30 Seconds to Mars: Love Lust Faith + Dreams

30 Seconds to Mars: „Love Lust Faith + Dreams“

30 Seconds to Mars: Neue Platte

30 Seconds to Mars sind spätestens seit dem Megaerfolg ihres dritten Albums „This is War“ aus dem Jahr 2009 nicht mehr „nur” die Band von Hollywoodstar Jared Leto – ganz im Gegenteil, mit über neun Millionen Facebook-Fans und über einer Millionen Followern auf Twitter gehören 30 Seconds to Mars zu den größten und erfolgreichsten Bands der Welt. Knapp vier Jahre lang hat das Trio auf einen Nachfolger zu dem in Deutschland mit Platin ausgezeichnetem „This is War“ warten lassen. Doch nun hat das Warten ein Ende: Mit „Love Lust Faith + Dreams“ erschien Mitte dieses Monats das vierte Album von 30 Seconds to Mars – und scheint schon zumindest thematisch eng an seinen Vorgänger anzuknüpfen.
30 Seconds to Mars: Jared Leto & Co.

30 Seconds to Mars: Jared Leto & Co.

30 Seconds to Mars: Schneller, Größer, Höher, Weiter

Schon mit der Veröffentlichung der ersten Single aus „Love Lust Faith + Dreams“, „Up in the Air“, sorgten 30 Seconds to Mars für eine kleine Sensation: Die erste Kopie der Single wurde ins Weltall geschossen und feierte dort am 18. März 2013 Premiere, indem der Song 230 Meilen von der Erde entfernt weltweit ausgestrahlt wurde. Und auch das Album selbst muss sich in Sachen Werbung hinter diesem Marketingclou nicht zu verstecken, schließlich gelang es 30 Seconds to Mars den weltberühmten Künstler Damien Hirst für das Artwork der Platte zu gewinnen. Im Sommer werden 30 Seconds to Mars in Deutschland auch live zu sehen sein: Wie es sich für Rocksuperstars gehört, wird die Band um Jared Leto bei den Megafestivals „Rock am Ring“ und „Rock im Park“ als Headliner auf der Bühne zu sehen sein.

30 Seconds to Mars: „Love Lust Faith + Dreams“– ein Neuanfang?

Doch trotz des großen Erfolgs scheint Frontman Jared Leto mit „Love Lust Faith + Dreams“ einen neuen Weg einschlagen zu wollen, wie er in einem Vorabinterview verkündete. „Dieses Album bedeutet für uns weitaus mehr als eine Weiterentwicklung – es ist eher ein vollkommener Neuanfang. Wir haben uns musikalisch an einen ganz anderen Ort bewegt, der aufregend, unerwartet und unglaublich inspirierend ist“, so der 30 Seconds to Mars-Sänger wörtlich. Beim Hören von „Love Lust Faith + Dreams“ stellt sich jedoch recht schnell heraus, dass dieser Neuanfang nicht so umfassend gelungen ist wie erhofft, denn bis auf einige elektronische Spielereien ist die neue Platte eine typische 30 Seconds to Mars-Platte – was zumindest die Fans erfreuen dürfte.

30 Seconds to Mars bleiben sich auf „Love Lust Faith + Dreams“ treu

Der ersten drei Songs des Albums, „Birth“, „Conquistador“ und die Single „Up in the Air“ setzen genau an der Stelle ein, an der 30 Seconds to Mars mit „This is War“ aufgehört haben. „Conquistador“ ist ein Song, der mit seinen großen Gitarrenriffen und den sich immer wieder wiederholenden „We will rise again“-Sprechchören ebenso gut auch auf “This is War” – oder von Muse – hätte sein können. Die kämpferischen Lyrics und Gesänge, die mittlerweile zu einem Kennzeichen des 30 Seconds to Mars-Sounds geworden sind, kommen jedenfalls nicht nur bei „Conquistador“, sondern das gesamte Album hindurch zum Einsatz. Auch bei der Single, „Up in the Air“ bleibt die Band sich sowohl musikalisch als auch thematisch treu: Jared Letos schluchzender Gesang erhebt sich über eine dichte Soundwall aus Synthesizern Gitarren und „Whoah, oh oh oh oh ohs“ – und es geht wieder um eine unglückliche und qualvolle Liebe. Kein Zweifel, 30 Seconds to Mars, die sich auf „Love Lust Faith + Dreams“ thematisch zwischen den im Titel angesprochenen Emotionen bewegen, sind dabei so melodramatisch und bombastisch wie immer, doch je weiter man in die Platte hineinhört, desto deutlicher wird, dass sie zumindest musikalisch einige Neuerungen zu bieten haben. „The Race“ ist zum Beispiel deutlich elektronischer und weniger gitarrenlastig ausgefallen als man es bisher von 30 Seconds to Mars gewohnt war – und zwar so weit, dass es stellenweise an Depeche Mode erinnert, ebenso wie „Do or Die“ oder „Northern Lights“. Die Ballade „City of Angels“ hingegen, in der Jared Leto mit dem oberflächlichen Lifestyle in Hollywood abrechnet, könnte auch von U2 sein. Da „Love Lust Faith + Dreams“ von Steve Lillywhite, der auch für U2s Megahit „Beautiful Day“ verantwortlich zeichnet, produziert wurde, ist die Nähe zu U2 dann auch nicht allzu überraschend.

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