Coldplay: Viva La Vida Or Death And All His Friends

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Coldplay: Viva La Vida Or Death And All His Friends

La Liberté Guidant Le Peuple
– Das Album-Cover
Quelle: EMI

„Viva La Vida Or Death And All His Friends“ – als dieser Albumtitel bekannt wurde, war das Geschrei groß. Einige Gazetten fragten sich, ob der Titel von Ricky Martins Song „Viva La Vida Loca“ abgekupfert worden sei. Für die meisten Schreiberlinge wurde Chris Martin als größenwahnsinnig abgestempelt – hat er sich doch als Album-Cover das Gemälde „La Liberté Guidant Le Peuple“ von Eugene Delacroix ausgesucht. Da war für die meisten Kritiker bereits klar, ohne die Platte überhaupt mal gehört zu haben, dass „Viva La Vida“ ein völlig abgehobenes und überproduziertes Stück Musik werden würde. Doch war das nicht vielleicht ein wenig zu voreilig oder läutet das neue Album Coldplays unweigerlichen Abstieg ein?

Dia vierköpfige Band
Quelle: TomSheehan/EMI

Mit dem Vorgänger „X&Y“ war ein Grundstein für diesen bereits gelegt. Man dachte schon damals: „Wo ist diese tolle Band von den Alben „Parachutes“ und „A Rush Of Blood To The Head“ geblieben?“ Das einzig Gebliebene war Chris Martins unverwechselbare Stimme.

Aber jetzt mal zum neuen Album, welches ab heute in den Plattenläden steht: es ist gar nicht so extrem schlecht und abgehoben, wie befürchtet. Musikalische Größe und Berühmtheit bedeuten nun einmal leider viel Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Eine Band muss einfach so einiges vorweisen können, damit eine Plattenfirma auch an Ihrem großen Act verdienen kann – nachdem doch so viel investiert wurde.

Beim Shooting für das neue Album:
Martin hebt ab
Quelle: Stephan Craneanscki/EMI

Es könnte gerade deswegen sein, dass die Band rund um Bandleader Chris Martin nichts dem Zufall überlassen hat. Um Momente, wie sie nur U2 im Stadion hervorrufen können, zu erschaffen, wurde extra Brian Eno eingekauft, der für das Gänsehaut-Feeling garantiert. Orgel und eine unterschwellige Basslinie, große Töne und orientalische Einflüsse – all das ist auf der Platte zu finden. Um aber nicht ganz der Indie-Schiene zu entfliehen, der sie eigentlich entsprungen sind, haben sie sich auch noch „Arcade Fire“-Produzent Marcus Dravs ins Londoner Bakery-Studio geholt. Plattenbosse dürfen eben nicht enttäuscht werden – ein Nummer-Eins-Album muss es mindestens werden.

Chris Martin wollte diesmal ein Album mit hohem Unterhaltungsfaktor schaffen.

Coldplay wollen eine Nummer 1

Auf diesem sollten Lieder enthalten sein, die auf jeder Karaoke-Party gesungen werden können.
Jedes Lied ein Lieblingslied. Ist ihm das gelungen oder nicht? Teils, teils, möchte man behaupten. Zwar ist durch die Zuhilfenahme von Weltmusik-Elementen, Tempo- und Stilbrüchen (Violet Hill; Lovers In Japan/Reign Of Love) und eines hymneartigen Titelliedes (Viva La Vida) einige gelungene Songs entstanden, doch wird es den erwarteten 10 Millionen Käufern schwer fallen, sich mit den meisten Liedern identifizieren zu können. Sie sind einfach oftmals nicht eingängig genug, abgesehen von Viva La Vida und Violet Hill vielleicht. Das Album ist einfach zu außergewöhnlich und tatsächlich ein wenig zu abgehoben für die meisten Ohren der an immer gleiche Refrains und Strophen gewöhnten Hörerschaft.

Veröffentlichungsdatum: 13.06.2008


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