Clueso: Wie der Großstadtphönix aus der Asche

Bereits für die Arbeit an seinem letzten Album „An und für sich“ gönnte der deutsche Songwriter Clueso sich eine kurze Auszeit vom Medientrubel und schnappte Luft im sonnigen Spanien. In einer erneuten Auszeit, in der sich das Ausnahmetalent neu ausprobierte, Grenzen überschritt und sich durch seine Heimatstadt Erfurt treiben ließ, machte sich Clueso nun auf zu neuen musikalischen Ufern. Wer hätte gedacht, dass diese Sinnsuche den Sänger zurück in seinen Heimathafen führt? Das neue Album „Stadtrandlichter“ ist eine Hommage an Erfurt, an unbeschwerte deutsche Lyrics, an die Freude an selbstgemixter Musik und Texten, die spontan und aus dem Bauch heraus entstehen…

Clueso zeigt sein Cover von „Stadtrandlichter“

Clueso veröffentlicht sein sechstes Album
„Stadtrandlichter“

Text und Ton – so lautet nicht nur der Name des Plattenlabels, das Clueso mit einigen seiner Musikerfreunde ins Leben gerufen hat, so könnte gleichzeitig auch das Motto von „Stadtrandlichter“ heißen – dem Album, das sich federleichte Texte und großspurige Melodien zum Thema gemacht hat. Großstadtflair und ebenso große Gefühle bilden den roten Faden, mit dem Clueso auf seinem bislang sechsten Studioalbum mal wieder exakt den Nerv der Zeit trifft. Irgendwie hat der Erfurter ein besonderes Talent dafür. Dabei war dieses Schwimmen mit dem Zeitgeist eigentlich gar nicht beabsichtigt. Für „Stadtrandlichter“ begab sich Clueso, der eigentlich Thomas Hübner heißt, in die musikalische Isolation, in ein Trainingslager für tiefsitzende Bedürfnisse sozusagen, und erschuf letztlich eine Platte ganz aus dem Bauch heraus. „Stadtrandlichter“ ist ein Herzensprojekt, das unabhängig von Plattenfirma, Medienimage und äußeren Störeinflüssen entstanden ist und zu hundert Prozent authentisch daher kommt. Clueso zeigt sich seinen Hörern pur und einfach so, wie er sein möchte: wagemutig, ehrlich, glücklich und ein bisschen melancholisch.

Clueso meldet sich nach drei Jahren Albenabstinenz zurück

Seit über 15 Jahren mischt Clueso nun in der obersten Riege der gefragtesten Songwriter Deutschlands mit und kann auf Millionen verkaufte Platten, fünfmaligen Gold- und zweimaligen Platinstatus sowie erfolgreiche Kollaborationen mit Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Max Herre oder den Fantastischen Vier zurückblicken. Und wohin geht man, wenn man alles erreicht hat? Erstmal wieder nach Hause. Es lässt sich hervorragend neue Kraft schöpfen in der Heimat, die einen stets so nimmt, wie man ist. Umso besser, wenn diese Heimat eine 200.000-Einwohner-Stadt ist, die an jeder Straßenecke Inspiration für neue Songs auf dem Silbertablett liefert. Dennoch zog es Clueso nach dem durchschlagenden Erfolg seines letzten Studioalbums „An und für sich“ im Jahr 2011 erst einmal in die Einsamkeit. Er suchte die Gesellschaft seines Großvaters, der selbst Musik macht. Angeln, Schwimmen, Chillen, sich treiben lassen und einfach mal wieder aus Lust am Musizieren musizieren – das alles hielt die insgesamt dreijährige Auszeit vom Showbusiness für Clueso bereit. Am Ende gründete der Sänger mit der sanften Stimme sein eigenes Musiklabel. Sein sechstes Album „Stadtrandlichter“ ist in kompletter Eigenregie entstanden: Clueso hat selbst getextet, selbst gespielt, selbst produziert, selbst gemischt und – na klar – selbst gesungen! Der ehemalige Schützling der Fantastischen Vier hat sich vom Erfolgslabel „Four Music“ gelöst, macht jetzt einfach mal sein eigenes Ding und schwört sein neues Lebensmotto in der ersten, eingängigen Singleauskopplung von „Stadtrandlichter“ herauf, die da heißt „Freidrehen“: „Festplatte formatieren, überschreiben: Neustart!“ Es ist Clueso geglückt.

Clueso klingt noch immer nach lauer Sommernacht

„Freidrehen“ klingt – genau wie zahlreiche der alten Songs von Clueso – nach einer lauen, durchfeierten Partynacht, nach der Leichtigkeit des anbrechenden Morgens und nach Momenten des durch die Stadt Flanierens bei Sonnenaufgang. Diese Atmosphäre, die Clueso schon mit Klassikern wie „Nachts unterwegs“, „Frische Luft“, „Jede Stadt“ oder „Du bleibst“ erzeugte, schafft er auch auf „Stadtrandlichter“ – wenn auch mit einem neuen Beigeschmack: Seine typische Melancholie mischt sich mit Lebensfreude und einer emotionalen Reife, die den Vorgängeralben noch fehlte. In Songs wie dem rockigen Opener „Pack meine Sachen“ oder dem Titelhit „Stadtrandlichter“ erweist sich Clueso als genauer Beobachter der Stadtszenerie. „Auf dem Hügel steht ein Grab, keine Ahnung wer hier starb. Manchmal hängen wir hier oben ab und toben rum.“ Clueso widmet sich sowohl unbeschwerten Themen wie dem Hundebellen in der Nachbarschaft, dem Kofferpacken, dem Straßenbahnfahren und der Aufbruchstimmung als auch den großen Themen des Lebens wie Heimweh, Rückkehr, Scheitern, dem Altern und natürlich der Liebe. Dazu stimmt er nicht etwa Texte an, die vor Tiefsinn triefen, aber das braucht es auch gar nicht. Mit seiner neuen Platte „Stadtrandlichter“ beweist Clueso Mut: den Wagemut, das zu machen, worauf er Lust hat, und einfach „Geradeaus“ voranzuschreiten, ohne Rücksicht auf etwaige Kritiker, die ihm Verrat am Hip-Hop vorwerfen. Indem Clueso auf sein Bauchgefühl hört, macht er alles richtig. Und sein Bauch diktiert ihm poppige Beats gepaart mit melancholischen Melodien und einem i-Tüpfelchen an Kitsch, das es braucht, um seine Hörer mitten ins Herz zu treffen. „Ich war so lange weg, hoffentlich komm ich zu nichts zu spät!“ Seine Befürchtung aus dem Titelsong „Stadtrandlichter“ wird sich mit Sicherheit nicht bestätigen, Clueso ist genau zur richtigen Zeit wiedergekommen und läutet mit seinem nunmehr sechsten Album den Spätsommer ein. Überzeugt Euch selbst und startet einen Lauschangriff auf die Akustikversion von Cluesos Hitsingle „Freidrehen“:

Clueso holt Udo Lindenberg ins Boot

Clueso ist zurück

Clueso hat zu sich selbst gefunden

Obwohl Clueso auch auf „Stadtrandlichter“ frei nach dem Motto „Never change a winning team“ auf Bewährtes setzt und für das Gute-Laune-Lied „Sein Song“ zum zweiten Mal gemeinsame Sache mit Deutschrocklegende Udo Lindenberg macht, scheut der Musiker auch nicht davor zurück, immer wieder neue Facetten an sich und seiner Musik zu entdecken – und diese auch zu zeigen. Clueso hat sich weiterentwickelt. Während seine ersten Alben eher Hip-Hop-lastig waren, wurde er mit „So sehr dabei“ und „Weit weg“ melodischer, „An und für sich“ bewegt sich zwischen Pop, Elektrobeats und auch jazzigen Einflüssen. Mit „Stadtrandlichter“ hat Clueso eigenen Angaben zufolge endlich zu sich selbst gefunden. Die besondere Mischung aus Pop, Rock, Elektro, Blues, Hip-Hop und einer klitzekleinen Portion Kitsch macht den Longplayer zu einem ganz besonderen, langersehnten Hörerlebnis. Mit seinem Dreitagebart, den stahlblauen Augen und seiner lässigen Attitüde ist Clueso gerade so viel Hipster, dass er dabei immer noch cool und er selbst bleibt. Es ist ein schmaler Grat zwischen lässig und zu lässig, zwischen cool und zu cool, zwischen authentisch und aufgesetzt. Clueso meistert diesen Balanceakt seit Jahren bravourös und hat es auch mit „Stadtrandlichter“ wieder geschafft. Der Longplayer verspricht, ein echter Chartstürmer zu werden.


Wenn man die ersten Takte von „Stadtrandlichter“, die ersten Sätze und die unverwechselbare Stimme von Clueso hört, wird jedem Fan schlagartig bewusst: Es sind wirklich drei Jahre vergangen seit „An und für sich“ und es ist viel zu lange her. Aber in dem Moment, in dem wir diese schmerzhafte Tatsache realisieren, können wir uns gleich wieder beruhigen: Jetzt ist Clueso ja zum Glück wieder da. „Stadtrandlichter“ erscheint am 19. September beim Eigenlabel Text und Ton.

Hört im exklusiven Albumplayer in das neue Album von Clueso rein.

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