X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Vierzehn Jahre ist es mittlerweile her, dass Produzentin Lauren Shuler Donner und Regisseur Bryan Singer die Marvel-Comics um die „X-Men“ erstmals auf die große Kinoleinwand brachten. Seitdem konnte sich die stetig wachsende Fangemeinde der erfolgreichen Reihe in regelmäßigen Abständen über weitere actiongeladene Blockbuster freuen, die das Filmuniversum stetig erweiterten. Für den siebten Streich „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“, der am 22. Mai in die deutschen Kinos kommt, versammelten Singer und Shuler Donner gleich eine ganze Handvoll echter Megastars am Set. Hat sich der Aufwand gelohnt?

Von Hugh Jackman und Jennifer Lawrence über die Altstars Ian McKellen und Patrick Stewart bis hin zu Halle Berry, Michael Fassbender und „Game of Thrones“-Star Peter Dinklage – wohl kaum ein Film der letzten Jahre hat derart viele Darsteller aus der A-Riege Hollywoods in einem Cast zusammengebracht wie „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“. Eigentlich kann bei einem solchen Staraufgebot doch gar nichts mehr schief gehen, oder? Andererseits besteht gerade bei derartig populären Filmreihen wie „X-Men“ immer die Gefahr, dass der siebte Streifen in 14 Jahren trotz des versammelten Schauspieltalents zu einem schlechten Abklatsch wird. Um dem entgegenzuwirken, hat sich Regisseur Bryan Singer einige Überraschungen einfallen lassen, die selbst eingefleischte Fans des Franchise von den Sitzen hauen sollten. Und auch an der Action wurde natürlich nicht gespart…

X-Men: Die Zukunft der Mutanten ist in Gefahr

X-Men kehrt zurück

X-Men: Die Mutanten sind wieder da

Bereits die Rahmenhandlung des neuen Blockbusters dürfte viele Fans der Filmreihe verblüffen. Schließlich sehen sich die „X-Men“ diesmal einer Herausforderung gegenübergestellt, die selbst die Erzfeinde Charles Xavier (erneut gespielt von „Star Trek“-Ikone Patrick Stewart) und Magneto („Gandalf“-Darsteller Ian McKellen) zu einer vorübergehenden Zusammenarbeit zwingt: Im Jahr 2023 stehen die Mutanten kurz vor der Ausrottung. Blutrünstige Killerroboter, die sogenannten Sentinels, die von der Regierung eingesetzt wurden, jagen die „X-Men“ und dezimieren ihre Reihen immer mehr. Die Lösung des Problems ist schnell gefunden: Wolverine (Hugh Jackman) soll in die Vergangenheit reisen und die Bedrohung beseitigen, bevor sie überhaupt entsteht. So begibt sich der Überlebenskünstler ganze 50 Jahre in der Zeit zurück, um die erste Generation der „X-Men“ zu warnen und ein folgenschweres Attentat der Mutantin Mystique (Oscar-Preisträgerin Jennifer Lawrence) auf den Initiator des Sentinel-Programms Bolivar Trask (Serienstar Peter Dinklage) zu verhindern. Doch dies erweist sich als schwerer als gedacht…

X-Men: Treffen der Generationen

Gerade aus dem Clou, die von Hugh Jackman, Halle Berry oder Patrick Stewart gespielten „X-Men“ der ursprünglichen Filmtrilogie mit der neuen Generation um Jennifer Lawrence, Michael Fassbender und James McAvoy zusammenzubringen, entwickelt sich insbesondere für die vielen Fans, die alle Teile der Reihe regelrecht in sich aufgesogen haben, ein aufregendes Filmerlebnis. Schließlich erlebt man es in stromlinienförmigen Hollywood-Blockbustern für die breite Masse nicht allzu häufig, dass mehrere Ebene eines Filmuniversums miteinander verwoben werden. Doch nicht nur für das Publikum, sondern auch für die Schauspielriege selbst war der gemeinsame Film aller „X-Men“ ein ganz besonderes Erlebnis. „Es war toll, all diese Leute in ‚X-Men’ bzw. ‚X-Men: First Class’ zu besetzen“, verriet beispielsweise Regisseur Bryan Singer, „viele hatten damals in Filmen dieser Größenordnung noch nicht mitgewirkt. Hugh kam vom Musical, Jennifer war nur in kleinen Independent-Produktionen wie ,Winter’s Bone’ aufgetreten. Über die Jahre haben sie sich einen Namen gemacht, inzwischen sind sie große Stars. Diese Familienzusammenkunft war für uns alle eine tolle Sache.“ Die Freude über dieses gemeinsame Projekt ist den Darstellern definitiv anzumerken. So ist die schauspielerische Leistung des Casts neben den einmal mehr Maßstäbe setzenden Actionszenen wohl der am meisten herausragende Pluspunkt des Films. Doch das war angesichts der Meriten der einzelnen Darsteller ja auch zu erwarten…

X-Men: Vor allem für echte Fans ein Genuss

Gerade das Zusammentreffen verschiedener Mutantengenerationen erweist sich bei genauerem Hinsehen aber auch als große Achillesferse von „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“. Zwar werden die eingefleischten Anhänger der Reihe, die vielleicht sogar den einen oder anderen Marvel-Comic zu Hause stehen haben, an dem komplexen Plot und der Vermischung der Generationen ihren Spaß haben. So mancher „X-Men“-Neuling wird angesichts der Fülle an Informationen aber womöglich den Überblick verlieren. Schließlich ist es bei gerade einmal 132 Minuten Filmlänge nur schwer möglich, alle nötigen Informationen aus den vorherigen sechs Streifen noch einmal Revue passieren zu lassen. Angesichts der vielen Kenner der Reihe, die auch für „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit“ wieder in die Kinos strömen werden, wäre ein solches Vorgehen aber wahrscheinlich auch kontraproduktiv gewesen. Immerhin können sich diejenigen, die dem – an manchen Stellen auch etwas merkwürdigen – Plot nicht mehr folgen können, an einer geballten Ladung Action mit einem Schuss Nostalgie der 1970er Jahre erfreuen. Die Popcorntüte sollte am Ende des Films in jedem Fall leer sein…

Noch nicht einmal ein Jahr ist es her, dass mit „Wolverine: Weg des Kriegers“ der letzte Ableger der Reihe in die Kinos kam, da dürfen sich die Fans bereits über einen neuen „X-Men“ freuen. Dabei zeigt sich der Film nicht – wie von vielen Beobachtern befürchtet – als überhasteter, mit Action überladener Nachfolger, sondern als komplexer Actionthriller, der auch durch herausragende Schauspieler sowie der einen oder anderen Überraschung glänzen kann. „X-Men“-Neulinge sollten vor dem Gang ins Kino aber vielleicht noch einmal einen Videoabend mit den alten Teilen der Reihe einlegen, um diese speziellen Einfälle auch genießen zu können.

Bildquelle: © 2014 Twentieth Century Fox


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Was denkst du?

  • LiloStar am 22.05.2014 um 15:53 Uhr

    Mein Freund möchte sich den neuen "X-Men" unbedingt ansehen - und ich bin Neuling. Das wird bestimmt ein Spaß. 🙁

    Antworten