Helene Fischer Echo
Nina Rölleram 15.03.2017

Für die einen ist der Echo der „wichtigste Musikpreis Deutschlands“ während ihn andere aufgrund der oftmals nicht allzu überraschenden Nominierungen abfällig in „Helene-Fischer-Festspiele“ umgetauft haben. Doch dieses Jahr wird die inoffizielle Königin des Musikpreises leer ausgehen: Die Nominierten stehen fest und Helenes Namen können wir auf der Liste nicht finden. Warum die Gute trotz hoher Verkaufzahlen nicht ausgezeichnet wird, wer alles eine Chance auf die Trophäe hat und warum es auch in diesem Jahr zu allerlei Diskussionen kommen könnte, erfährst Du hier.

Helene Fischer war die große Abräumerin der vergangenen Jahre.

Helene Fischer war die große Abräumerin der vergangenen Jahre.

Sorry, dieses Jahr gibt’s nichts: Neue Regeln machen Helene einen Strich durch die Rechnung

Während Helene Fischer die Echo-Veranstaltung voriges Jahr sowohl moderiert hat, als auch, genauso wie im Vorjahr, gleich vier Trophäen abstauben konnte, werden wir sie wohl dieses Jahr gar nicht zu Gesicht bekommen. Zumindest ist die Schlagersängerin 2017 in keiner Kategorie nominiert, obwohl ihre Alben stets an der Spitze der Verkaufscharts zu finden sind. Ihr Album „Weihnachten“ war 2016 sogar das vierterfolgreichste Musikalbum in Deutschland! Schuld an dem Fehlen Helene Fischers ist nicht etwa die Antipathie einer Jury, sondern eine Regeländerung: Diesmal wurden nur Alben berücksichtigt, die nicht älter als zwölf Monate alt sind und nicht bereits in den Vorjahren einen Echo erhalten haben. Da „Weihnachten“ schon voriges Jahr ganze drei Auszeichnungen erhalten hat, wird Helene dieses Jahr leer ausgehen müssen. Mit insgesamt 16 eingeheimsten Echos ist Helene Fischer dennoch absolute Rekordhalterin und wird die Regeländerung bestimmt verkraften können.

Wer anstelle von Helene Fischer nominiert ist

Sie könnte dieses Jahr mehrere Preise einheimsen.

Sie könnte dieses Jahr mehrere Preise einheimsen.

Die Nominierungen für den Echo richten sich, im Gegensatz zu Musikpreisen wie den Grammys oder den Brit Awards, nicht nach der künstlerischen Qualität der Alben, sondern schlicht und ergreifend nach den Verkaufszahlen. Das hat in den vergangenen Jahren schon dazu geführt, dass alle Jahre wieder die gleichen Künstler ausgezeichnet werden und auch umstrittene Bands auf der Liste der Nominierten stehen. Dieses Jahr könnte Fischers Kollegin Andrea Berg zur großen Abräumerin werden, weil sie sowohl in der Kategorie „Album des Jahres“ als auch für „Schlager“ nominiert ist. Unter den zahlreichen Bands und Einzelkünstlern, die dieses Jahr eine Trophäe mit nach Hause nehmen könnten, gehören außerdem Die Lochis, The Rolling Stones, Christina Stürmer, Rihanna, Kollegah, Die Kastelruther Spatzen, Maite Kelly, Die Sportfreunde Stiller, Metallica und Xavier Naidoo: Eine ganz schön wilde Mischung, wie Du merkst!

Warum der ECHO 2017 wieder zum Skandal werden könnte

Frei.Wild sorgt immer wieder für Diskussionen.

Die Band Frei.Wild sorgt immer wieder für Diskussionen.

Da sich die Nominierungen eben nicht nach Qualitätskriterien richten, landen unter den Nominierten auch immer wieder politisch fragwürdige Bands. Wie auch in den vergangenen Jahren ist die Südtiroler Band Frei.Wild für eine Auszeichnung in der Kategorie „Rock National“ nominiert worden. Während die Nominierung 2013 aufgrund zahlreicher Boykottaufrufe von Bands wie den Ärzten, den Toten Hosen oder Kraftklub schließlich doch zurückgezogen wurde, wurden sie in den Folgejahren dann doch ausgezeichnet. Bei einer Band, die aufgrund ihrer völkischen und nationalistischen Texte aneckt und gerne auch mal Songs von Rechtsrock-Bands covert, kann davon ausgegangen werden, dass die Nominierung auch dieses Jahr für einen Eklat sorgen wird. Die Toten Hosen forderten nach der Nominierung von Frei.Wild bereits sarkastisch eine neue Kategorie für den Echo: „Rechte gegen Nazis“, in der Interpreten wie Frei.Wild und die Böhsen Onkelz untergebracht werden könnten, die mal rechts waren, aber heute garantiert „unpolitisch“ sind. Angesichts der diesjährigen Veränderungen kann man sich tatsächlich fragen, warum das Preiskomitee sich nicht auch Gedanken bezüglich einer Regeländerung bei politisch fragwürdigen Bands macht: Denn in Stein gemeißelt scheinen die Nominierungsbedingungen schließlich nicht zu sein.

Was hältst Du von der Liste der Echo-Nominierten dieses Jahr? Sind Deine Lieblingskünstler dabei oder bedauerst Du das Fehlen von Helene Fischer? Sage uns in den Kommentaren doch, welche Band Deiner Meinung nach einen Preis verdient hätte!

Bildquelle: Getty Images/JOHANNES EISELE, Getty Images/ Sean Gallup, Getty Images/Andreas Rentz, Getty Images/Freier Fotograf

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