Jupiter Jones: „Glory.Glory.Hallelujah“

„Ich hab so viel gehört, und doch kommt’s niemals bei mir an. Das ist der Grund, warum ich nachts nicht schlafen kann. Wenn ich auch tausend Lieder vom Vermissen schreib, heißt das noch nicht, dass ich versteh, warum dieses Gefühl für immer bleibt…“ Mit diesen einfühlsamen Versen sang sich die Deutschrockband Jupiter Jones im Jahr 2011 in die Herzen des deutschen Publikums. Doch Stille ist nur in ihrem gleichnamigen Song der Freund der Männergruppe geworden. Mit ihrem aktuellen Livealbum „Glory.Glory.Hallelujah“ lassen es die vier Vollblutmusiker noch einmal richtig krachen. Live und in Farbe melden sich Jupiter Jones ein letztes Mal in ihrer Originalbesetzung aus dem Kölner „Gloria“ zurück.

Live ist immer noch am schönsten – und vor allem am echtesten! „Echt, pur, laut und ehrlich“, für die Deutschrockband aus der Eifel gilt dieses Mantra im Besonderen, schließlich kommt die unverwechselbare und unverkennbar rauchige Stimme des ehemaligen Jupiter Jones-Frontmanns Nicholas Müller erst live so richtig zur Geltung. Also haben sich die vier Musiker kurzerhand dazu entschlossen, ihren Jahresabschlussgig zum 10-jährigen Bandjubiläum im Szeneclub „Gloria“ auf eine schmucke Doppel-CD zu pressen und damit die begeisterten Jubelschreie und das laute Applaudieren des Kölner Publikums für immer zu verewigen. Mit ihrer Aufnahme aus dem Jahr 2012, die Jupiter Jones erst jetzt unter dem Titel „Glory.Glory.Hallelujah“ veröffentlicht haben, setzen sich die vier Vollblutmusiker, die aufgrund einer Erkrankung von Nicholas Müller zukünftig getrennte Wege gehen werden, ein musikalisches Denkmal.

Jupiter Jones spielen den Soundtrack ihres Lebens

Jupiter Jones machen nicht erst seit ihrem Echo-gekrönten Hit „Still“ gemeinsam Musik. Bereits in den zehn Jahren zuvor hat die Band aus der Eifel tausend Lieder und mehr vom Vermissen geschrieben. Tiefgründige Texte gepaart mit rockigen Gitarrenriffs sind das Markenzeichen der vier bärtigen Musiker. Mit der Veröffentlichung ihres neuen, alten Live-Albums huldigen Gitarrist Sascha Eigner, Bassist Andreas „Becks“ Becker und Schlagzeuger Marco „Hont“ Hontheim ihrem Sänger Nicholas, der die Band Anfang 2014 aufgrund einer Angststörung verlassen musste. Der Ausstieg des Bandurgesteins bedeutet für Jupiter Jones – und auch für die Fans der deutschen Rockband – das Ende einer Ära, schließlich spielten Sascha, Nicholas und Marco schon seit 2002 gemeinsam Hits ein. Bassist Andreas Becker stieß im Jahr 2009 zu Jupiter Jones, die sich nach dem englischen Pendant zum „Die Drei ???“-Mitglied Justus Jonas benannten, seit Beginn 2014 hält der neue Sänger Sven Lauer die Stellung an der Bühnenfront. Mit ihrem ersten großen Auftritt auf dem Southside-Festival 2004 begann für Jupiter Jones eine Erfolgsstory wie aus dem Bilderbuch: hochrangige Chartplatzierungen, Newcomer des Jahres, insgesamt fünf Studioalben, eine Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und ein Unplugged-Konzert im Kapuzinerkloster Cochem, das für ein erstes Live-Album mitgeschnitten wurde. Mit „Glory.Glory.Hallelujah“ erscheint nun das zweite Live-CD-DVD-Set von Jupiter Jones.

Jupiter Jones veröffentlichen ihre neue Platte „Glory.Glory.Hallelujah“

Jupiter Jones feiern mit „Glory.Glory.Hallelujah“ das Ende einer Ära

Jupiter Jones: Von wegen still!

Für ihren hochemotionalen Hit „Still“ wurden Jupiter Jones nicht nur mit dem Echo bedacht, im April 2011 war der Song das meistgespielte deutschsprachigen Lied im Radio und im September belegte die Band mit dem Song den sechsten Platz bei Stefan Raabs alljährlichem Bundesvision Song Contest-Spektakel. Kein Wunder, dass es „Still“ gemeinsam mit insgesamt 19 weiteren Songs aller fünf Studioalben auch auf die Doppel-CD „Glory.Glory.Hallelujah“ geschafft hat. Von gefühlvoll über rockig bis poppig und punkig bedienen Jupiter Jones mit ihren Hits sämtliche Hörbedürfnisse des Publikums. Doch ganz egal, ob gefühlvolle Ballade oder fetziger Partykracher – Jupiter Jones treten immer stark, kraftvoll und geschlossen auf. Man hört den vier „Die Drei ???“-Fans einfach an, dass sie eine authentische Band sind, die seit Jahren gemeinsam Musik macht. Wenn Sänger Nicholas über Freundschaft, Liebe und die wirklich wichtigen Dinge im Leben singt, kauft man ihm jede einzelne Zeile ab. Unterstützt werden diese Emotionen vom versierten Instrumentenspiel seiner Kollegen und natürlich vom Publikum, dessen Begeisterung bei jedem Hit auf „Glory.Glory.Hallelujah“ zu spüren ist. Bereits beim Opener „Kein Lied“ reißt es die Kölner vom Hocker, in „Reiß die Trauer aus den Büchern“ übernimmt die treue Fanbase von Jupiter Jones den kompletten Songbeginn und im Klassiker „Eine Landjugend“ animiert Nicholas das Publikum dermaßen, dass es sogar einen Kanon aus Fangesängen anstimmt – ein kleines Kunststück, selbst für einen erfahrenen Showman wie den blonden Sänger. Und auch von einer kleinen Rapeinlage in „Das Jahr, in dem ich schlief“ lässt er sich nicht abhalten. Von einem vermeintlichen One-Hit-Wonder ist auf „Glory.Glory.Hallelujah“ rein gar nichts zu spüren. Im Gegenteil: Das ist deutsche Rockmusik, wie man sie sich wünscht. Intelligente, anspruchsvolle Texte mit starken, eingängigen Melodien.

Jupiter Jones: Message auf acht Beinen

Jedem ihrer Texte widmen Jupiter Jones auf „Glory.Glory.Hallelujah“ pure Emotion und jede Saite und jeder Akkord wird mit Überzeugung und Musikalität angeschlagen. Mit jedem ihrer Hits geben Jupiter Jones ihrem Live-Publikum eine Message zum Nachdenken mit auf den Weg, die der stolze CD-Besitzer auch abgedruckt im CD-Booklet wiederfindet. Im punkigen Hit „Momentaufnahme“ heißt es zum Beispiel „Fäuste öffnen, ballen, atmen, Hirn auf Standby, online, offline, fein“, in der stimmungsvollen Ballade „Und dann warten“ lautet das Motto „Und wir rennen um unser Leben, Du davon und ich entgegen“ und in der gefühlvollen Zugabe „Berlin“ schließlich „Es gibt doch so viel anzusehen, also wenn Ihr geht, dann bitte richtig, wir können uns nichtmal in die Augen sehen ohne zu verstehen“, bevor der Backgroundgesang des Publikums die Band durch den eigenen Song trägt. Aus jeder Zeile, aus jedem Song kann man etwas lernen – wenn man genau hinhört. Klar, dass da auch der allererste Hit von Jupiter Jones nicht fehlen darf. Mit dem lebensfrohen Loblied „Auf das Leben“ taten Jupiter Jones vor über zehn Jahren ihre ersten musikalischen Schritte, mit „Auf das Leben“ feiern sie auch das Ende einer Ära. In diesem Sinne: „Die Straße ist nicht immer eben und grad deswegen: auf das Leben!“

Selbst wer sich nicht von den Texten und Musikarrangements von Jupiter Jones mitreißen lässt, muss spätestens mit dem Einlegen der Konzert-DVD einlenken, die die Atmosphäre des 90-minütigen Gigs im Gloria Theater noch bis auf das letzte Scheinwerferflimmern perfekt einfängt und direkt Lust auf ein weiteres Stelldichein mit Jupiter Jones macht. Doch in der Besetzung mit Nicholas Müller wird die Band in Zukunft nicht mehr auftreten. „Glory.Glory.Hallelujah“ ist ein kleiner, großer Trost für die treuen Fans von Jupiter Jones. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge legen wir Euch diese Live-CD ans Herz! Lasst Euch von Nicholas und Co. und feinstem Deutschrock durch den Abend treiben…

Bildquelle: Facebook/Jupiter Jones


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Was denkst du?

  • beautygirl46 am 14.08.2014 um 13:20 Uhr

    Ich liebe das neue Album von Jupiter Jones. Und ich trauere immer noch Nicholas hinterher. Das mit seiner Angststörung ist schon krass, aber ich finde es echt mutig von ihm, dass er es so offen zugegeben hat. Und jetzt bleibt uns Fans ja noch das neue Album. Ich finde es aber auch gut, dass Jupiter Jones trotzdem weiter machen. Auf jeden Fall Kompliment für das Live-Album, meiner Meinung nach eines der gelungensten Live-Alben, die ich je gehört habe. Mit viel Atmosphäre und Emotionen. 🙂

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