voll abgefahren“ wieder voll und ganz auf seine Kosten kommen. Mit vollem Körpereinsatz und kleinen Bildungslücken („Wer ist Mark Twain?“, „Ist Lance Armstrong der kleine, unbekannte Bruder von Neil?“) sorgt sie für Unterhaltung und reißt die Zuschauer mit. Alle anderen, denen Melissa McCarthy eine Spur zu aufgekratzt ist und die sich auch nicht mit ihrer Art von Humor anfreunden können, sollten hingegen einen großen Bogen um ihren Streifen machen.

„Tammy – Voll abgefahren“ ist eine typische Melissa McCarthy Komödie. Ihre satirische Art, sich über gesellschaftliche Normen hinwegzusetzen, ist zwar etwas rau, aber dennoch sympathisch und komisch. Contenance zu bewahren, ist für Tammy ein absolutes Fremdwort – wer sich durch Melissa McCarthys Art dennoch belustigt fühlt, ist in „Tammy – Voll abgefahren“ aber genau richtig aufgehoben.

Bildquelle: Facbeook/Tammyfilm

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